Okay, Leute, mal ehrlich. Habt ihr auch manchmal das Gefühl, dass irgendwelche schlauen Köpfe sich Namen für Methoden ausdenken, die extra kompliziert klingen sollen? So richtig zum Angeben auf Konferenzen? Ich sage ja nur…
Und dann kommt da Zusammenfassende Inhaltsanalyse nach Mayring um die Ecke. Klingt wie eine Krankheit, oder? Irgendwas, was man sich im Urlaub einfängt. Oder wie ein Gericht aus einem 5-Sterne-Restaurant, bei dem man nicht weiß, was man isst, aber es trotzdem teuer bezahlt.
Aber keine Panik! So schlimm ist es gar nicht. Versprochen.
Im Grunde geht es darum, einen riesigen Textklumpen – ich sage mal, eure Lieblings-Trash-TV-Show-Transkripte – so lange zusammenzudampfen, bis nur noch die wichtigsten Mini-Aussagen übrig bleiben. Quasi wie Brühe kochen, nur mit Worten. Konzentriert! Intensiv!
Text-Diät gefällig?
Stellt euch vor, ihr habt ein ganzes Regal voller Bücher. Aber ihr habt nur Zeit für die Klappentexte. Genau das macht Mayring. Aber systematisch. Und ohne sich von spannenden Cliffhangern ablenken zu lassen.
Qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring - Universität Graz
Zuerst definiert ihr, was euch überhaupt interessiert. Sucht ihr nach Liebesgeschichten? Nach Kochrezepten? Nach Beweisen, dass die Erde eine Scheibe ist? (Bitte nicht!).
Dann geht's ans Eingemachte. Ihr markiert und streicht, bis der Text nur noch aus winzigen, relevanten Inseln besteht. So wie ein Schweizer Käse, nur intellektueller.
Kategorien-Karussell
Jetzt wird's spannend! Diese Inseln sortiert ihr in kleine Schubladen ein. Schubladen, die vorher beschriftet wurden. “Drama”, “Eifersucht”, “Unerwartete Wendungen”. Hauptsache, es passt alles rein.
Qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring: Vorgehen und Ablaufmodell
Und das Wichtigste: Nicht schummeln! Keine Inseln in Schubladen stopfen, in die sie eigentlich nicht gehören. Sonst gibt’s Chaos! Und wer will schon Chaos?
Am Ende habt ihr einen super-kurzen Text, der die Essenz des Originals enthält. So wie ein Mini-Rock, der alles Wichtige zeigt (bildlich gesprochen, versteht sich!).
Abb. 2.8 Ablaufmodell der kategorialen Inhaltsanalyse. (Nach Mayring
Meine (vielleicht unpopuläre) Meinung
Ich finde ja, Mayring ist total unterschätzt. Alle reden immer von komplizierten, hochtrabenden Analysemethoden. Aber manchmal ist weniger eben mehr. Manchmal will man einfach nur schnell wissen, worum es geht. Ohne stundenlang Texte zu wälzen.
Klar, es ist nicht perfekt. Man muss schon ein bisschen aufpassen, dass man nichts Wichtiges übersieht. Aber hey, niemand ist perfekt. Nicht mal Mayring.
Und ganz ehrlich? Ich glaube, die Methode ist gar nicht so schwer, wie alle tun. Man muss sich nur trauen, den Text zu zerpflücken. Und keine Angst vor dem Komplizierten Namen haben.
Abb. 2.8 Ablaufmodell der kategorialen Inhaltsanalyse. (Nach Mayring
Also, das nächste Mal, wenn ihr einen riesigen Text vor euch habt und keine Ahnung, wo ihr anfangen sollt: Probiert's doch mal mit Zusammenfassende Inhaltsanalyse nach Mayring. Vielleicht werdet ihr ja auch Fans. Oder zumindest überrascht, wie einfach es sein kann, einen Text auf das Wesentliche zu reduzieren.
Und falls nicht? Dann habt ihr zumindest einen coolen Namen, mit dem ihr auf der nächsten Party angeben könnt. "Ich habe gerade eine Zusammenfassende Inhaltsanalyse nach Mayring durchgeführt!" Klingt doch beeindruckend, oder?