Wie Schreibt Man Eine Formelle Email

Eine formelle E-Mail zu schreiben, mag auf den ersten Blick einschüchternd wirken. Doch mit den richtigen Richtlinien und etwas Übung wird es Ihnen bald leichtfallen, professionelle und wirkungsvolle Nachrichten zu verfassen. Der Schlüssel liegt darin, den Zweck und die Zielgruppe Ihrer E-Mail genau zu kennen und Ihre Nachricht entsprechend zu strukturieren.
Zweck und Zielgruppe verstehen
Bevor Sie überhaupt mit dem Schreiben beginnen, sollten Sie sich folgende Fragen stellen:
- Was ist das Ziel meiner E-Mail? Möchte ich Informationen anfordern, mich bewerben, mich beschweren oder etwas bestätigen?
- Wer ist mein Empfänger? Ist es ein Vorgesetzter, ein potenzieller Arbeitgeber, ein Kunde oder eine unbekannte Person?
Die Antworten auf diese Fragen bestimmen den Ton, den Inhalt und die Formatierung Ihrer E-Mail. Eine E-Mail an den CEO eines Unternehmens wird anders aussehen als eine an einen Kollegen.
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Der überzeugende Einstieg: Der Hook
Der erste Eindruck zählt! Beginnen Sie Ihre E-Mail mit einem starken und klaren Einstieg. Vermeiden Sie vage Formulierungen und kommen Sie schnell auf den Punkt.
Hier sind einige Beispiele für überzeugende Hooks:
- Direkte Ansprache: "Sehr geehrte/r Frau/Herr [Nachname], bezugnehmend auf unser Telefongespräch vom [Datum]..."
- Zweckorientiert: "Sehr geehrte/r Frau/Herr [Nachname], ich schreibe Ihnen, um mich für die Position als [Position] in Ihrem Unternehmen zu bewerben."
- Dankbarkeit: "Sehr geehrte/r Frau/Herr [Nachname], vielen Dank für Ihre Zeit und Mühe, die Sie in unser Projekt investiert haben."
Wichtig: Verwenden Sie immer die korrekte Anrede. "Sehr geehrte Frau..." oder "Sehr geehrter Herr..." sind die gängigsten und sichersten Optionen. Wenn Sie den Namen des Empfängers nicht kennen, verwenden Sie "Sehr geehrte Damen und Herren".

Klarheit und Struktur sind Trumpf
Eine formelle E-Mail sollte immer klar und strukturiert sein. Vermeiden Sie lange, verschachtelte Sätze und halten Sie Ihre Absätze kurz und prägnant. Gliedern Sie Ihre E-Mail in sinnvolle Abschnitte, um die Lesbarkeit zu erhöhen.
Hier ist eine mögliche Struktur:
- Einleitung: Anrede und kurzer Hinweis auf den Zweck der E-Mail.
- Hauptteil: Detaillierte Ausführung des Anliegens. Gliedern Sie den Hauptteil in mehrere Absätze, um verschiedene Aspekte zu behandeln. Verwenden Sie Aufzählungszeichen oder Nummerierungen, um Informationen übersichtlich darzustellen.
- Schluss: Zusammenfassung des Anliegens, Handlungsaufforderung und Dank.
Beispiele für Formulierungen im Hauptteil:

- "Ich möchte Sie höflich bitten,..."
- "Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie..."
- "Gerne stehe ich Ihnen für weitere Fragen zur Verfügung."
Vermeiden Sie unbedingt:
- Umgangssprachliche Ausdrücke und Slang.
- Abkürzungen (es sei denn, sie sind branchenüblich und allgemein verständlich).
- Ironie oder Sarkasmus.
- Rechtschreib- und Grammatikfehler.
Tipp: Lassen Sie Ihre E-Mail vor dem Senden von jemandem Korrektur lesen.
Der wertvolle Abschluss: Mehrwert bieten
Der Schlussteil Ihrer E-Mail ist Ihre letzte Chance, einen positiven Eindruck zu hinterlassen. Bedanken Sie sich für die Zeit und Aufmerksamkeit des Empfängers und bieten Sie Ihre Hilfe an. Eine klare Handlungsaufforderung (Call-to-Action) rundet die E-Mail ab.

Beispiele für Schlussformeln:
- "Mit freundlichen Grüßen" (Standard)
- "Mit freundlichem Gruß" (etwas formeller)
- "Hochachtungsvoll" (sehr formell, nur in bestimmten Situationen angebracht)
Fügen Sie nach der Grußformel Ihren vollständigen Namen, Ihre Berufsbezeichnung und Ihre Kontaktdaten hinzu. Dies erleichtert dem Empfänger die Kontaktaufnahme.
Beispiele für Schlusssätze:

- "Ich freue mich darauf, von Ihnen zu hören."
- "Für Rückfragen stehe ich Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung."
- "Vielen Dank im Voraus für Ihre Bemühungen."
Beispiel einer kompletten Schlussformulierung:
Mit freundlichen Grüßen,
[Ihr Name]
[Ihre Berufsbezeichnung]
[Ihre Kontaktdaten]
Zusammenfassend: Die wichtigsten Punkte
Um eine erfolgreiche formelle E-Mail zu schreiben, beachten Sie folgende Punkte:
- Kennen Sie Zweck und Zielgruppe.
- Verwenden Sie eine klare und präzise Sprache.
- Achten Sie auf eine strukturierte Gliederung.
- Vermeiden Sie Umgangssprache und Fehler.
- Bieten Sie Mehrwert und formulieren Sie eine Handlungsaufforderung.
Mit diesen Tipps und etwas Übung werden Sie bald in der Lage sein, professionelle und wirkungsvolle formelle E-Mails zu verfassen, die Ihre Ziele erreichen.
Denken Sie daran: Übung macht den Meister! Je mehr E-Mails Sie schreiben, desto sicherer werden Sie im Umgang mit der formalen Korrespondenz.
