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Blutdruck Unter 100 Was Tun


Blutdruck Unter 100 Was Tun

Kennen Sie das Gefühl, wenn Ihnen schwindelig wird, die Sicht verschwimmt und Sie sich einfach nur schlapp fühlen? Das kann ein Zeichen für zu niedrigen Blutdruck sein. Ein Blutdruck unter 100 mmHg systolisch (der obere Wert) ist nicht immer besorgniserregend, aber es ist wichtig, die Ursachen zu verstehen und zu wissen, was man dagegen tun kann. Viele Menschen, besonders junge Frauen, leben beschwerdefrei mit leicht niedrigem Blutdruck. Aber für andere kann er sehr unangenehm sein und die Lebensqualität beeinträchtigen.

Was bedeutet niedriger Blutdruck (Hypotonie)?

Man spricht von Hypotonie, wenn der systolische Blutdruck dauerhaft unter 100 mmHg und/oder der diastolische Wert (der untere Wert) unter 60 mmHg liegt. Es ist wichtig zu betonen, dass niedriger Blutdruck nicht automatisch eine Krankheit ist. Einige Menschen haben einfach von Natur aus niedrige Werte und fühlen sich dabei wohl. Die Symptome, die auftreten, sind entscheidend.

Ursachen für niedrigen Blutdruck

Die Ursachen für Hypotonie sind vielfältig. Hier einige der häufigsten:

  • Flüssigkeitsmangel: Eine der häufigsten Ursachen! Dehydration, z.B. durch Schwitzen, Erbrechen oder Durchfall, kann das Blutvolumen reduzieren und somit den Blutdruck senken.
  • Medikamente: Einige Medikamente, wie z.B. bestimmte Herzmittel, Antidepressiva oder Diuretika (Entwässerungstabletten), können den Blutdruck senken.
  • Herzprobleme: Bestimmte Herzerkrankungen, wie z.B. Herzinsuffizienz oder Herzklappenfehler, können die Pumpfunktion des Herzens beeinträchtigen und zu niedrigem Blutdruck führen.
  • Endokrine Störungen: Erkrankungen der Schilddrüse, der Nebenniere oder Diabetes können den Blutdruck beeinflussen.
  • Neurologische Erkrankungen: Bestimmte neurologische Erkrankungen, wie z.B. die Parkinson-Krankheit, können den Blutdruck regulieren.
  • Schwangerschaft: Während der Schwangerschaft ist niedriger Blutdruck relativ häufig, da sich das Blutvolumen erhöht.
  • Langes Stehen: Besonders bei älteren Menschen kann langes Stehen zu einem plötzlichen Blutdruckabfall führen (orthostatische Hypotonie).
  • Ernährung: Mangelernährung, insbesondere ein Mangel an Vitamin B12 oder Folsäure, kann ebenfalls eine Rolle spielen.

Symptome von niedrigem Blutdruck

Nicht jeder mit niedrigem Blutdruck hat Symptome. Wenn Symptome auftreten, können sie sein:

  • Schwindel und Benommenheit: Besonders beim Aufstehen oder nach längerem Stehen.
  • Schwarzwerden vor den Augen: Ein Zeichen für eine kurzzeitige Minderdurchblutung des Gehirns.
  • Müdigkeit und Schwäche: Oft verbunden mit Antriebslosigkeit.
  • Konzentrationsschwierigkeiten: Auch hier kann die Minderdurchblutung des Gehirns eine Rolle spielen.
  • Übelkeit: Manchmal auch Erbrechen.
  • Kalte, blasse Haut: Durch die verminderte Durchblutung der Haut.
  • Verschwommene Sicht: Ebenfalls ein Zeichen für eine kurzzeitige Minderdurchblutung.

Was tun bei niedrigem Blutdruck? – Erste Hilfe und langfristige Maßnahmen

Was Sie tun können, hängt von der Ursache und der Schwere der Symptome ab. Hier einige Tipps:

Valtasan Blutdruck
Valtasan Blutdruck

Akute Hilfe bei Schwindel und Co.:

  • Hinlegen und Beine hochlagern: Dadurch wird das Blut zurück zum Herzen und Gehirn transportiert.
  • Trinken Sie ein Glas Wasser oder Saft: Flüssigkeit erhöht das Blutvolumen.
  • Essen Sie etwas Salziges: Salz kann helfen, den Blutdruck zu erhöhen. Achten Sie aber auf eine ausgewogene Ernährung!
  • Bewegung: Leichte körperliche Betätigung, wie z.B. Wippen mit den Füßen im Sitzen, kann den Kreislauf anregen.

Langfristige Maßnahmen zur Stabilisierung des Blutdrucks:

Blutdruckregulation: Wie funktioniert das?
Blutdruckregulation: Wie funktioniert das?
  • Ausreichend trinken: Trinken Sie täglich mindestens 2-3 Liter Wasser oder ungesüßten Tee. Besonders wichtig bei warmem Wetter oder nach sportlicher Betätigung.
  • Salzreiche Ernährung (in Maßen!): Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über die richtige Menge an Salz in Ihrer Ernährung. Eine zu hohe Salzzufuhr kann andere gesundheitliche Probleme verursachen.
  • Regelmäßige Bewegung: Regelmäßige körperliche Aktivität, wie z.B. Spaziergänge, Schwimmen oder Radfahren, stärkt das Herz-Kreislauf-System.
  • Vermeiden Sie langes Stehen: Wenn Sie beruflich viel stehen müssen, versuchen Sie, sich zwischendurch zu bewegen oder sich hinzusetzen.
  • Langsam aufstehen: Vermeiden Sie es, abrupt aufzustehen, besonders morgens.
  • Stützstrümpfe: Stützstrümpfe können helfen, das Blut in den Beinen zu halten und den Blutdruck zu stabilisieren.
  • Vermeiden Sie heiße Bäder und Duschen: Heißes Wasser kann die Blutgefäße erweitern und den Blutdruck senken.
  • Achten Sie auf Ihre Medikamente: Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob Ihre Medikamente den Blutdruck beeinflussen.
  • Regelmäßige Blutdruckkontrollen: Messen Sie Ihren Blutdruck regelmäßig, um Veränderungen frühzeitig zu erkennen.
  • Ernährung umstellen: Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Vitaminen und Mineralstoffen. Kleine, häufige Mahlzeiten sind oft besser verträglich als große Mahlzeiten.
Wichtig: Bei anhaltenden oder schweren Symptomen von niedrigem Blutdruck sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen, um die Ursache abzuklären und eine geeignete Behandlung zu erhalten.

Wann zum Arzt?

Auch wenn niedriger Blutdruck oft harmlos ist, gibt es Situationen, in denen ein Arztbesuch notwendig ist:

  • Wenn Sie plötzlich und unerwartet niedrigen Blutdruck haben.
  • Wenn Sie unter starken Symptomen leiden, die Ihre Lebensqualität beeinträchtigen.
  • Wenn Sie andere gesundheitliche Probleme haben, wie z.B. Herzerkrankungen oder Diabetes.
  • Wenn Sie schwanger sind und unter niedrigem Blutdruck leiden.
  • Wenn Sie Medikamente einnehmen, die den Blutdruck senken können.

Fazit

Niedriger Blutdruck ist oft kein Grund zur Sorge, aber es ist wichtig, die Ursachen zu kennen und zu wissen, was man dagegen tun kann. Durch einfache Maßnahmen wie ausreichendes Trinken, regelmäßige Bewegung und eine ausgewogene Ernährung können Sie Ihren Kreislauf stabilisieren und Ihre Lebensqualität verbessern. Hören Sie auf Ihren Körper und suchen Sie bei Bedarf ärztlichen Rat. Ein gesunder Lebensstil ist der Schlüssel zu einem stabilen Blutdruck und einem aktiven Leben.

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