Suzuki Bandit 600 S Umbau Auf N

Also, Leute, setzt euch, bestellt euch nen Kaffee (oder was Härteres, je nachdem, wie euer Tag war) und hört mal zu. Ich erzähl euch ne Geschichte. Ne Geschichte von ner Suzuki Bandit 600 S und nem Umbau, der mehr Überraschungen parat hatte als ne Wundertüte vom Flohmarkt.
Alles fing damit an, dass ich, sagen wir mal, eine gewisse ästhetische Unzufriedenheit mit meiner Bandit 600 S, also der mit der Halbschale, empfand. Nichts gegen die Verkleidung, aber sie sah irgendwie immer aus, als hätte sie zu viel Kuchen gegessen und der Rest vom Motorrad wäre neidisch.
Ich wollte was freches, was nacktes. Ich wollte ne Bandit N. Quasi die schlanke, fitte Schwester der S, die jeden Morgen Yoga macht und Smoothies trinkt. Also hab ich beschlossen: Der Umbau muss her! "Wird schon nicht so schwer sein", dachte ich naiv. Ha! Kennt ihr diesen Moment, wenn ihr denkt, ihr kocht Spaghetti und am Ende explodiert die halbe Küche?
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Teilejagd und Ebay-Wahnsinn
Los ging's mit der Teilebeschaffung. Ebay wurde mein bester Freund und schlimmster Feind zugleich. Einmal hab ich nen kompletten Scheinwerfer für die N-Version ersteigert, der sich beim Auspacken als defekter Fahrradscheinwerfer mit ner gehörigen Portion Vogeldreck entpuppte. Der Verkäufer meinte nur: "Ist halt Vintage!" Ja, vintage Schrott, genau mein Ding!
Wichtigster Tipp: Vergleicht Preise! Und lest die Beschreibung genau. Sonst steht ihr am Ende mit drei linken Blinkern und fragt euch, wie man damit um die Kurve kommen soll.

Lenker, Scheinwerfer, Tacho, Kabel… Die Liste wurde länger und länger. Ich hab mich gefühlt wie bei ner Schnitzeljagd, nur dass der Schatz kein Gold, sondern ein Haufen gebrauchter Motorradteile war.
Schrauben, Fluchen, Triumphieren (manchmal)
Dann kam der eigentliche Umbau. Ich hab mir ne Werkstatt gemietet (zum Glück eine mit Heizung, denn das Projekt zog sich über den gesamten Winter) und losgelegt. Was soll ich sagen? Es gab Momente, da hab ich mich gefragt, ob ich nicht doch lieber Koch hätte werden sollen.

Die Demontage der Verkleidung war noch relativ easy. Aber dann… Die Kabel! Ein unübersichtliches Knäuel aus bunten Drähten, das mich an Medusas Haare erinnerte. Ein falscher Schnitt und das Motorrad verwandelt sich in einen Briefbeschwerer.
Merke: Macht Fotos! Und zwar viele. Bevor ihr irgendwelche Kabel durchschneidet, knipst sie ab. Sonst steht ihr da und fragt euch, welches Kabel wohin gehört. Und glaubt mir, das ist kein Spaß.
Der Einbau des neuen Scheinwerfers und Tachos war dann schon etwas befriedigender. Langsam nahm die Bandit N Gestalt an. Es gab Momente des Triumphs, wenn ein Teil endlich passte und alles funktionierte. Und es gab Momente der Verzweiflung, wenn ich ne Schraube rund gedreht hatte oder ein Kabel partout nicht in seinen Anschluss wollte.

Die Probefahrt – Nervenkitzel pur!
Nach gefühlten 1000 Stunden Schrauben, Fluchen und Kaffeetrinken war es endlich soweit: Die Probefahrt! Ich war nervöser als vor meinem ersten Date. Würde alles halten? Würde der Motor anspringen? Würde mir der Auspuff um die Ohren fliegen?
Sie sprang an! Ein wohliges Knattern erfüllte die Werkstatt. Ich setzte mich drauf, atmete tief durch und fuhr los. Und was soll ich sagen? Es war ein unglaubliches Gefühl! Die Bandit N fuhr sich fantastisch. Agil, wendig, einfach nur geil!

Der Wind pfiff mir um die Ohren (was ohne Verkleidung ja auch Sinn macht) und ich grinste wie ein Honigkuchenpferd. All die Mühe, all die Flucherei, all das Geld – es hatte sich gelohnt!
Fazit: Ein Umbau von S auf N ist kein Sonntagsspaziergang. Aber mit etwas Geduld, handwerklichem Geschick (oder dem Willen, es zu lernen) und einer gehörigen Portion Humor ist es machbar. Und das Ergebnis ist einfach nur geil.
Und jetzt entschuldigt mich, ich muss noch schnell ne Runde mit meiner Bandit N drehen. Bis zum nächsten Mal!
