Tales Of Zestiria The X Staffel 1

Okay, lasst uns mal über Tales of Zestiria the X Staffel 1 quatschen. Wisst ihr, wie es ist, wenn ihr ein total tolles Videospiel spielt und euch denkt: "Mann, das wäre doch der Hammer als Anime!"? Genau das ist hier irgendwie passiert. Nur, dass das Ergebnis... sagen wir mal... interessant war.
So 'ne Art Mittelalterlicher Roadtrip mit Monstern
Stellt euch vor, ihr seid mit euren besten Freunden auf einem Roadtrip. Nur, dass ihr anstatt eines VW-Busses ein paar Drachen habt (nicht wirklich, aber die Spezialeffekte sind beeindruckend genug), und anstatt Staus habt ihr es mit riesigen, grummeligen Monstern zu tun. Und statt des üblichen "Wer kriegt das letzte Stück Pizza?"-Dramas, müsst ihr die Welt vor der Dunkelheit retten. Klingt nach 'nem typischen Samstag, oder?
Die Geschichte dreht sich um Sorey, diesen super netten Typen, der Gottesritter werden will. Klingt erstmal total episch und nach viel Arbeit, aber eigentlich ist er einfach nur ein gutherziger Mensch, der anderen helfen will. So wie der Nachbar, der immer hilft, wenn man 'ne Reifenpanne hat. Nur, dass Sorey eben Dämonen mit 'ner Art spiritueller Superkraft plattmacht.
Must Read
Und dann ist da noch Mikleo, Soreys bester Freund und eine Art Sidekick mit einem IQ, der höher ist als meine Stromrechnung im Winter. Er ist der rationale Part der beiden, der immer darauf achtet, dass Sorey nicht totalen Blödsinn anstellt. Erinnert mich an meinen Kumpel, der immer dafür sorgt, dass ich nach der dritten Margarita nicht versuche, Karaoke zu singen.
Animation, die dich umhaut (oder verwirrt)
Eins muss man Tales of Zestiria the X lassen: Die Animation ist der absolute Wahnsinn! Die Kämpfe sind so flüssig und detailreich, dass man sich fühlt, als würde man ein cooles Videospiel spielen. Es ist wie bei einem Feuerwerk, nur dass die Explosionen aus Schwertern und Magie bestehen. Manchmal ist es aber auch so übertrieben, dass man sich fragt, ob man gerade einen Werbespot für Haarspray sieht, weil die Haare der Charaktere in jeder Szene perfekt sitzen.

Allerdings kann die Geschichte manchmal etwas... sprunghaft sein. Es ist, als würde man versuchen, einen Kuchen nach einem Rezept zu backen, das mitten drin ein paar Seiten vermissen lässt. Man versteht schon irgendwie, was passiert, aber man fragt sich trotzdem: "Hä? Wo kommt das jetzt her?"
Charaktere, die man lieben (oder tolerieren) lernt
Die Charaktere sind 'ne bunte Mischung aus Klischees und Originalität. Du hast den heldenhaften Protagonisten, die schlagfertige Prinzessin (natürlich mit 'ner tragischen Hintergrundgeschichte), den weisen Mentor und den komischen Sidekick. Das ist so 'ne typische WG-Besetzung, nur dass sie zusammen die Welt retten müssen.

Manche Charaktere wachsen einem echt ans Herz. Andere... naja, sagen wir mal, man toleriert sie, weil sie eben zur Gruppe gehören. So wie der Onkel, der immer die gleichen Witze erzählt. Man rollt zwar innerlich mit den Augen, aber man weiß ja, dass er es nicht böse meint.
Fazit: Tales of Zestiria the X Staffel 1 ist wie 'ne Tüte gemischter Süßigkeiten. Es gibt leckere Sachen, die man liebt, und es gibt Sachen, die man lieber gleich wieder ausspucken würde. Aber insgesamt ist es ein unterhaltsames Abenteuer mit starken visuellen Effekten und einer Prise Humor. Wenn ihr auf epische Fantasy-Geschichten mit 'ner ordentlichen Portion Anime-Kitsch steht, dann solltet ihr definitiv mal reinschauen. Aber erwartet keine tiefgründige Story à la Dostojewski. Es ist eher wie ein Popcorn-Kino-Abend mit Freunden. Und das ist ja auch mal ganz nett, oder?
Also, schnappt euch 'ne Tüte Chips, macht es euch gemütlich und lasst euch von Sorey und seiner Truppe auf eine abenteuerliche Reise mitnehmen. Und vergesst nicht: Auch wenn die Welt manchmal verrückt spielt, ist es am Ende die Freundschaft, die zählt. So wie im echten Leben eben auch. Viel Spaß!
