Warum Gibt Es Eine Beitragsbemessungsgrenze

Hand aufs Herz: Findet ihr die Beitragsbemessungsgrenze auch manchmal... komisch? Ich meine, wir alle zahlen brav unsere Sozialversicherungsbeiträge, oder? Aber ab einem gewissen Einkommen heißt es dann plötzlich: "Stopp! Mehr brauchst du nicht einzahlen."
Klar, es gibt Gründe dafür. Irgendwas mit Solidarität und so. Aber mal ehrlich, wer von uns hat die Beitragsbemessungsgrenze wirklich verstanden? Ich jedenfalls nicht. Ich stelle mir da immer so ein Stoppschild vor, das der Staat hochhält und sagt: "So, genug gespendet für heute!"
Das Mysterium Beitragsbemessungsgrenze
Die Beitragsbemessungsgrenze. Allein das Wort klingt schon bürokratisch und ein bisschen einschläfernd. Sie bestimmt, bis zu welchem Einkommen Beiträge zur Renten-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung gezahlt werden müssen. Verdient man mehr, bleibt der Teil darüber beitragsfrei.
Must Read
Warum das Ganze? Vereinfacht gesagt, soll es verhindern, dass Spitzenverdiener unverhältnismäßig hohe Beiträge zahlen. Klingt erstmal fair, oder? Aber dann kommt der kleine Teufel auf meiner Schulter und flüstert: "Aber ist das wirklich gerecht?"
Ich meine, klar, es ist nett, wenn jemand mit einem sechstelligen Gehalt nicht noch mehr Sozialabgaben leisten muss. Aber profitiert nicht auch die Gesellschaft davon, wenn mehr Geld in die Sozialsysteme fließt?

Jetzt kommt meine unpopuläre Meinung: Sollten wir die Beitragsbemessungsgrenze vielleicht einfach abschaffen? Oder zumindest anheben? Stellt euch vor, was wir mit dem zusätzlichen Geld alles anstellen könnten! Bessere Bildung, mehr Pflegekräfte, stabilere Renten... die Möglichkeiten sind endlos!
Ein Gedankenspiel
Lasst uns kurz träumen. Stellen wir uns vor, Angela Merkel, oder besser gesagt, ihr damaliges Gehalt, hätte auch über der Beitragsbemessungsgrenze hinaus Beiträge gezahlt. Wäre das nicht ein schönes Zeichen der Solidarität gewesen? Vielleicht hätte sie ja gesagt: "Ich verdiene genug, ich kann das locker stemmen!"
Ich weiß, ich weiß, das ist utopisch. Aber träumen darf man ja wohl noch, oder? Und vielleicht würde sich der eine oder andere Gutverdiener dann auch denken: "Hey, wenn die Kanzlerin das macht, kann ich das auch!"

Natürlich gibt es auch Gegenargumente. Die Befürchtung ist, dass höhere Abgaben die Leistungsbereitschaft schmälern. Wer viel verdient, soll auch viel behalten dürfen, damit er motiviert bleibt. Aber ist das wirklich so? Oder ist es nicht auch motivierend, zu wissen, dass man einen Beitrag zu einer besseren Gesellschaft leistet?
Die Frage der Gerechtigkeit
Am Ende läuft alles auf die Frage der Gerechtigkeit hinaus. Ist es gerecht, dass jemand mit einem hohen Einkommen weniger prozentualen Anteil seines Einkommens in die Sozialsysteme einzahlt als jemand mit einem niedrigen Einkommen?

Ich behaupte: Nein. Und ich finde, wir sollten diese Diskussion offen und ehrlich führen. Ohne Angst vor "Neiddebatten". Denn Neid ist das eine, Gerechtigkeit das andere.
Ich will hier niemanden an den Pranger stellen. Ich will nur zum Nachdenken anregen. Und vielleicht ein kleines bisschen provozieren. Denn manchmal braucht es ja einen kleinen Anstoß, um festgefahrene Denkmuster aufzubrechen.
Ein Plädoyer für mehr Solidarität
Mein Plädoyer ist ganz einfach: Mehr Solidarität. Mehr Verantwortung. Und vielleicht, nur vielleicht, die Abschaffung oder Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze. Oder zumindest eine ehrliche Diskussion darüber.

Denkt mal drüber nach. Und vielleicht, ganz vielleicht, sind wir uns ja gar nicht so uneinig, wie wir denken. Schließlich wollen wir doch alle in einer Gesellschaft leben, in der es fair zugeht. Oder etwa nicht?
Und wer weiß, vielleicht liest das ja auch irgendwann mal ein Politiker und denkt sich: "Hoppla, da hat aber jemand einen Punkt!" Die Hoffnung stirbt zuletzt, oder?
Also, was meint ihr? Bin ich mit meiner Meinung total daneben? Oder gibt es vielleicht doch ein paar von euch, die insgeheim zustimmen? Verratet es mir! (Aber bitte nicht petzen, wenn mein Chef das liest... 😉)
