Warum Muss Ich Oft Pinkeln

Kennen wir das nicht alle? Man sitzt gemütlich auf dem Sofa, der Lieblingsfilm läuft, die Chipstüte ist griffbereit... und BAMM! Die Blase meldet sich mit Nachdruck. "Ich muss Pipi!" Seufz. Und das ist ja nicht das erste Mal heute. Man fragt sich: Warum muss ich eigentlich so oft?
Der "Ich-bin-ein-wandelndes-Wasserwerk"-Lifestyle
Okay, vielleicht übertreibe ich ein bisschen. Aber mal ehrlich, manchmal fühlt es sich doch so an, oder? Da trinkt man einen Schluck Wasser, und gefühlt fünf Minuten später rennt man schon wieder aufs Klo. Andere können literweise trinken und scheinen unberührt. Wo ist die Gerechtigkeit?!
Der Kaffee-Effekt (Aka: Der Verräter)
Ach, der Kaffee! Der Lebensretter am Morgen, der Wachmacher am Nachmittag... und der Blasen-Beschleuniger den ganzen Tag. Kaffee ist ja bekanntlich harntreibend. Das heißt, er kurbelt die Nierenfunktion an und sorgt dafür, dass wir schneller Flüssigkeit ausscheiden. Also, wer sich wundert, warum er nach dem dritten Kaffee plötzlich sprinten muss, der sollte vielleicht mal überdenken, ob er nicht lieber auf Kräutertee umsteigt. (Oder einfach damit leben, ist ja auch okay!)
Must Read
Es ist wie bei einem Marathon: Man plant seine Trinkpausen sorgfältig, nur um dann festzustellen, dass die Blase eigene Pläne hat. Manchmal ist sie der Usain Bolt unter den Körperteilen.
Die unterschätzte Macht der Gurke
Ja, richtig gelesen! Die Gurke! Dieses unscheinbare Gemüse, das so oft im Salat landet, besteht zu einem Großteil aus Wasser. Und was passiert, wenn man viel Wasser zu sich nimmt? Richtig! Man muss öfter Pipi. Das Gleiche gilt übrigens für Wassermelone, Erdbeeren und all die anderen leckeren, wasserreichen Früchte. Der Körper ist ja kein Zauberer, er muss die ganze Flüssigkeit ja auch wieder loswerden.

"Ich schwöre, ich habe gestern nur eine Gurke gegessen und war den ganzen Tag auf der Toilette!" - Eine leicht dramatisierende Freundin
Die psychologische Komponente (Aka: Die Einbildung)
Manchmal ist es aber auch reine Kopfsache. Da denkt man den ganzen Tag nicht ans Pipi machen, aber sobald man sich vornimmt, ins Kino zu gehen (oder in ein langes Meeting), fängt die Blase an, Theater zu machen. "Ich muss jetzt! Unbedingt! Sonst platze ich!" Vermutlich ist es die Angst, etwas zu verpassen oder nicht rechtzeitig auf Toilette zu können, die uns da einen Streich spielt. Der Körper ist halt ein kleiner Angsthase.
Es ist wie beim berühmten Pawlowschen Hund: Klingelzeichen (Filmbeginn) = Sabbern (Pipi-Drang). Ein Teufelskreis!

Die "Ich-habe-vergessen-zu-trinken"-Falle
Paradoxerweise kann es auch sein, dass man öfter muss, wenn man zu wenig trinkt! Klingt komisch, ist aber so. Wenn der Körper dehydriert ist, konzentriert er den Urin. Das kann die Blase reizen und zu häufigerem Harndrang führen. Also, lieber regelmäßig trinken, auch wenn man gerade keine Lust hat. Die Blase wird es danken!
Merke: Wer selten trinkt, muss dann umso öfter rennen. Das ist wie bei einem alten Auto: Wenn man es vernachlässigt, streikt es irgendwann.

Die gute Nachricht (Ja, es gibt eine!)
Es gibt ja nicht nur schlechte Nachrichten. Erstens: Es ist völlig normal, zwischen sechs und acht Mal am Tag auf die Toilette zu gehen. Zweitens: Es gibt Blasentraining! Ja, richtig gelesen! Man kann seine Blase trainieren, den Harndrang etwas hinauszuzögern. Einfach mal versuchen, den Toilettengang ein paar Minuten hinauszuzögern. Aber bitte nicht übertreiben! Sonst geht's schief...
Und drittens: Man ist mit diesem Problem nicht allein! Wir alle kennen das Gefühl, wenn die Blase mal wieder die Regie übernimmt. Also, Kopf hoch und einfach mit Humor nehmen! Und vielleicht doch lieber noch einen Kräutertee bestellen. 😉
