Nach Gebärmutterentfernung Hysterektomie Vorher Nachher

Mal ehrlich, Mädels (und alle, die sich angesprochen fühlen): Die Zeit vor der Hysterektomie war... sagen wir mal... eine Achterbahnfahrt. Eine Achterbahnfahrt, die von PMS, Krämpfen und dem unaufhaltsamen Gefühl, dass die Gebärmutter eine eigene Persönlichkeit mit sehr starken (und unpraktischen) Meinungen hat, angetrieben wurde. War's das wert? Manchmal vielleicht. Die Schokolade hat ja gut geschmeckt.
Jetzt, nach Gebärmutterentfernung? Naja, es ist... ruhiger. Viel ruhiger. Fast schon zu ruhig? Okay, das ist vielleicht eine unpopuläre Meinung, aber ich vermisse die Dramatik. Ich weiß, ich weiß, klingt verrückt, oder? Aber da war eine gewisse... Regelmäßigkeit. Eine Vorhersagbarkeit. Jetzt ist alles... irgendwie... leer.
Vorher: Das Tampon-Tetris-Game
Oh Gott, die Tampon-Werbung hat uns belogen! "Sorglos und unbeschwert"? Pfft! Eher "Panisch die Handtasche durchwühlen, während man verzweifelt versucht, das richtige Tampon für die Apokalypse zu finden." Wir alle kennen das Tampon-Tetris-Game. Super-Absorbierend für Tag 1 und 2, Regular für Tag 3 und 4, und dann diese winzigen, kaum vorhandenen Dinger für die letzten Tropfen. Und wehe dem, der die Reihenfolge verwechselt! Das war wie Russisch Roulette mit Unterwäsche.
Must Read
Ich gebe zu, es war anstrengend. Es hat genervt. Es hat mich manchmal in den Wahnsinn getrieben. Aber es war auch... Teil meiner Identität. Klingt komisch, ist aber so. Diese monatliche Tortur hat uns zusammengeschweißt! (Oder zumindest mit unseren besten Freundinnen, die immer Taschentücher und Schokolade dabei hatten).
Nachher: Die Leere im Badezimmerschrank
Jetzt? Der Badezimmerschrank ist... leer. Und nicht im minimalistischen "Marie Kondo"-Sinne. Eher im "Wo ist die Hälfte meiner Sachen hin?"-Sinne. Da ist Platz für... andere Dinge. Hautpflegeprodukte, die ich mir vorher nie leisten konnte, weil ich mein ganzes Geld für Schmerzmittel ausgegeben habe. Oder... Nichts. Einfach nur... Platz. Das ist beängstigend.

Ich weiß, das klingt undankbar. Ich sollte jubeln. Ich sollte Luftsprünge machen. Ich sollte eine Party schmeißen, um den Abschied von meiner Gebärmutter zu feiern. Aber... tue ich nicht. Ich sitze hier, starre in den leeren Badezimmerschrank und denke: "Was nun?"
Die Hormon-Achterbahn: Eine Vermisste Attraktion?
Okay, vielleicht ist das der springende Punkt: Die Hormone! Vor der Hysterektomie waren sie wie eine schlecht gelaunte Band, die ohne Probeauftritt auf die Bühne gestürmt ist. Chaos pur! Heulkrämpfe über Werbespots, unkontrollierbare Essgelüste, die dazu führten, dass ich eine ganze Packung Kekse in einem Zug verdrückte... Und dann die Aggression! Wehe dem, der mir im Weg stand, wenn PMS zuschlug. Mein armer Mann hat mir wahrscheinlich ein Denkmal gebaut, als ich endlich unters Messer kam.

Jetzt? Alles stabil. Langweilig stabil. Fast schon... unnatürlich stabil. Ich weiß, viele Frauen wünschen sich das. Aber ich vermisse die Leidenschaft. Die Höhen und Tiefen. Die Tatsache, dass ich mich wenigstens einmal im Monat wie ein wildes Tier fühlen durfte. Okay, vielleicht vermisse ich nicht alles davon. Aber ein bisschen Drama im Leben hat noch niemandem geschadet, oder?
Ein Fazit (mit Augenzwinkern)
Also, was ist das Fazit nach der Gebärmutterentfernung? Es ist... kompliziert. Es ist wie mit einer Trennung: Man weiß, dass es das Richtige war, aber man vermisst trotzdem die alten Zeiten. Die guten, die schlechten, die verrückten. Vielleicht sollte ich einfach eine Selbsthilfegruppe für Frauen gründen, die ihre Gebärmutter ein bisschen vermissen. Wir könnten Tampon-Tetris spielen und uns gegenseitig mit Schokolade trösten. Wer ist dabei?
Und ganz ehrlich? Ich habe jetzt mehr Platz im Kleiderschrank, weil ich keine dunklen Hosen mehr brauche. Das ist doch schon mal was. Also, Prost, auf die neue, "gebärmutterfreie" Ära! Möge sie voller Platz, Komfort und vielleicht ein bisschen weniger Drama sein. Aber nicht zu wenig, bitte!
