Wie Schreibt Man Bewerbung Für Praktikum

Okay, das also. Ein Praktikum. Klingt nach… Erwachsensein. Nach Verantwortung. Nach Kaffee kochen für Leute in noch erwachseneren Kostümen. Aber hey, irgendwo muss man ja anfangen, oder? Und dieser Anfang, dieser erste zaghafte Schritt in die Welt der… nun ja, Arbeit, der beginnt meistens mit einem: Bewerbungsschreiben.
Ich erinnere mich an meine erste Bewerbung. Ein Meisterwerk der Unsicherheit. Ich glaube, ich habe das Wort "proaktiv" fünfmal verwendet, obwohl ich in Wirklichkeit eher der Typ "pro-ausruhen-und-Netflix-schauen" war. Aber hey, man muss sich ja verkaufen, oder?
Das Interessante am Bewerbungsschreiben ist ja: Jeder sagt dir, es muss perfekt sein. Lebenslauf makellos, Anschreiben individuell, Zeugnisse gebügelt (okay, vielleicht nicht gebügelt, aber ihr versteht, was ich meine). Aber was, wenn ich dir sage, es geht mehr darum, du selbst zu sein? Ja, ich weiß, abgedroschen. Aber hör mir zu.
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Ich habe mal eine Bewerbung gelesen, die mit den Worten begann: "Liebe/r [Name des Personalers/der Personalerin], ich bin ehrlich: Ich brauche dieses Praktikum, weil meine Mitbewohner meinen Kühlschrank leer essen." Zugegeben, ein bisschen dreist. Aber auch… ehrlich? Und irgendwie sympathisch. Hat er den Job bekommen? Keine Ahnung. Aber ich wette, der Personaler hat zumindest geschmunzelt.
Und genau darum geht es doch, oder? Ein bisschen Menschlichkeit in dieser ganzen Maschinerie. Ein bisschen von dem, was dich ausmacht. Ein bisschen von dem, was dich eben nicht nur zu einem weiteren Namen auf einer Liste macht.

Der Lebenslauf: Mehr als nur Daten
Der Lebenslauf. Die heilige Schrift der Bewerbung. Hier listest du auf, was du alles gemacht hast, was du kannst, welche Sprachen du sprichst (und ob du wirklich fließend bist oder nur "Grundkenntnisse" hast, was meistens bedeutet, du kannst "Hallo" und "Auf Wiedersehen" sagen). Aber auch hier gibt es Spielraum für Kreativität.
Ich habe mal in einem Lebenslauf unter "Interessen" gelesen: "Schlechte Filme schauen und sie auf Twitter kommentieren." Erst dachte ich, oh je. Aber dann dachte ich, hey, das ist ehrlich! Und es zeigt, dass diese Person Humor hat und sich selbst nicht zu ernst nimmt. Und das ist doch auch etwas wert, oder?

Also, sei ehrlich. Sei du selbst. Und hab keine Angst, ein bisschen zu glänzen. Aber glänze nicht mit fremden Federn. Wenn du noch nie eine Programmiersprache angefasst hast, schreib nicht, dass du ein Coding-Genie bist. Das kommt raus. Und dann wird es peinlich.
Das Anschreiben: Die Kunst der Selbstpräsentation
Das Anschreiben. Hier darfst du wirklich zeigen, wer du bist. Hier kannst du erzählen, warum du dieses Praktikum willst. Warum gerade dieses Unternehmen. Und warum gerade du der oder die Richtige bist.
Aber Achtung: Nicht zu viel "Ich" und zu wenig "Wir". Es geht nicht nur darum, was du willst, sondern auch darum, was du dem Unternehmen bieten kannst. Denk darüber nach. Was sind deine Stärken? Wie kannst du dem Team helfen? Und was lernst du gerne Neues?

Und vergiss nicht: Die Rechtschreibung. Die ist wichtig. Sehr wichtig. Lass jemanden Korrektur lesen. Am besten jemanden, der gut in Deutsch ist. Und der ehrlich ist. Denn ein Rechtschreibfehler in der Bewerbung ist wie ein Fleck auf einem weißen Hemd. Er sticht sofort ins Auge.
"Sei mutig, sei kreativ, sei du selbst. Und vergiss nicht, ein bisschen Humor schadet nie."
Ich erinnere mich, als ich mich bei Google bewarb. Ich habe mein Anschreiben mit einem kleinen Witz über Algorithmen begonnen. Ich habe den Job natürlich nicht bekommen. Aber ich habe eine nette Absage bekommen. Und das ist doch auch schon mal was, oder?

Also, los geht's. Schreib deine Bewerbung. Sei mutig, sei kreativ, sei du selbst. Und vergiss nicht, ein bisschen Humor schadet nie. Und wer weiß, vielleicht kochst du schon bald Kaffee für Leute in noch erwachseneren Kostümen. Aber hey, du hast es geschafft. Du hast den ersten Schritt gemacht. Und das ist doch der wichtigste, oder?
Und noch ein Tipp: Frag Freunde, Familie, oder sogar dein Haustier (okay, vielleicht nicht dein Haustier, aber du verstehst den Punkt) um Feedback. Eine frische Perspektive kann Wunder wirken.
Viel Glück bei deiner Bewerbung! Und denk dran: Auch wenn es nicht klappt, ist das kein Weltuntergang. Es gibt noch viele andere Praktika. Und viele andere Kühlschränke, die darauf warten, leer gegessen zu werden.
