Ich Wünsche Dir Das Beste Groß Oder Klein

Ach, die lieben Wünsche. Kennt ihr das? Jemand sagt "Ich wünsche dir das Beste!" Und man nickt freundlich, denkt sich aber: "Ja, ja... das sagen sie alle."
Aber mal ehrlich: Was genau bedeutet das eigentlich?
Ich habe da so meine eigene Theorie. Und sie ist vielleicht ein bisschen... sagen wir mal... unpopulär.
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Für mich ist "Ich wünsche dir das Beste" nämlich oft einfach nur eine höfliche Floskel. Nicht böse gemeint, versteht mich nicht falsch! Aber eben... leer.
Man sagt es zur Verabschiedung von Kollegen, die woandershin wechseln. Man schreibt es in Glückwunschkarten. Sogar der Paketbote grummelt es manchmal, bevor er mit deinem neuen Toaster abzischt.
Aber denk mal drüber nach: Wünschen wir diesen Leuten wirklich alles Beste?
Also, ich persönlich wünsche dem Kollegen, der mich immer mit seinen endlosen Meetings genervt hat, zum Beispiel nicht unbedingt den Jackpot im Lotto und eine Beförderung und ewige Jugend. Ein nettes Gehalt und ein Büro mit Fenster, das reicht doch völlig, oder?

Und der Tante Erna, die jedes Weihnachten fragt, wann man denn endlich heiratet, wünsche ich zwar Gesundheit, aber nicht unbedingt, dass sie jetzt noch 'ne Karriere als Influencerin startet. Ihr wisst, was ich meine.
Klingt fies? Vielleicht. Aber ist es nicht auch ein bisschen ehrlich?
Vielleicht sollten wir uns öfter mal fragen, was wir wirklich meinen, wenn wir "Ich wünsche dir das Beste" sagen.
Groß oder Klein? Das ist die Frage!
Denn das "Beste" ist ja auch relativ. Für den einen ist es die Weltherrschaft, für den anderen ein ruhiger Nachmittag mit 'nem guten Buch.
Vielleicht sollten wir lieber spezifischer werden. "Ich wünsche dir einen stressfreien Montag!" Klingt doch schon viel persönlicher, oder?
![dir - groß oder klein? • So schreibst du es richtig! · [mit Video]](https://assets.studyflix.de/storage/blobs/proxy/eyJfcmFpbHMiOnsiZGF0YSI6MTA5MzQ5LCJwdXIiOiJibG9iX2lkIn19--c1093e51bceda5928a23bab893230a0ff7046283/Thumbnail_dir_groß_oder_klein.png)
Oder: "Ich wünsche dir, dass du endlich das verdammte Regal aufgebaut kriegst!" (Okay, vielleicht nicht ganz so direkt...)
Aber ihr versteht den Punkt. Echte Wünsche kommen von Herzen. Und die sind selten pauschal.
Ich meine, stell dir vor, jemand sagt zu dir: "Ich wünsche dir das Beste!" Und du antwortest: "Was genau wünschst du mir denn?" Und der andere stammelt: "Äh... einfach alles Gute halt..."
Peinlich, oder?
Viel besser ist es doch, jemand sagt: "Ich wünsche dir, dass du im Urlaub endlich mal richtig abschalten kannst!" Da freut man sich doch gleich viel mehr.

Oder noch besser: "Ich wünsche dir, dass du im Urlaub deinen Koffer nicht verlierst!" Das ist dann schon fast liebevoll, oder?
Also, mein Plädoyer: Weg mit den leeren Floskeln! Her mit den echten, kleinen, spezifischen Wünschen!
Wünschen wir unseren Mitmenschen, dass sie den letzten Parkplatz vor der Tür finden. Dass ihr Kaffee nicht zu heiß ist. Dass sie im Supermarkt die kürzeste Schlange erwischen.
Diese kleinen Dinge machen das Leben doch erst lebenswert.
Und ganz ehrlich: Ich wünsche dir, lieber Leser, dass du heute Abend einen leckeren Feierabenddrink genießt. Und dass deine Socken im Trockner nicht verschwinden.

Ist das nicht viel schöner als einfach nur "Ich wünsche dir das Beste"?
Ich finde schon.
Und Angela Merkel hätte das bestimmt auch so gesehen.
P.S.: Wenn mir jemand den Jackpot im Lotto wünscht, nehme ich den natürlich trotzdem gerne an.
Ich bin ja nicht blöd.
