Der Mensch Ist Ein Tier

Okay, hört mal zu. Ich habe da so eine... naja, sagen wir mal, gewagte Theorie. Eine, die vielleicht ein paar Leute verärgern könnte. Aber ich sage sie trotzdem: Der Mensch ist ein Tier.
Ja, ich weiß. Schockierend, oder? Aber denkt mal drüber nach. Wir haben Instinkte. Wir haben Bedürfnisse. Wir benehmen uns manchmal wie...nun ja, wie Tiere.
Nehmen wir zum Beispiel das Essen. Ein Löwe reißt eine Gazelle. Wir gehen in den Supermarkt und holen uns ein Steak. Ist da wirklich so ein großer Unterschied? Okay, vielleicht schon. Wir benutzen Messer und Gabel. Aber der grundlegende Drang, sich den Bauch vollzuschlagen, ist derselbe.
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Und was ist mit Liebe? Der Pfau schlägt ein Rad, um ein Weibchen zu beeindrucken. Wir kaufen Blumen und schreiben Gedichte. Wieder: unterschiedliche Taktiken, aber das gleiche Ziel: Fortpflanzung. Und, ganz ehrlich, wer hat noch nie ein bisschen "Pfau" in sich gespürt, wenn er jemanden beeindrucken wollte?
Oder das Bedürfnis nach einem gemütlichen Nest. Der Vogel baut sein Nest aus Zweigen und Blättern. Wir kaufen uns ein Haus und füllen es mit Möbeln. Beide wollen wir uns sicher und wohlfühlen.
Vielleicht denkt ihr jetzt: "Aber wir haben doch Kultur! Kunst! Musik! Das haben Tiere nicht!" Stimmt. Bis zu einem gewissen Grad. Aber habt ihr schon mal einen Vogel singen hören? Oder einen Biber, der einen Damm baut? Das ist doch auch eine Form von Kreativität, oder? Die Natur ist voller Kunst, wenn man genau hinsieht.

Charles Darwin, dieser nette Herr mit dem Bart, hat uns ja auch schon darauf hingewiesen. Er hat es vielleicht etwas wissenschaftlicher ausgedrückt, aber im Grunde hat er dasselbe gesagt. Wir sind alle miteinander verwandt. Wir sitzen alle im selben evolutionären Boot.
Instinkte und das moderne Leben
Das Problem ist vielleicht, dass wir versuchen, unsere tierischen Instinkte zu unterdrücken. Wir wollen immer "zivilisiert" sein. Wir wollen immer "rational" handeln. Aber tief im Inneren sind wir eben doch nur...Affen mit Anzügen. (Oder Affen mit Leggings, je nachdem, was ihr so tragt.)
Und das ist okay! Es ist sogar gut! Unsere Instinkte sind nicht immer schlecht. Sie können uns helfen, zu überleben, uns zu schützen, uns zu verbinden. Wir sollten nur lernen, sie zu verstehen und zu kontrollieren.

Denkt an den Drang, etwas zu verteidigen, was euch lieb ist. Eure Familie. Euer Zuhause. Eure Werte. Das ist ein Instinkt. Ein guter Instinkt. Er sorgt dafür, dass wir nicht einfach alles aufgeben.
Oder der Instinkt, nach Anerkennung zu streben. Das ist vielleicht ein bisschen egoistisch, aber er treibt uns an, besser zu werden, uns anzustrengen, etwas zu erreichen. Er ist der Motor für Fortschritt. Sogar für wissenschaftlichen Fortschritt! (Denkt an den armen Albert Einstein, der berühmt werden wollte!)
Also, was bedeutet das alles?
Eigentlich nur, dass wir uns selbst nicht zu ernst nehmen sollten. Wir sind Tiere. Wir sind fehlbar. Wir machen Fehler. Wir haben komische Angewohnheiten. Na und?

Vielleicht sollten wir uns ein bisschen mehr erlauben, unsere tierische Seite auszuleben. Ein bisschen mehr tanzen, ohne uns zu schämen. Ein bisschen mehr lachen, ohne uns zu beherrschen. Ein bisschen mehr einfach sein.
Vielleicht sollten wir öfter mal in den Wald gehen und einfach nur atmen. Die Bäume umarmen. Die Vögel beobachten. Uns daran erinnern, dass wir Teil von etwas Größerem sind.
Und vielleicht, nur vielleicht, würden wir dann alle ein bisschen glücklicher sein.

Ich sage ja nur. Es ist nur so eine Idee. Eine tierische Idee.
Also, das nächste Mal, wenn ihr euch dabei ertappt, wie ihr euch wie ein Tier verhaltet, ärgert euch nicht. Lächelt. Akzeptiert es. Und denkt daran: Wir sitzen alle im selben Boot. Oder besser gesagt: im selben Zoo.
In diesem Sinne: Guten Appetit! (Oder, wie der Löwe sagen würde: ROAR!)
