Maslow's Hierarchy Of Motivation

Kennt ihr Maslow? Nicht der, der euch beim Umzug geholfen hat. Sondern der mit der Pyramide. Die Bedürfnispyramide, um genau zu sein. Klingt total nach Esoterik, ist aber eigentlich ganz witzig.
Angeblich müssen wir erst ganz unten anfangen, bevor wir ans Philosophieren denken können. Also: Erstmal Luft holen. Und dann: Essen!
Die Basis: Survival of the Fittest (oder so ähnlich)
Ganz unten ist das Überleben. Logisch. Hunger? Durst? Ab zum Kühlschrank! Wir sind ja schließlich keine Yogis im Himalaya. Eine Pizza ist uns lieber als spirituelle Erleuchtung, oder? Unpopuläre Meinung: Manchmal ja.
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Dann kommt Sicherheit. Ein Dach über dem Kopf. Ein Job, der nicht gleich wieder weg ist. Ein Partner, der nicht gleich mit dem Nachbarn durchbrennt. (Okay, vielleicht ist das schon eine Stufe höher). Fakt ist: Sicherheit ist wichtig. Sonst drehen wir ja durch vor lauter Angst.
Liebe und Zugehörigkeit: Wo sind meine Leute?
Okay, wir haben Essen und ein sicheres Zuhause. Was jetzt? Richtig: Freunde! Familie! Die Suche nach der großen Liebe! Also Tinder anschmeißen und los geht's. Oder doch lieber den Hund im Park ansprechen? (Funktioniert erstaunlich gut, hab ich gehört).

Wir wollen dazugehören. Wir wollen geliebt werden. Wir wollen, dass jemand unsere Witze lustig findet. (Auch wenn sie nicht lustig sind). Unpopuläre Meinung: Manchmal reicht auch einfach nur Netflix und eine Tüte Chips. Gesellschaft genug.
Anerkennung: Wer bin ich denn?
Jetzt wird's langsam ernst. Wir wollen nämlich nicht nur geliebt werden. Wir wollen auch respektiert werden. Von unseren Kollegen. Von unseren Freunden. Von uns selbst! Ein bisschen Ego-Boosting schadet nie.

Wir wollen eine Gehaltserhöhung. Wir wollen gelobt werden für unsere tollen Ideen. Wir wollen endlich diesen Marathon laufen und allen zeigen, was für Superhelden wir sind. (Oder zumindest ein Selfie davon posten).
Selbstverwirklichung: Endlich ich selbst sein!
Die Spitze der Pyramide. Hier oben wird's philosophisch. Jetzt geht es darum, unsere Talente zu entfalten. Unsere Träume zu leben. Die Welt zu verändern! (Oder zumindest ein bisschen netter zu machen).
Wir schreiben den Roman, von dem wir schon immer geträumt haben. Wir gründen die Hilfsorganisation für notleidende Hamster. Wir werden Profi-Gärtner und reden mit unseren Tomaten. (Die finden das bestimmt toll).

Und jetzt? Runterfallen?
Aber was passiert, wenn die Pyramide wackelt? Wenn der Job weg ist? Wenn der Partner Schluss macht? Wenn der Kühlschrank leer ist? Fallen wir dann wieder runter?
Maslow meinte, das kann passieren. Aber vielleicht ist die Pyramide ja gar nicht so starr, wie sie aussieht. Vielleicht können wir auch mal ein bisschen Liebe tanken, bevor wir den Hunger gestillt haben. Vielleicht können wir auch mal ein bisschen selbstverwirklichen, bevor wir die Gehaltserhöhung bekommen.

Unpopuläre Meinung: Die Pyramide ist eher ein Buffet. Wir nehmen uns das, was wir gerade brauchen. Und manchmal naschen wir auch einfach nur von der Spitze. Weil Schokolade einfach glücklich macht.
Vielleicht ist das Ganze auch einfach nur ein bisschen komplizierter als eine dreieckige Grafik. Das Leben ist eben kein Lehrbuch. Sondern eher ein chaotischer Haufen von Pizza, Liebe und Selbstfindung. Aber hey, immerhin haben wir 'ne Pyramide zum draufklettern!
Also, worauf wartet ihr noch? Ab an die Spitze! Oder zumindest zum Kühlschrank. Man muss ja irgendwo anfangen.
