Warum Gibt Es Kein Katzenfutter Mit Mäusegeschmack

Wer liebt sie nicht, die kleinen Samtpfoten, die uns mit ihrem Schnurren den Tag versüßen? Und als verantwortungsvolle Katzenbesitzer wollen wir natürlich nur das Beste für unsere Lieblinge. Wir studieren Inhaltsstoffe, achten auf Getreidefreiheit und hohe Fleischanteile. Aber mal ehrlich, habt ihr euch auch schon gefragt: Warum zum Kuckuck gibt es eigentlich kein Katzenfutter mit Mäusegeschmack? Schließlich ist die Maus doch das natürliche Beutetier schlechthin!
Die Antwort ist komplexer als man denkt. Es ist nicht so, dass die Futtermittelhersteller uns Katzenbesitzer ärgern wollen. Vielmehr spielen verschiedene Faktoren eine Rolle. Zunächst einmal: Was schmeckt einer Katze überhaupt? Katzen sind, anders als Hunde, sehr wählerisch. Sie besitzen nur etwa 470 Geschmacksknospen (wir Menschen haben etwa 9000!), was bedeutet, dass ihr Geschmacksspektrum deutlich eingeschränkter ist. Süß können sie gar nicht schmecken! Sie lieben hingegen herzhafte, fleischige Aromen.
Der "Mäusegeschmack" ist also nicht unbedingt das, was wir uns darunter vorstellen. Mäuse bestehen natürlich auch aus Fleisch, Knochen und inneren Organen. Aber die Zubereitung und Konservierung von Futter, das authentisch nach Maus schmeckt, wäre wahrscheinlich extrem aufwendig und teuer. Und wer garantiert, dass es den Katzen dann auch wirklich schmeckt? Es ist ein Risiko, das die Hersteller scheuen. Sie konzentrieren sich lieber auf Aromen, die sich bewährt haben: Geflügel, Rind, Fisch – alles Klassiker, die bei den meisten Katzen gut ankommen.
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Ein weiterer Aspekt ist die ethische Frage. Würden wir als Gesellschaft es gutheißen, wenn für die Herstellung von Katzenfutter in großem Stil Mäuse gezüchtet und getötet würden? Wahrscheinlich nicht. Die meisten Menschen bevorzugen, dass Katzenfutter aus Schlachtabfällen oder anderen tierischen Nebenerzeugnissen hergestellt wird, die ohnehin anfallen. Das ist ressourcenschonender und vermeidet unnötiges Tierleid.

Also, was können wir tun, um unseren Katzen dennoch eine Freude zu machen? Erstens: Achte auf hochwertiges Futter mit einem hohen Fleischanteil und wenig unnötigen Zusätzen. Zweitens: Biete Abwechslung! Verschiedene Geschmacksrichtungen und Texturen sorgen dafür, dass es deiner Katze nicht langweilig wird. Drittens: Belohne deine Katze mit kleinen Leckerlis, aber in Maßen. Und viertens: Spiele mit deiner Katze! Die Jagd nach einem Spielzeug ist ein guter Ersatz für die echte Mäusejagd und hält deine Katze fit und glücklich.
Vergiss nicht: Eine gesunde und glückliche Katze ist die beste Belohnung für uns Katzenbesitzer. Und vielleicht, ganz vielleicht, träumt unsere Katze ja im Schlaf von einer saftigen Maus – auch ohne das passende Katzenfutter im Napf.
