Geschenk Als Dankeschön Für Kollegen

Ach, die Kollegen. Die Menschen, die wir mehr sehen als unsere Familien. Und dann kommt dieser Moment: Abschied, Geburtstag, Babypause… Ein Geschenk muss her. Aber mal ehrlich...
Die Tücken des Dankeschöns
Ich hab da so meine Theorie: Die meisten "Dankeschön"-Geschenke für Kollegen sind... nun ja... suboptimal. Sagen wir's mal so. Ich behaupte, die wenigsten Leute wollen wirklich noch eine Tasse mit dem Firmenlogo drauf. Oder ein Mini-Bäumchen, das garantiert eingeht, sobald man es aus den Augen lässt.
Ich weiß, ich weiß, das ist vielleicht eine unpopuläre Meinung. Aber Hand aufs Herz: Wie viele Schreibtischpflanzen fristen ein trauriges Dasein in euren Büros? Und wie viele Kugelschreiber mit Firmenaufdruck liegen ungenutzt in der Schublade?
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Dieses Jahr habe ich bei der Abschiedsfeier von Helga, der Excel-Queen, zugesehen. Das Geschenk? Ein Gutschein für einen Blumenladen. Helga hat eine Allergie gegen Blumen. Ich wiederhole: Eine Allergie. Gegen. Blumen.
Ich sage ja nur...

Die Gruppen-Geschenk-Hölle
Und dann gibt's ja noch die Gruppen-Geschenke. Da werden E-Mails hin und her geschickt. Wer zahlt wie viel? Was schenken wir? Vorschläge über Vorschläge. Am Ende einigt man sich auf irgendetwas, das halbwegs alle gut finden. Meistens ist das Ergebnis dann... einfallslos. Irgendwie nett, aber auch irgendwie... egal.
Kennt ihr das? Man überweist 10 Euro, damit jemand anderes etwas aussuchen kann, das man selbst wahrscheinlich nie kaufen würde. Und dann lächelt man brav, wenn es überreicht wird. "Oh, wie toll!" (Denkt: "Was zur Hölle soll ich damit?")
Einmal haben wir für den Chef, der in Rente ging, ein personalisiertes Golfset gekauft. Er hat Golf gehasst! Er war passionierter Schachspieler! Aber hey, wenigstens war es teuer. Und glänzend.
Alternativen: Mein etwas anderer Vorschlag
Bevor ihr jetzt denkt, ich bin ein totaler Miesepeter: Ich finde Dankbarkeit wichtig! Absolut! Aber es geht auch anders. Einfacher. Persönlicher. Und vor allem: Sinnvoller.
Wie wäre es mit einem handgeschriebenen Zettel? Ein paar liebe Worte, eine nette Anekdote, ein ehrliches Dankeschön. Das kostet nichts und kommt von Herzen. Klingt kitschig? Vielleicht. Aber es ist echt.
Oder: Ein gemeinsames Mittagessen. Keine steife Firmenfeier, sondern ein entspanntes Beisammensein. Jeder bringt etwas mit. Man lacht, redet, erinnert sich. Das ist doch viel schöner als ein Staubfänger im Büro.

Oder meine geheime Wunderwaffe: Ein selbstgebackener Kuchen. Ja, ich weiß, klingt nach Klischee. Aber ein guter Kuchen kann Wunder wirken. Und wer kann schon "Nein" zu einem Stück Schokoladenkuchen sagen?
Kleiner Tipp: Fragt vorher nach Allergien. Stichwort: Helga und die Blumen. Man lernt nie aus.
Ich persönlich schenke auch gerne Zeit. Hilf dem Kollegen beim Umzug. Biete deine Unterstützung bei einem Projekt an. Das ist oft wertvoller als jedes materielle Geschenk.

Fazit: Weniger ist mehr
Also, bevor ihr das nächste Mal in Panik geratet, weil ihr ein Geschenk für einen Kollegen braucht: Atmet tief durch. Denkt nach. Und überlegt, was wirklich Freude macht. Vielleicht ist es ja gar nicht das teure Geschenk, sondern die kleine Geste. Oder einfach nur... ein ehrliches Dankeschön.
Und wenn alles nichts hilft: Verschenkt einen Gutschein für einen guten Kaffee. Damit kann man (fast) nie etwas falsch machen. Außer, der Kollege trinkt keinen Kaffee. Aber dann habt ihr's wenigstens versucht.
In diesem Sinne: Frohes Schenken (oder Nicht-Schenken)! Und denkt daran: Es geht um Wertschätzung. Nicht um Konsum.
