Self Assessment Module 2
Okay, lasst uns ehrlich sein. Modul 2 zur Selbstbewertung. Wer hat nicht innerlich geseufzt? Ich schon. Und ich wette, du auch. Das ist meine... sagen wir mal... eigene Interpretation.
Ich behaupte mal ganz frech: Die Fragen. Sind sie nicht manchmal... naja... etwas offensichtlich? "Bist du ein Teamplayer?" Wer antwortet da mit "Nein"?! Außer vielleicht mein Kater, der definitiv ein Einzelgänger ist.
Die "Ehrlichkeit"
Must Read
Seien wir ehrlich, keiner ist 100% ehrlich. Wir alle neigen dazu, uns ein bisschen... schöner darzustellen. Ein bisschen polierter. Ist das schlimm? Nö. Solange wir nicht komplett im Reich der Fantasie abtauchen. Aber wer gibt schon gerne zu, dass er manchmal die Kaffeetasse im Büro stehen lässt, bis sie anfängt, eine eigene Lebensform zu entwickeln?
"Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Besserung." - Irgendein schlauer Mensch (wahrscheinlich)

Klar, Selbsterkenntnis ist wichtig. Aber muss es immer so... ernst sein? Ich meine, wir bewerten uns ja ständig selbst. Beim Blick in den Spiegel ("Brauche ich wirklich noch ein Stück Kuchen?") oder beim Verfassen einer E-Mail ("Klingt das zu aggressiv?").
Die "Verbesserungsvorschläge"
Und dann kommen die Verbesserungsvorschläge. "Du könntest dich besser organisieren!" Danke, Modul 2. Das wusste ich auch schon. Aber wo fange ich an? Soll ich meine Socken nach Farben sortieren? Ein Bullet Journal anlegen? Vielleicht sollte ich einfach ein professionelles Aufräumteam engagieren. Wäre auch eine Option.

Es ist ja nicht so, dass wir nicht besser werden wollen. Aber die Module suggerieren oft, dass wir ein komplettes Makeover unserer Persönlichkeit brauchen. Dabei sind es oft die kleinen Dinge, die zählen. Zum Beispiel, nicht mehr die Kaffeetasse stehen zu lassen. Oder zumindest ein bisschen öfter.
Ich behaupte ja, dass wir alle ein bisschen chaotisch, ein bisschen unorganisiert und ein bisschen... menschlich sind. Und das ist okay. Perfektion ist langweilig.
Das "Potenzial"

Jedes Modul betont unser "Potenzial". Wir haben so viel Potenzial! Wir könnten die Welt retten, ein Unternehmen gründen oder zumindest einen Marathon laufen! Aber was, wenn ich einfach nur ein gutes Buch lesen und ein Nickerchen machen will? Ist das auch okay? Ich finde schon. Potenzial ist super, aber manchmal muss man auch einfach mal chillen.
Die Module zeigen immer auf, dass wir noch so viel lernen müssen und können. Aber was, wenn ich schon genug gelernt habe? Was, wenn ich einfach zufrieden bin mit dem, was ich kann? Ist das eine Option? Ich glaube, die Module wollen das nicht hören.
Und dann die ganzen Buzzwords! Resilienz! Agilität! Synergie! Kann man die eigentlich essen? Klingen irgendwie nach Salat. Ich bevorzuge trotzdem Pizza.

Es geht mir nicht darum, die Module schlecht zu machen. Sie haben ja auch ihre Daseinsberechtigung. Aber ich finde, man sollte sie mit einem Augenzwinkern betrachten. Und sich nicht zu sehr unter Druck setzen lassen. Wir sind alle gut genug, so wie wir sind. Mit oder ohne perfekt ausgefülltes Selbstbewertungsmodul.
Also, nächstes Mal, wenn du ein Modul zur Selbstbewertung ausfüllst, denk daran: Sei ehrlich... aber nicht zu ehrlich. Und vergiss nicht, auch über dich selbst zu lachen. Das hilft.
Und jetzt entschuldige ich mich. Ich muss meine Kaffeetasse wegbringen.
