Miracle In Cell Movie

Okay, Leute, mal ehrlich. Wir müssen reden. Über Miracle in Cell No. 7. Ja, genau, der Film, bei dem alle heulen. Ich meine, wirklich alle.
Ich gestehe: Ich hab' ihn auch gesehen. Und ja, es gab ein paar Tränchen. Aber... aber... ist er wirklich so ein Meisterwerk, wie alle tun?
Ich weiß, ich weiß. Unpopuläre Meinung incoming! Aber ich muss es einfach loswerden. Seid bereit für meine, sagen wir mal, "alternative" Sichtweise auf dieses Taschentuch-Massaker.
Must Read
Die manipulative Tränenmaschine
Klar, die Geschichte ist herzzerreißend. Ein unschuldiger Mann, geistig behindert, wird fälschlicherweise eines Mordes beschuldigt. Seine kleine Tochter versucht alles, um ihn zu retten. Drama pur! Aber irgendwie fühlte es sich für mich... konstruiert an.
Wisst ihr, wie manche Pop-Songs einfach die perfekte Melodie und den perfekten Text haben, um dich zum Weinen zu bringen? Miracle in Cell No. 7 ist wie so ein Song. Nur eben als Film. Er drückt alle emotionalen Knöpfe, die er finden kann. Und das mit voller Wucht.

Das ist nicht unbedingt schlecht. Aber für mich fühlte es sich ein bisschen... billig an. Wie ein Jahrmarkt, auf dem du für jedes Ziel bezahlst, das du abschießt, um einen riesigen Teddybären zu gewinnen. Nur dass der Teddybär in diesem Fall eben deine Tränen sind.
Der Overacting-Alarm
Ich sage nicht, dass die Schauspieler schlecht waren. Im Gegenteil. Der Hauptdarsteller, Ryu Seung-ryong, hat einen tollen Job gemacht. Aber manchmal war es mir einfach zu viel. Zu viel Weinen, zu viel Schreien, zu viel "Ich bin so unschuldig!"-Blicke.
Versteht mich nicht falsch, es ist eine tragische Geschichte. Aber manchmal hatte ich das Gefühl, die Schauspieler wollten uns einfach nur um jeden Preis zum Weinen bringen. Und das ist manchmal ein bisschen anstrengend. Fast so, als würden sie ständig rufen: "HEUL DOCH! HEUL JETZT!".

Vielleicht bin ich einfach nur abgestumpft. Vielleicht habe ich zu viele traurige Filme gesehen. Aber manchmal ist weniger eben mehr. Ein bisschen mehr Subtilität hätte dem Film meiner Meinung nach gut getan.
Die unrealistische Gutmütigkeit
Okay, jetzt kommt der Knackpunkt. Die anderen Gefangenen. Sie alle helfen dem armen Yong-gu (Ryu Seung-ryong). Sie schmuggeln seine Tochter ins Gefängnis. Sie riskieren ihr Leben für ihn. Sie sind im Grunde genommen alle Heilige hinter Gittern. Wirklich?
Ich weiß, dass es eine Geschichte über Hoffnung und Menschlichkeit sein soll. Aber in einem Gefängnis? Mit Schwerverbrechern? Das Ganze wirkte doch etwas weit hergeholt. Als ob alle Insassen plötzlich beschlossen hätten, einen "Tag der Nächstenliebe" zu veranstalten.

"Aber es zeigt doch, dass es auch im schlimmsten Menschen etwas Gutes gibt!"
Ja, ja, ich weiß. Aber die Dosis macht das Gift. Ein bisschen mehr Realismus hätte dem Film gut getan. Dann wäre die Botschaft vielleicht sogar noch stärker gewesen.
Das Fazit (Achtung, unpopuläre Meinung!)
Miracle in Cell No. 7 ist ein guter Film. Keine Frage. Er ist bewegend, er ist herzerwärmend (und herzzerreißend), und er hat tolle Schauspieler. Aber er ist meiner Meinung nach auch ein bisschen überbewertet. Er ist eine perfekt inszenierte Tränenmaschine, die alle emotionalen Register zieht, um dich zum Weinen zu bringen.

Und das ist in Ordnung. Wenn du einen guten Heulfilm suchst, dann bist du hier genau richtig. Aber wenn du etwas suchst, das ein bisschen mehr Tiefe und Subtilität hat, dann solltest du vielleicht weitersuchen.
Also, was meint ihr? Bin ich komplett verrückt? Oder gibt es da draußen noch jemanden, der Miracle in Cell No. 7 auch nicht ganz so perfekt findet, wie alle anderen?
Lasst es mich in den Kommentaren wissen! (Und seid nett zu mir, bitte!)
