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Leonce Und Lena Von Georg Büchner


Leonce Und Lena Von Georg Büchner

Okay, Leute, mal ehrlich: Wer von euch hat Leonce und Lena von Georg Büchner wirklich, wirklich geliebt? So richtig mit Herzchen in den Augen? Ich gestehe: Ich gehöre nicht dazu. Bitte werft jetzt keine faulen Tomaten!

Ich weiß, ich weiß. Büchner ist Kult. Er hat das Drama revolutioniert, blablabla. Aber dieses Stück… puh. Lasst es mich so sagen: Wenn Langeweile einen Namen hätte, wäre es vielleicht Leonce und Lena. Und das ist meine unpopuläre Meinung.

Das königliche Dilemma

Also, worum geht's überhaupt? Prinz Leonce, mega gelangweilt vom Leben, soll heiraten. Irgendeine Prinzessin Lena aus einem anderen Königreich. Er hat aber absolut keinen Bock drauf. Sie übrigens auch nicht. Stattdessen flieht er. Sie flieht. Und ratet mal, was passiert? Sie treffen sich natürlich, verlieben sich (angeblich), ohne zu wissen, wer der andere ist. Klischee Alarm!

Ich meine, ich verstehe ja, was Büchner uns sagen will. Die Sinnlosigkeit des Adels, die Oberflächlichkeit der Gesellschaft, die Suche nach dem Sinn im Leben. Tiefgründig, keine Frage. Aber muss das so… träge sein? Ich habe das Gefühl, beim Lesen die ganze Zeit Gähnen unterdrücken zu müssen.

Die Figuren: Sympathieträger? Eher nicht so

Leonce, der gelangweilte Prinz, jammert ständig rum. Lena, die gelangweilte Prinzessin, ist auch nicht besser. Sie sind beide so… unnahbar. Ich kann mich mit denen einfach nicht identifizieren. Tut mir leid, aber wenn jemand den ganzen Tag nur rumliegt und sich über seine Existenz beschwert, kriege ich schlechte Laune.

LEONCE UND LENA nach Georg Büchner in einer Fassung von Joanna Praml
LEONCE UND LENA nach Georg Büchner in einer Fassung von Joanna Praml

Und dann ist da noch Valerio, Leonces Diener. Er ist vielleicht der Einzige, der ein bisschen Witz in die Sache bringt. Aber selbst er kann das Stück nicht wirklich retten. Es ist, als ob alle Figuren in einem permanenten Zustand der Depression gefangen sind. Nicht gerade ein Stimmungsaufheller, oder?

Die Botschaft: Ja, schon verstanden…

Klar, die Botschaft des Stücks ist wichtig. Büchner kritisiert die politischen Verhältnisse seiner Zeit. Er zeigt, wie leer und bedeutungslos das Leben der Reichen und Schönen sein kann. Er stellt die Frage nach der Freiheit des Individuums. Alles superwichtig und relevant. Aber die Art und Weise, wie er das macht… nun ja, sie ist Geschmackssache. Und meiner ist es nicht so ganz.

Leonce und Lena von Georg Büchner
Leonce und Lena von Georg Büchner

Ich finde, es gibt so viele andere Stücke, die ähnliche Themen behandeln, aber viel unterhaltsamer sind. Denkt mal an Woyzeck, auch von Büchner. Das ist düster, ja, aber es hat eine unglaubliche Kraft und Intensität. Leonce und Lena wirkt dagegen wie ein müder Abklatsch.

Unpopuläre Meinung: Ich sag’s trotzdem

Ich weiß, dass ich mit dieser Meinung ziemlich alleine dastehe. Leonce und Lena ist ein Klassiker, ein Meisterwerk, ein Muss für jeden Literaturinteressierten. Aber ich kann einfach nicht anders. Ich finde das Stück langweilig. Punkt.

Georg Büchner: ‚Leonce und Lena‘
Georg Büchner: ‚Leonce und Lena‘

Vielleicht liegt es daran, dass ich lieber Geschichten mag, die mich mitreißen, die mich zum Lachen oder Weinen bringen, die mich berühren. Leonce und Lena lässt mich eher kalt. Ich sitze da und denke: „Okay, wann ist das endlich vorbei?“

Also, liebe Büchner-Fans, steinigt mich nicht gleich. Ich respektiere eure Meinung. Aber ich wollte einfach mal meine unpopuläre Meinung loswerden. Vielleicht gibt es ja doch ein paar da draußen, die heimlich zustimmen.

"Die Welt ist ein großer Automat, der von dummen Zahnrädern angetrieben wird." - Georg Büchner (und genau das fühlt man beim Lesen!)

Und jetzt seid ehrlich: Wer hat beim Lesen von Leonce und Lena auch schon mal heimlich auf die Uhr geschaut?

Leonce und Lena (2010), von Georg Büchner | Staatsschauspiel Dresden Leonce und Lena Audiobook by Georg Büchner LEONCE UND LENA - von Georg Büchner | Fievent.com | Leonce und lena

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