Komma Nach Mit Freundlichen Grüßen

Wisst ihr, ich hatte mal einen total peinlichen Moment. Ich wollte eine Bewerbung abschicken – super wichtig, Traumjob und alles. Ich hatte alles gecheckt, Rechtschreibung, Grammatik, das ganze Programm. Nur… als ich auf "Senden" gedrückt habe, fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Ich hatte vergessen, das Komma nach "Mit freundlichen Grüßen" zu setzen. Ich bin fast im Boden versunken! Ist das jetzt das Ende meiner Karriere? Hab ich alles versaut?
Okay, vielleicht etwas übertrieben, aber die Frage nach dem Komma nach der Grußformel "Mit freundlichen Grüßen" ist überraschend hartnäckig. Und mal ehrlich, wer hat sich das nicht schon mal gefragt? Also, Hand aufs Herz, wer von euch ist komplett fehlerfrei bei dieser Sache? Ich vermute, nicht viele, oder?
Die Antwort ist eigentlich ganz einfach: Es kommt kein Komma nach "Mit freundlichen Grüßen"! Punkt. Aus. Ende der Diskussion. Oder doch nicht?
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Warum kein Komma?
Früher war es tatsächlich üblich, ein Komma zu setzen. Das hing damit zusammen, dass die Grußformel als eine Art verkürzter Satz angesehen wurde. Man stelle sich vor: "Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen." Dann wäre das Komma logisch. Aber diese Zeiten sind vorbei.
Heute wird "Mit freundlichen Grüßen" als reine Grußformel betrachtet, ähnlich wie "Hallo" oder "Tschüss". Und nach "Hallo" setzen wir ja auch kein Komma, oder? (Okay, manche Leute machen das vielleicht, aber das ist dann eher ein Stilmittel und keine grammatikalische Notwendigkeit.)

Die Grußformel bildet also keinen Teil des vorherigen Satzes. Sie steht für sich und leitet den Namen des Absenders ein. Denkt einfach daran: Es ist wie eine Überschrift für eure Unterschrift.
Die Konsequenzen (oder eben nicht)
Was passiert also, wenn man das Komma trotzdem setzt? Naja, die Welt wird deswegen nicht untergehen. Die meisten Leute werden es wahrscheinlich nicht einmal bemerken. Aber es ist eben grammatikalisch falsch. Und in manchen Situationen, zum Beispiel bei einer sehr formellen Bewerbung, könnte es einen negativen Eindruck hinterlassen. (Auch wenn ich persönlich finde, dass es wichtigere Dinge gibt, auf die man bei einer Bewerbung achten sollte, als auf so ein kleines Komma...)

Stellt euch vor, ihr seid ein Deutschlehrer und lest eine Arbeit von einem eurer Schüler. Würdet ihr ihm/ihr deswegen gleich eine schlechte Note geben? Wahrscheinlich nicht. Aber ihr würdet es anmerken, oder? Und genau so ist es auch im Berufsleben: Es ist ein kleiner Fauxpas, der aber vermieden werden kann.
Eselsbrücken und Tipps
Um sich das Ganze besser zu merken, hier ein paar Eselsbrücken:

- Denkt an "Hallo" oder "Tschüss": Da kommt ja auch kein Komma dahinter.
- Stellt euch vor, "Mit freundlichen Grüßen" ist wie eine Überschrift für eure Unterschrift.
- Merkt euch einfach: Kein Komma! So einfach ist das.
Und wenn ihr euch trotzdem unsicher seid, einfach noch mal kurz googeln. Besser einmal zu viel recherchiert als einen peinlichen Fehler gemacht! (Glaubt mir, ich spreche aus Erfahrung!)
Also, das nächste Mal, wenn ihr eine E-Mail oder einen Brief schreibt, denkt daran: Kein Komma nach "Mit freundlichen Grüßen"! So könnt ihr sicherstellen, dass eure Korrespondenz nicht nur freundlich, sondern auch grammatikalisch korrekt ist. Und wer weiß, vielleicht öffnet euch das ja die ein oder andere Tür!
