Krampf Im Oberschenkel Geht Nicht Weg

Oh je, da liegt man friedlich im Bett, döst schon fast ein, und dann: BÄM! Ein Krampf im Oberschenkel, so heftig, dass man am liebsten schreien würde! Kennen wir das nicht alle? Dieses Gefühl, als hätte sich ein kleiner, bösartiger Alien in den Muskel eingenistet und zieht jetzt an allen Fasern, die er finden kann?
Und dann geht er einfach nicht weg! Man dehnt und streckt, windet sich wie ein Aal auf dem Trockenen, aber der Krampf hält sich hartnäckig. Es ist, als hätte er beschlossen, hier zu bleiben und es sich gemütlich zu machen. Manchmal frage ich mich, ob er vielleicht sogar ein kleines Lagerfeuer anzündet und Marshmallows röstet.
Die unendliche Geschichte des Oberschenkelkrampfs
Was mich besonders amüsiert, ist die Bandbreite an Ratschlägen, die man in solchen Momenten bekommt. Von "mehr Magnesium!" (als ob Magnesium eine Wunderwaffe gegen Muskelmonster wäre) bis zu "Du musst mehr Wasser trinken!" (ja, Mama, ich weiß!). Jeder hat seine eigene Theorie, seine eigene Geheimwaffe im Kampf gegen den Krampf. Und oft helfen sie – gefühlt – überhaupt nicht.
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Ich erinnere mich an eine Nacht, in der mich so ein Krampf heimgesucht hat. Mein Mann, der normalerweise tief und fest schläft wie ein Murmeltier im Winterschlaf, wurde durch meine stöhnenden Laute geweckt. Er, halb im Schlaf, murmelte: "Zitrone!" Zitrone? Was zum...? Er meinte, ich solle Zitrone essen. Ja, mitten in der Nacht, mit einem Muskel, der sich anfühlt, als würde er gleich explodieren, sollte ich genüsslich in eine saure Zitrone beißen.
Ich habe es natürlich nicht gemacht. Aber die Idee, die Vorstellung davon, wie ich, das Gesicht verzogen, an einer Zitrone nuckle, während mein Bein Amok läuft, hat mich irgendwie abgelenkt. Und vielleicht, nur vielleicht, hat das bizarre Kopfkino den Krampf tatsächlich ein wenig gelindert. Manchmal helfen eben auch die seltsamsten Dinge.

"Manchmal ist der Krampf einfach nur ein kleiner Tyrann, der Aufmerksamkeit will."
Das Wichtigste ist, finde ich, nicht in Panik zu geraten. Klar, es tut höllisch weh. Aber es geht vorbei. Versprochen! Manchmal dauert es länger, manchmal kürzer, aber irgendwann lässt der Krampf von seinem Griff ab. Bis dahin kann man versuchen, sich abzulenken, zu atmen oder sich einfach vorstellen, wie der kleine Muskel-Alien von einer Horde freundlicher Muskel-Einhörner vertrieben wird.
Es gibt ja auch die Theorie, dass Krämpfe eine Art Hilferuf des Körpers sind. Vielleicht sagt er uns: "Hey, du! Ruh dich mal aus! Beweg dich mehr! Iss was Vernünftiges!" Vielleicht ist der Krampf also gar nicht unser Feind, sondern eher ein etwas ungeschickter Freund, der uns daran erinnern will, besser auf uns selbst aufzupassen.

Und manchmal, ganz ehrlich, glaube ich, dass der Krampf einfach nur ein kleiner Tyrann ist, der Aufmerksamkeit will. Ein kleiner Quälgeist, der uns ärgern will, weil er kann. Und das Einzige, was man dagegen tun kann, ist, ihn zu ignorieren und zu wissen, dass er irgendwann aufgibt und sich ein anderes Opfer sucht. Vielleicht den Oberschenkel meines Nachbarn.
Humor als Medizin?
Also, das nächste Mal, wenn dich ein Krampf im Oberschenkel überfällt, versuche es doch mal mit Humor. Stell dir vor, wie der Krampf aussieht, wie er sich fühlt, was er wohl sagen würde, wenn er sprechen könnte. Vielleicht schaffst du es sogar, ihn auszulachen! Denn eines ist sicher: Lachen ist die beste Medizin – auch gegen Muskelmonster. Und wenn alles andere fehlschlägt, hilft vielleicht doch die Zitrone. Man weiß ja nie.
Inzwischen habe ich gelernt, mit meinen nächtlichen Krampf-Besuchern zu leben. Ich betrachte sie als unerwartete Gäste, die zwar nicht unbedingt willkommen sind, aber die man auch nicht allzu ernst nehmen sollte. Und wenn der Schmerz zu groß wird, erinnere ich mich einfach an meinen Mann mit seiner Zitrone. Das bringt mich jedes Mal zum Schmunzeln. Und manchmal, ganz unerwartet, ist der Krampf dann plötzlich verschwunden. Wer weiß, vielleicht hat er ja Angst vor Zitronen.
