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Was Nicht Essen Bei Rheuma


Was Nicht Essen Bei Rheuma

Rheuma, ein Sammelbegriff für über 100 verschiedene Erkrankungen, die mit Schmerzen, Entzündungen und Funktionseinschränkungen des Bewegungsapparates einhergehen, kann das Leben Betroffener erheblich beeinträchtigen. Neben medikamentöser Therapie und Physiotherapie spielt auch die Ernährung eine wichtige Rolle bei der Linderung von Symptomen und der Verbesserung der Lebensqualität. Zwar gibt es keine Rheuma-Diät, die für alle gleichermaßen gilt, doch bestimmte Lebensmittel können Entzündungen fördern oder verstärken und sollten daher vermieden oder zumindest reduziert werden. Dieser Artikel beleuchtet, welche Lebensmittel bei Rheuma problematisch sein können und warum.

Entzündungsfördernde Lebensmittel: Eine Übersicht

Die Ernährung kann Entzündungen im Körper entweder fördern oder hemmen. Bei rheumatischen Erkrankungen ist es daher wichtig, auf Lebensmittel zu achten, die bekanntermaßen entzündungsfördernde Eigenschaften besitzen.

Zucker und Süßigkeiten

Zucker, insbesondere raffinierter Zucker, gilt als einer der Hauptverursacher von Entzündungen im Körper. Er fördert die Bildung von Zytokinen, entzündungsfördernden Botenstoffen, und kann somit Rheumaschübe begünstigen. Auch der Konsum von Süßigkeiten, gesüßten Getränken und stark verarbeiteten Lebensmitteln, die oft hohe Mengen an Zucker enthalten, sollte reduziert werden.

"Ein hoher Zuckerkonsum kann die Entzündungswerte im Blut erhöhen und die Symptome von Rheuma verschlimmern."

Gesättigte Fettsäuren und Transfette

Gesättigte Fettsäuren, die vor allem in tierischen Produkten wie fettem Fleisch, Wurstwaren und Milchprodukten enthalten sind, sowie Transfette, die in stark verarbeiteten Lebensmitteln, Backwaren und frittierten Speisen vorkommen, können ebenfalls Entzündungen fördern. Sie beeinflussen die Bildung von entzündungsfördernden Prostaglandinen und Leukotrienen.

Es ist ratsam, den Konsum von rotem Fleisch zu reduzieren und stattdessen auf mageres Geflügel, Fisch oder pflanzliche Proteinquellen wie Hülsenfrüchte zurückzugreifen. Achten Sie beim Einkauf auf die Inhaltsstoffe und vermeiden Sie Produkte mit gehärteten Fetten.

rheumatoide Arthritis - Lexikon der Ernährung
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Alkohol

Alkohol kann die Entzündungswerte im Körper erhöhen und die Wirkung von Medikamenten beeinträchtigen. Zudem kann er die Leber belasten, was sich negativ auf den Stoffwechsel und die Entgiftungsfunktion des Körpers auswirken kann. Ein moderater Konsum von Alkohol wird oft als akzeptabel angesehen, jedoch sollte dies individuell mit dem behandelnden Arzt besprochen werden.

Gluten (bei Sensitivität)

Bei manchen Menschen mit Rheuma kann eine Glutenunverträglichkeit oder -sensitivität vorliegen. Gluten ist ein Protein, das in Weizen, Roggen, Gerste und Dinkel vorkommt. Bei einer Glutenunverträglichkeit kann der Konsum von glutenhaltigen Lebensmitteln zu Entzündungen im Darm und im gesamten Körper führen. Eine glutenfreie Ernährung kann in solchen Fällen Linderung bringen.

Rheuma Kochbuch: Leckere Rezepte für eine entzündungshemmende und
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Es ist wichtig, eine ärztliche Diagnose zu stellen, bevor man auf Gluten verzichtet. Ein Bluttest oder eine Darmbiopsie können Aufschluss über eine mögliche Glutenunverträglichkeit geben.

Nachtschattengewächse (umstritten)

Die Empfehlung, Nachtschattengewächse wie Tomaten, Paprika, Auberginen und Kartoffeln zu meiden, ist umstritten. Einige Menschen mit Rheuma berichten von einer Verschlimmerung ihrer Symptome nach dem Verzehr dieser Gemüsesorten. Der Grund dafür soll in den enthaltenen Alkaloiden liegen, die Entzündungen fördern könnten. Wissenschaftliche Beweise dafür sind jedoch begrenzt.

‎Richtig essen bei Arthrose, Rheuma und Gicht by Martin Kreutzer
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Es empfiehlt sich, selbst zu beobachten, ob der Verzehr von Nachtschattengewächsen zu einer Verschlechterung der Symptome führt. Wenn ja, sollten diese Lebensmittel für eine gewisse Zeit gemieden und dann wieder langsam eingeführt werden, um die individuelle Toleranz zu testen.

Weitere Aspekte der Ernährung bei Rheuma

Neben den genannten Lebensmitteln gibt es noch weitere Aspekte, die bei der Ernährung von Rheumapatienten berücksichtigt werden sollten:

Gesund essen bei Rheuma. 100 leckere Rezepte für mehr Lebensgenuss
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  • Omega-6-Fettsäuren: Ein Ungleichgewicht zwischen Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren kann Entzündungen fördern. Omega-6-Fettsäuren sind vor allem in Pflanzenölen wie Sonnenblumenöl und Distelöl enthalten. Achten Sie auf ein ausgewogenes Verhältnis und bevorzugen Sie Omega-3-reiche Öle wie Leinöl oder Rapsöl.
  • Verarbeitete Lebensmittel: Stark verarbeitete Lebensmittel enthalten oft hohe Mengen an Zucker, gesättigten Fettsäuren, Transfetten und Zusatzstoffen, die Entzündungen fördern können. Vermeiden Sie Fertiggerichte, Fast Food und stark verarbeitete Snacks.
  • Individuelle Unverträglichkeiten: Jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf bestimmte Lebensmittel. Achten Sie auf Ihren Körper und beobachten Sie, ob der Verzehr bestimmter Lebensmittel zu einer Verschlechterung Ihrer Symptome führt.

Fazit und Handlungsempfehlungen

Die Ernährung spielt eine wichtige Rolle bei der Behandlung von Rheuma. Indem Sie entzündungsfördernde Lebensmittel vermeiden und auf eine ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse, Obst, gesunden Fetten und hochwertigen Proteinen achten, können Sie Ihre Symptome lindern und Ihre Lebensqualität verbessern. Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass es keine allgemeingültige Rheuma-Diät gibt. Was für den einen gut ist, kann für den anderen schädlich sein.

Handlungsempfehlungen:

  • Führen Sie ein Ernährungstagebuch, um herauszufinden, welche Lebensmittel Ihre Symptome verschlimmern.
  • Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder einem Ernährungsberater, um eine individuelle Ernährungsstrategie zu entwickeln.
  • Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse, Obst, gesunden Fetten und hochwertigen Proteinen.
  • Reduzieren Sie den Konsum von Zucker, gesättigten Fettsäuren, Transfetten, Alkohol und stark verarbeiteten Lebensmitteln.
  • Beobachten Sie, wie Sie auf Nachtschattengewächse reagieren, und passen Sie Ihre Ernährung entsprechend an.

Mit einer bewussten Ernährung können Sie einen wichtigen Beitrag zur Linderung Ihrer Beschwerden und zur Verbesserung Ihrer Lebensqualität leisten. Denken Sie daran, dass die Ernährung nur ein Baustein der Therapie ist und eine enge Zusammenarbeit mit Ihrem Arzt unerlässlich ist.

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