Guten Appetit Auf Englisch

Kennt ihr das? Ihr sitzt am Tisch, der Bauch knurrt lauter als ein alter VW Käfer und jemand sagt: "Guten Appetit!" Plötzlich fühlt man sich wie bei einer feierlichen Zeremonie, obwohl man eigentlich nur 'nen schnöden Toast mit Käse verdrücken will. Aber hey, Tradition muss sein, oder?
Nun, dieses "Guten Appetit" ist quasi die deutsche Version von "Enjoy your meal" oder "Bon appétit". Nur, dass es eben... deutsch ist. Direkt, pragmatisch und mit einem Hauch von erwartungsvoller Strenge. Es ist wie der freundliche, aber bestimmte Hinweis: "So, jetzt wird gegessen! Und zwar ordentlich!"
"Guten Appetit" - Mehr als nur eine Floskel
Eigentlich bedeutet "Guten Appetit" so viel wie "Ich wünsche dir, dass es dir schmeckt". Aber in der Realität ist es viel mehr als das. Es ist ein sozialer Kitt, der uns am Esstisch zusammenhält. Es ist die verbale Quittung dafür, dass man sich die Mühe gemacht hat, Essen zuzubereiten (oder zumindest zu bestellen). Und es ist ein Signal, dass man jetzt offiziell loslegen darf, ohne schief angeguckt zu werden, wenn man sich als Erster den Teller voll lädt.
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Ich erinnere mich an eine Situation bei meinen Großeltern. Oma hatte stundenlang Rouladen gekocht, die herrlich dufteten. Opa saß schon ungeduldig am Tisch und trommelte mit den Fingern. Endlich kam Oma mit dem dampfenden Topf. Sie strahlte, sagte "Guten Appetit!" und Opa stürzte sich auf die Rouladen, als gäbe es kein Morgen mehr. Der Mann hatte Hunger, das war klar!
Die internationale Verwirrung
Das Lustige ist ja, dass "Guten Appetit" im Ausland oft für ziemliche Verwirrung sorgt. Ich war mal mit einer amerikanischen Freundin in einem deutschen Restaurant. Als der Kellner "Guten Appetit" wünschte, guckte sie ihn fragend an und sagte: "You too?". Der Kellner war kurz irritiert, nickte dann aber höflich. Tja, Fettnäpfchen-Alarm! "Guten Appetit" ist eben keine Frage, sondern ein Wunsch.

Oder stellt euch vor, ihr seid mit einem Engländer essen. Ihr sagt "Guten Appetit!" und er antwortet mit "Thank you!". Das ist zwar höflich, aber irgendwie auch... falsch. In England sagt man einfach "Enjoy!" oder "Enjoy your meal!". Kein Problem, aber gewöhnungsbedürftig.
Alternativen und lustige Variationen
Manchmal, wenn mir "Guten Appetit" zu formell vorkommt, greife ich zu Alternativen. "Lasst es euch schmecken!" oder "Haut rein!" sind da meine Favoriten. Oder, wenn es besonders schnell gehen muss: "Mahlzeit!". Das ist kurz, knackig und signalisiert: "Wir haben alle Hunger, also los!"

Und dann gibt es noch die lustigen Variationen. "Guten Hunger!" (obwohl man ja eigentlich Appetit haben soll) oder "Fröhliches Verknuspern!" (eher ironisch gemeint). Die Hauptsache ist doch, dass alle gut gelaunt sind und das Essen genießen.
Fazit: "Guten Appetit" mit einem Augenzwinkern
Also, Leute, lasst uns "Guten Appetit" nicht zu ernst nehmen. Es ist ein netter Brauch, der das Essen ein bisschen feierlicher macht. Aber es ist auch okay, wenn man mal "Enjoy!" oder "Bon appétit!" sagt. Oder einfach nur grinsend den Teller vor sich her schiebt und anfängt zu essen. Hauptsache, es schmeckt! Und falls nicht: Naja, dann hat man's wenigstens probiert. In diesem Sinne: Guten Appetit! Oder wie man so schön sagt: Haut rein!
