Im Schlaf Verschluckt Und Fast Erstickt

Na, wer von uns kennt das nicht: Man liegt gemütlich im Bett, döst so vor sich hin und plötzlich... hust röchel... man wacht auf, weil irgendwas komisch ist. Man hat sich quasi im Schlaf verschluckt und bekommt kaum Luft. Panik pur, oder?
Klar, in den meisten Fällen ist das harmlos. Ein bisschen gehustet, ein Schluck Wasser und die Welt ist wieder in Ordnung. Aber mal ehrlich, das Gefühl ist alles andere als angenehm. Und es gibt auch Fälle, da ist die Sache ernster.
Was passiert da eigentlich?
Stellt euch vor, euer Körper ist wie eine super effiziente Fabrik. Tagsüber ist Hochbetrieb, alles läuft auf Hochtouren. Aber nachts, wenn ihr schlaft, fährt die Fabrik runter. Muskeln entspannen sich, auch die, die für das Schlucken und Atmen zuständig sind.
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Und jetzt kommt's: Wenn ihr im Schlaf Speichel, Magensäure oder sogar kleine Essensreste (ja, manchmal entwischt da doch was!) in die falsche Richtung bekommt – also in die Luftröhre statt in die Speiseröhre – dann verschluckt ihr euch. Euer Körper reagiert mit einem Hustenreflex, um den Fremdkörper loszuwerden. So weit, so gut.
Aber manchmal ist der Reflex nicht stark genug, oder der Fremdkörper zu groß. Dann kann es zu einer teilweisen oder sogar vollständigen Blockade der Atemwege kommen. Und das ist, wie wir alle wissen, kein Spaß.

Warum sollte mich das interessieren?
Ganz einfach: Weil es jeden treffen kann! Egal ob jung oder alt, gesund oder nicht. Natürlich gibt es bestimmte Risikofaktoren, aber grundsätzlich ist niemand davor gefeit, sich mal im Schlaf zu verschlucken.
Denkt mal an eure letzte Erkältung. Der Hals ist gereizt, man hustet und schnieft die ganze Zeit. Da ist die Wahrscheinlichkeit, sich im Schlaf zu verschlucken, schon deutlich höher. Oder nach einem üppigen Abendessen, wenn der Magen noch voll ist. Auch das kann zu nächtlichem Sodbrennen und somit zu einem erhöhten Risiko führen.

Und was ist mit unseren lieben Senioren? Mit zunehmendem Alter lassen die Muskeln nach, auch die Schluckmuskulatur. Das macht sie anfälliger für das Verschlucken, und die Reflexe sind oft nicht mehr so schnell. Das ist wie beim Autofahren: Im Alter braucht man einfach länger, um zu reagieren.
Was kann ich tun?
Keine Panik, wir wollen euch hier nicht unnötig Angst machen! Aber ein paar einfache Tipps können helfen, das Risiko zu minimieren:

- Schlaft nicht direkt nach dem Essen: Gebt eurem Körper Zeit, das Essen zu verdauen. Mindestens 2-3 Stunden sollten zwischen der letzten Mahlzeit und dem Zubettgehen liegen.
- Schlaft mit leicht erhöhtem Oberkörper: Das hilft, die Magensäure im Magen zu halten. Ein zusätzliches Kissen kann schon Wunder wirken.
- Vermeidet Alkohol vor dem Schlafengehen: Alkohol entspannt die Muskeln, auch die Schluckmuskulatur. Und er kann Sodbrennen fördern.
- Achtet auf eure Schlafposition: Auf dem Rücken zu schlafen kann das Risiko erhöhen, da die Zunge leichter nach hinten fallen und die Atemwege blockieren kann. Die Seitenlage ist oft besser.
- Regelmäßige Mundhygiene: Saubere Zähne und ein gesunder Mundraum können dazu beitragen, das Risiko von Infektionen und Entzündungen zu verringern, die das Schlucken beeinträchtigen könnten.
Und das Wichtigste: Kennt die Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Erstickungsanfällen! Ein paar Handgriffe können im Notfall Leben retten. Es gibt viele Kurse, die man besuchen kann, oder man informiert sich einfach mal online. Ein Erste-Hilfe-Kurs kann so nützlich sein wie ein Regenschirm an einem Regentag – man hofft, ihn nie zu brauchen, aber wenn, dann ist man froh, ihn zu haben.
Also, keine Sorge, ihr müsst jetzt nicht paranoid werden und jede Nacht mit der Angst ins Bett gehen. Aber ein bisschen Achtsamkeit und ein paar einfache Vorsichtsmaßnahmen können helfen, ruhiger zu schlafen. Und wer weiß, vielleicht verschlaft ihr dann auch mal wieder eine ganze Nacht durch, ohne von Hustenanfällen geweckt zu werden. Das wäre doch was, oder?
