Die Neuen Leiden Des Jungen W Vergleich Goethe
Okay, Leute, schnallt euch an! Ich erzähl euch 'ne Story. Eine Story, die Goethe himself (oder zumindest sein Geist) zum Kichern bringen würde. Es geht um Die Neuen Leiden des jungen W., ein Buch, das so ein bisschen wie Die Leiden des jungen Werther für TikTok-Generation ist.
Goethe's Werther, der arme Kerl, war ja schon 'ne Heulsuse erster Güte. Der hat sich wegen unglücklicher Liebe selbst umgebracht, und das im 18. Jahrhundert, wo man eigentlich genug andere Gründe zum Heulen haben sollte (Pocken, Perücken, fehlendes Internet...). Aber Die Neuen Leiden... nimmt das Ganze und katapultiert es ins 21. Jahrhundert. Stell dir vor: Werther, aber mit 'nem Smartphone und 'ner endlosen Playlist von traurigen Emo-Songs.
Wer ist dieser "W." überhaupt?
Gute Frage! "W." steht für Edgar Wibeau, einen Teenager (oder zumindest fast), der mit sich, der Welt und vor allem mit der Liebe hadert. Klingt bekannt? Ja, ist es auch! Aber im Gegensatz zu Werther, der sich in die verheiratete Lotte verguckt hat (was natürlich mega-tragisch war, weil Standesunterschiede und so), hat Edgar... naja, sagen wir mal, modernere Probleme.
Must Read
Er ist Künstler (natürlich!), ein bisschen sensibelchenmäßig, und sein Herz bricht quasi im Fünf-Minuten-Takt. Klingt übertrieben? Willkommen in der Welt von Ulrich Plenzdorf, dem Autor. Er hat ein Buch geschrieben, das so ehrlich und gleichzeitig witzig ist, dass es fast schon weh tut.
Erinnert ihr euch an eure eigene Teenagerzeit? Diese unerträgliche Mischung aus Weltschmerz und dem unstillbaren Drang, die neueste Trendhose zu tragen? Edgar lebt das in Die Neuen Leiden... voll aus. Aber das Ganze ist nicht einfach nur 'ne Aneinanderreihung von pubertären Heulkrämpfen. Da steckt mehr dahinter.

Was macht "Die Neuen Leiden..." so anders?
Erstens: Die Sprache. Goethe hat in wunderschönen, geschwungenen Sätzen gelitten. Plenzdorf lässt Edgar in der derb-ehrlichen Sprache der Straße jammern. Es ist quasi Goethe auf Drogen und mit 'nem Berliner Dialekt. Man könnte sagen: "Goethe meets Graffiti."
Zweitens: Der Humor. Ja, richtig gelesen. Humor! Werther war todernst. Edgar ist auch mal ironisch, selbst wenn er gerade todunglücklich ist. Das macht ihn irgendwie zugänglicher und auch... sympathischer. Man will ihn nicht ständig in den Arm nehmen und ihm sagen, er soll sich zusammenreißen, sondern eher mit ihm 'ne Pizza essen und über die Absurditäten des Lebens lachen.
Drittens: Die Gesellschaftskritik. Werther war ein bisschen apolitisch. Edgar hingegen ist ein Kind der DDR (ja, das Buch spielt in der DDR!). Er hinterfragt das System, die Erwartungen, die an ihn gestellt werden, und überhaupt alles, was ihm nicht passt. Er ist ein Rebell mit Herz... und 'nem Hang zum Theatralischen.

Also, was lernen wir daraus?
Die Neuen Leiden des jungen W. ist mehr als nur ein Remake von Goethes Klassiker. Es ist ein Spiegelbild der DDR-Jugend, ein Kommentar zur Leistungsgesellschaft und vor allem eine ehrlich-komische Geschichte über das Erwachsenwerden. Und ja, auch über die Liebe, die bekanntlich ja manchmal so richtig weh tun kann (selbst mit Smartphone und Spotify).
Denk mal drüber nach: Goethe hat seinen Werther zum Suizid getrieben. Plenzdorf lässt Edgar am Ende... naja, das verrate ich nicht. Aber so viel sei gesagt: Es ist deutlich optimistischer. Vielleicht, weil Edgar im Zweifelsfall einfach 'nen Song auflegt und sich ablenkt.

Und noch ein Fun Fact: Wusstet ihr, dass Die Neuen Leiden... in der DDR ein riesiger Erfolg war? Das Buch wurde rauf und runter gelesen, im Theater aufgeführt und sogar verfilmt! Vielleicht, weil es den jungen Leuten aus der Seele gesprochen hat. Oder vielleicht, weil es einfach saukomisch war. Wer weiß?
Also, Leute, wenn ihr mal wieder denkt, euer Leben ist gerade 'ne einzige Katastrophe, dann lest Die Neuen Leiden des jungen W.. Vielleicht merkt ihr dann, dass ihr gar nicht so allein seid mit eurem Weltschmerz. Und vielleicht müsst ihr auch einfach nur mal herzhaft lachen. Und wenn alles nichts hilft: Pizza und Emo-Musik. Hilft immer!
Und denkt dran: Selbst Goethe hätte vermutlich gelacht. Oder zumindest geschmunzelt. Irgendwo da oben im literarischen Olymp.
