Wisst ihr, manchmal stolpert man über so kleine, unscheinbare Sätze, die einem plötzlich die ganze Welt in einem neuen Licht zeigen. So ging es mir, als ich neulich über diesen Ausdruck gestolpert bin: "Die Tochter meiner Cousine ist..."
Klingt erstmal total banal, oder? So nach Familienstammbaum für Anfänger. Aber wartet ab! Denn was die Tochter meiner Cousine ist, das ist viel mehr als nur eine genealogische Information. Es ist ein Fenster in ein ganzes Universum aus verwandtschaftlichen Beziehungen, aus Erwartungen, aus Liebe und – ganz wichtig – aus ganz viel Verwirrung!
Denkt mal kurz drüber nach. Eure Cousine, die vielleicht in einer anderen Stadt wohnt oder die ihr nur zu Weihnachten seht. Sie hat eine Tochter. Diese Tochter ist… eure Großnichte? Nichte zweiten Grades? Irgendwie sowas in der Art. Um ehrlich zu sein, ich habe diese ganzen Bezeichnungen nie wirklich verstanden. Und das ist okay! Denn darum geht es ja gar nicht.
Es geht darum, dass da plötzlich ein kleines Wesen existiert, von dem ihr vielleicht nicht wusstet, dass es existiert. Ein Wesen, das eure DNA mehr oder weniger teilt. Ein Wesen, das, wenn alles gut läuft, in ein paar Jahren eure Witze doof findet und euch trotzdem liebhaben wird. Ein Wesen, das Teil eurer Familie ist.
Ich erinnere mich, als meine Cousine mir zum ersten Mal von ihrer Tochter erzählte. Ich war total perplex. Ich meine, ich wusste ja, dass sie verheiratet war, aber… ein Kind? Plötzlich fühlte ich mich alt. So richtig, richtig alt. War ich wirklich schon so weit im Leben, dass meine Cousinen Kinder kriegen, die wiederum… ach, lassen wir das mit den Verwandtschaftsgraden.
decumope: Tochter meiner cousine
Aber dann kam die Neugier. Ich wollte das kleine Wesen sehen! Ich wollte wissen, ob es die Nase meiner Cousine hat oder die Augen ihres Vaters. Ich wollte wissen, ob es schon sprechen kann oder nur brabbelt. Ich wollte einfach nur… dazugehören.
Und dann kam das erste Treffen. Ein winziges Bündel Mensch, eingewickelt in eine Decke, mit riesigen Augen, die die Welt zu verschlingen schienen. Und plötzlich war da diese überwältigende Welle an… Zuneigung? Verpflichtung? Ich weiß es nicht genau. Aber es war stark.
Seitdem ist viel passiert. Die Tochter meiner Cousine ist gewachsen, hat laufen gelernt, hat sprechen gelernt (und zwar sehr laut!), hat Zähne bekommen (und gebissen!), hat gelacht, hat geweint, hat mich um den Finger gewickelt. Sie ist ein kleiner Mensch geworden, mit einer eigenen Persönlichkeit, mit eigenen Wünschen und Träumen. Und ich bin stolz, ein kleiner Teil davon zu sein.
Habe auf die vierjährige Tochter meiner Schwester aufgepasst. Sie zu
Die Herausforderungen der Verwandtschaft
Natürlich ist nicht immer alles rosig. Da sind die Geburtstage, die man nicht vergessen darf. Die Geschenke, die man aussuchen muss (und von denen man hofft, dass sie nicht in der nächsten Sekunde auseinandergenommen werden). Die peinlichen Fotos, die man auf Facebook postet (und von denen man hofft, dass sie nicht irgendwann gegen einen verwendet werden). Es ist ein bisschen wie eine Achterbahnfahrt.
Aber wisst ihr was? Es ist es wert. Jeder einzelne Moment. Denn am Ende des Tages geht es darum, eine Verbindung zu haben. Eine Verbindung zu Menschen, die Teil eurer Geschichte sind. Eine Verbindung zu Menschen, die euch lieben, egal was passiert.
Wie nenne ich die Tochter meiner Cousine?
Und was die Tochter meiner Cousine ist? Sie ist ein Geschenk. Ein kleines, lautes, manchmal anstrengendes, aber immer wunderbares Geschenk. Und dafür bin ich dankbar.
Also, das nächste Mal, wenn ihr über diesen Ausdruck stolpert, denkt daran: Es ist mehr als nur eine genealogische Information. Es ist ein Fenster in ein ganzes Universum. Ein Universum voller Liebe, Lachen und – ja, auch ein bisschen Verwirrung. Aber hey, das ist doch das Schöne am Leben, oder?
Und ganz ehrlich: Wenn mich jemand fragt, was "die Tochter meiner Cousine ist", antworte ich am liebsten: "Ein kleiner Wirbelwind, der mein Leben auf den Kopf gestellt hat – und ich liebe es!"