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Wie Sieht Ein Fieberkrampf Aus


Wie Sieht Ein Fieberkrampf Aus

Ich erinnere mich noch gut an den Tag, als meine Nichte, damals knapp zwei Jahre alt, plötzlich ganz komisch wurde. Sie war fiebrig, klar, aber dann fing sie an zu zucken. Ihre Augen verdrehten sich, und sie war nicht mehr ansprechbar. Panik pur! Ich dachte, sie erstickt gleich! Zum Glück war meine Schwester da und wusste sofort, was los war: ein Fieberkrampf. Aber was genau ist das eigentlich, und wie sieht so ein Ding aus? Das fragt man sich dann ja doch...

Lasst uns das mal auseinandernehmen. Ein Fieberkrampf ist, ganz einfach gesagt, ein Krampfanfall, der durch hohes Fieber ausgelöst wird. Und ja, das klingt beängstigend, aber meistens ist es nicht gefährlich. (Trotzdem: Arzt aufsuchen ist Pflicht! Aber dazu später mehr.)

Was passiert da eigentlich im Körper?

Stellt euch vor, euer Gehirn ist wie ein riesiges Orchester. Alle Instrumente – in dem Fall die Nervenzellen – müssen synchron spielen, damit eine Melodie entsteht. Beim Fieberkrampf gerät dieses Orchester durcheinander. Das Fieber – meistens über 39 Grad Celsius – bringt die Nervenzellen dazu, plötzlich und unkontrolliert Signale abzufeuern. Das Resultat: ein Krampfanfall.

Warum das passiert, ist noch nicht ganz klar. Man vermutet eine Kombination aus genetischer Veranlagung und der Reaktion des Körpers auf das Fieber. Manche Kinder sind einfach anfälliger dafür. (Genau wie manche Leute leichter Sonnenbrand bekommen, oder?)

Wie sieht so ein Fieberkrampf aus?

Das ist die Millionen-Dollar-Frage! Und die Antwort ist: Es kann ganz unterschiedlich sein. Aber hier sind ein paar typische Anzeichen:

Was ist ein Fieberkrampf? - netDoktor.de
Was ist ein Fieberkrampf? - netDoktor.de
  • Bewusstlosigkeit: Das Kind ist nicht ansprechbar und reagiert nicht auf Ansprache oder Berührung.
  • Versteifung des Körpers: Oft strecken sich die Arme und Beine steif aus.
  • Zuckungen: Die Muskeln zucken rhythmisch. Das kann den ganzen Körper betreffen oder nur einzelne Körperteile.
  • Verdrehen der Augen: Die Augen können sich nach oben oder zur Seite verdrehen.
  • Atemstillstand: Das Kind kann kurzzeitig aufhören zu atmen oder nur schwer atmen. Das ist natürlich das Beängstigendste!
  • Bläuliche Verfärbung der Haut (Zyanose): Durch den Sauerstoffmangel kann sich die Haut bläulich verfärben, besonders im Gesicht.

Wichtig: Nicht jedes Kind zeigt alle Symptome! Manchmal sind es nur leichte Zuckungen oder ein kurzer Bewusstseinsverlust. Und auch die Dauer des Anfalls variiert. Meistens dauert er nur wenige Minuten, aber er kann sich wie eine Ewigkeit anfühlen, wenn man hilflos daneben steht. Glaubt mir, ich weiß, wovon ich rede!

Was tun, wenn es passiert?

Okay, tief durchatmen! Panik hilft niemandem. Hier sind die wichtigsten Schritte:

Fieberkrämpfe | Apotheken Umschau
Fieberkrämpfe | Apotheken Umschau
  • Ruhe bewahren: Ich weiß, leichter gesagt als getan, aber versucht, ruhig zu bleiben und dem Kind Sicherheit zu vermitteln, auch wenn es bewusstlos ist.
  • Kind schützen: Legt das Kind auf eine weiche Unterlage und entfernt gefährliche Gegenstände in der Umgebung, damit es sich nicht verletzt.
  • Nicht festhalten: Lasst das Kind krampfen! Ihr könnt den Anfall nicht aufhalten, und wenn ihr versucht, das Kind festzuhalten, könnt ihr es verletzen.
  • Atemwege freihalten: Dreht das Kind auf die Seite, damit Speichel oder Erbrochenes abfließen kann.
  • Zeit stoppen: Achtet darauf, wie lange der Anfall dauert. Das ist wichtig für den Arzt!
  • Arzt rufen: Ruft sofort den Notarzt, wenn der Anfall länger als fünf Minuten dauert oder wenn das Kind nach dem Anfall nicht schnell wieder zu sich kommt. Auch wenn es der erste Fieberkrampf ist, solltet ihr unbedingt einen Arzt aufsuchen!

Und noch was: Keine Medikamente während des Anfalls! Ihr könnt dem Kind nichts in den Mund geben, da es sich verschlucken könnte.

Und was passiert danach?

Nach dem Anfall ist das Kind meistens erschöpft und schläfrig. Lasst es sich ausruhen und gebt ihm viel Liebe und Zuneigung. Und vergesst nicht den Arztbesuch! Der Arzt wird das Kind untersuchen und die Ursache des Fiebers herausfinden. Er kann euch auch Tipps geben, wie ihr zukünftige Anfälle vermeiden könnt. (Zum Beispiel, indem ihr das Fieber frühzeitig senkt.)

Fieberkrämpfe sind zwar beängstigend, aber meistens harmlos. Sie sind ein Zeichen, dass das Gehirn des Kindes empfindlich auf Fieber reagiert. Aber mit dem richtigen Wissen und der richtigen Vorbereitung könnt ihr ruhig bleiben und eurem Kind helfen. Und denkt dran: Ihr seid nicht allein! Viele Eltern haben das schon erlebt. (Und wenn ihr euch unsicher seid, lieber einmal zu viel den Arzt rufen als einmal zu wenig!) So, jetzt wisst ihr Bescheid. Bleibt entspannt und passt gut auf eure Kleinen auf!

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