Was Schenkt Man Zur Verlobung Der Tochter

Die Tochter ist verlobt! Juhu! Konfetti! Tränen der Rührung! Und...Panik. Denn jetzt kommt die Gretchenfrage aller Gretchenfragen: Was schenkt man bloß zur Verlobung?
Blumen? Klar. Geht immer. Aber seien wir ehrlich: Nach drei Tagen hängen die Köpfe. Und dann? Ab in die Biotonne. Romantisch ist anders. Aber: Praktisch? Definitiv.
Die Klassiker: Von Gläsern bis Geschirr
Ah, die Klassiker. Weingläser, Sektgläser, das komplette 12-teilige Kaffeeservice. Alles Dinge, die man (vielleicht) irgendwann mal braucht. Aber mal ehrlich: Brauchen die beiden wirklich noch ein drittes Set Weingläser? Oder noch mehr Teller, die im Schrank verstauben?
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Und dann das Argument: "Das ist eine Investition in die Zukunft!" Ja, klar. Denn nichts schreit mehr nach ewiger Liebe als ein Geschirrspüler-festes Suppenterrinen-Set. (Achtung: Ironie!)
Der Umschlag mit dem magischen Inhalt
Geld. Das ehrlichste Geschenk von allen. Kein Schnickschnack, keine potentiellen Fehlkäufe. Einfach schnödes Mammon, mit dem die beiden machen können, was sie wollen. Klingt unpersönlich? Vielleicht. Aber seien wir mal ehrlich: Wer freut sich nicht über einen Umschlag, der dicker ist als sonst?

Meine (unpopuläre) Meinung: Geld ist immer eine gute Idee. Punkt. Aber vielleicht mit einer kleinen, persönlichen Karte dazu, damit es nicht ganz so lieblos wirkt.
Erlebnisse statt Gegenstände
Ein Gutschein für ein romantisches Wochenende in Venedig? Ein Tandemsprung für Adrenalinjunkies? Ein Kochkurs für angehende Sterne-Köche? Klingt toll, oder? Ist aber auch mit Vorsicht zu genießen.
Was, wenn die beiden Venedig doof finden? Oder Höhenangst haben? Oder lieber Döner als Kaviar essen? Dann verpufft die ganze Magie in einem frustrierenden Erlebnis. Und der Gutschein landet im Papierkorb. Schade drum.

Wichtig: Vorher unauffällig aushorchen, was die beiden wirklich mögen! Sonst wird das Geschenk zum Reinfall.
Das selbstgemachte Geschenk
Oma Ernas gestrickte Socken. Opas geschnitzter Löffel. Mutters selbstgebackener Kuchen. Selbstgemacht ist immer etwas Besonderes. Aber auch hier gilt: Weniger ist manchmal mehr. Ein handgeschriebenes Gedicht ist vielleicht romantischer als ein Topflappen-Set im Patchwork-Design. (Sorry, Oma Erna!)

Und ganz ehrlich: Nicht jeder hat das Talent, um wirklich etwas Sinnvolles selbst zu machen. Aber die Geste zählt, oder?
Was ich niemals schenken würde
- Einen Hochzeitsplaner (außer, die beiden haben explizit darum gebeten)
- Ein Buch über Eheprobleme (das ist ja mal das genaue Gegenteil von Glückwünschen!)
- Irgendwelche esoterischen Glücksbringer (außer, die beiden sind total spirituell)
Und ganz wichtig: Schenkt nichts, was ihr selber unbedingt loswerden wollt! Eine Verlobung ist kein Flohmarkt!
Die Lösung? Eine Mischung!
Vielleicht ist die beste Lösung eine Mischung aus allem. Ein bisschen was fürs Auge (Blumen!), ein bisschen was Praktisches (Geld!) und ein bisschen was Persönliches (eine handgeschriebene Karte!).

Oder, noch besser: Frag die beiden einfach! Vielleicht haben sie ja schon eine Wunschliste. Dann ersparst du dir Kopfzerbrechen und die beiden bekommen etwas, worüber sie sich wirklich freuen.
Am Ende zählt nämlich nur eins: Dass ihr eure Freude über die Verlobung der beiden zum Ausdruck bringt. Egal, ob mit Blumen, Geld oder einem selbstgemachten Topflappen-Set. (Okay, vielleicht nicht mit dem Topflappen-Set.)
Und denkt dran: Die Ehe ist schon schwer genug. Fangt nicht schon bei der Verlobung mit Geschenk-Stress an!
