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Blähungen Nach Bohnen Was Tun


Blähungen Nach Bohnen Was Tun

Kennen Sie das? Sie haben sich auf ein leckeres Bohnengericht gefreut, vielleicht einen deftigen Eintopf oder eine schmackhafte Bohnensuppe. Aber schon bald danach meldet sich Ihr Bauch mit unschönen Begleiterscheinungen: Blähungen, Grummeln und ein unangenehmes Völlegefühl. Keine Sorge, Sie sind damit nicht allein! Blähungen nach dem Verzehr von Bohnen sind ein weit verbreitetes Problem, aber es gibt Lösungen.

Warum verursachen Bohnen Blähungen?

Die Übeltäter sind bestimmte Kohlenhydrate, genauer gesagt Oligosaccharide wie Raffinose und Stachyose. Unser Körper besitzt nicht die notwendigen Enzyme, um diese Stoffe im Dünndarm aufzuspalten. Daher gelangen sie unverdaut in den Dickdarm, wo sie von Bakterien fermentiert werden. Bei diesem Prozess entstehen Gase, wie Kohlenstoffdioxid, Methan und Wasserstoff – die Ursache der Blähungen.

Es ist wichtig zu verstehen, dass die Reaktion auf Bohnen individuell unterschiedlich ausfällt. Manche Menschen vertragen sie problemlos, während andere schon nach kleinen Mengen mit Beschwerden zu kämpfen haben. Die Menge an Enzymen im Darm, die Zusammensetzung der Darmflora und die individuelle Sensibilität spielen dabei eine Rolle.

Was kann man gegen Blähungen nach Bohnen tun?

Glücklicherweise gibt es eine Reihe von Maßnahmen, mit denen Sie die unangenehmen Nebenwirkungen von Bohnenkonsum reduzieren können:

  • Einweichen: Das Einweichen der Bohnen vor dem Kochen ist essentiell. Übergießen Sie die trockenen Bohnen mit reichlich Wasser und lassen Sie sie mindestens 8 Stunden, besser noch 12-24 Stunden, quellen. Wechseln Sie das Wasser mehrmals. Dadurch werden bereits viele der blähenden Oligosaccharide herausgelöst.
  • Kochwasser verwerfen: Kochen Sie die eingeweichten Bohnen in frischem Wasser. Das Kochwasser enthält viele der unerwünschten Stoffe und sollte daher nicht weiterverwendet werden.
  • Lange Kochzeit: Eine ausreichend lange Kochzeit ist wichtig, um die Bohnen gut verdaulich zu machen. Prüfen Sie regelmäßig die Konsistenz. Sie sollten weich sein, aber nicht zerfallen.
  • Kümmel, Fenchel, Anis: Diese Gewürze sind bekannt für ihre verdauungsfördernden Eigenschaften. Geben Sie sie während des Kochens zu den Bohnen hinzu oder trinken Sie nach dem Essen einen Tee daraus.
  • Bohnenkraut: Auch Bohnenkraut hat eine krampflösende und blähungslindernde Wirkung. Es ist das klassische Gewürz für Bohnengerichte.
  • Apfelessig: Ein Schuss Apfelessig im Kochwasser kann ebenfalls helfen, die Verdaulichkeit zu verbessern.
  • Enzyme: In Apotheken und Drogerien sind rezeptfreie Enzympräparate erhältlich, die die Verdauung von Oligosacchariden unterstützen. Diese können vor dem Verzehr von Bohnen eingenommen werden.
  • Kleine Portionen: Steigern Sie die Bohnenmenge in Ihrer Ernährung langsam. Beginnen Sie mit kleinen Portionen und beobachten Sie, wie Ihr Körper reagiert.
  • Regelmäßiger Verzehr: Klingt paradox, aber regelmäßiger Bohnenkonsum kann tatsächlich helfen! Ihr Darm gewöhnt sich mit der Zeit daran und passt seine Enzymproduktion entsprechend an.

Weitere Tipps und Tricks

Neben den oben genannten Maßnahmen gibt es noch ein paar weitere Tipps, die Ihnen helfen können, Blähungen nach Bohnen zu vermeiden:

Ständig häufige Blähungen | Ursachen und Tipps
Ständig häufige Blähungen | Ursachen und Tipps
  • Gut kauen: Gründliches Kauen ist wichtig für eine gute Verdauung. Zerkleinern Sie die Bohnen im Mund so gut wie möglich.
  • Stress vermeiden: Stress kann die Verdauung beeinträchtigen. Nehmen Sie sich Zeit zum Essen und entspannen Sie sich.
  • Ausreichend trinken: Trinken Sie ausreichend Wasser über den Tag verteilt, um die Verdauung zu unterstützen.
  • Bewegung: Regelmäßige Bewegung fördert die Darmtätigkeit und kann Blähungen reduzieren.

Welche Bohnensorten sind am verträglichsten?

Es gibt Unterschiede in der Verträglichkeit verschiedener Bohnensorten. Einige Bohnen enthalten von Natur aus weniger Oligosaccharide als andere. Als tendenziell verträglicher gelten:

  • Adzukibohnen: Diese kleinen, roten Bohnen sind in der asiatischen Küche beliebt und gelten als besonders leicht verdaulich.
  • Mungobohnen: Auch Mungobohnen sind oft besser verträglich als andere Bohnensorten.
  • Schwarze Bohnen: Obwohl sie nicht immer als besonders leicht verdaulich gelten, berichten viele Menschen, dass sie Schwarze Bohnen besser vertragen als andere Bohnen.

Probieren Sie verschiedene Sorten aus und finden Sie heraus, welche Ihnen am besten bekommen.

Blähungen – Ursachen und Behandlung | cerascreen
Blähungen – Ursachen und Behandlung | cerascreen

Wann sollte man zum Arzt gehen?

In den meisten Fällen sind Blähungen nach dem Verzehr von Bohnen harmlos und verschwinden von selbst wieder. Wenn die Blähungen jedoch sehr stark sind, über einen längeren Zeitraum anhalten oder von anderen Beschwerden wie Bauchschmerzen, Durchfall, Verstopfung oder Übelkeit begleitet werden, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Es könnte eine andere Ursache dahinterstecken.

Wichtig: Bei Verdacht auf eine Bohnenallergie oder eine andere Nahrungsmittelunverträglichkeit ist ein Arztbesuch ebenfalls ratsam.

Fazit: Blähungen nach Bohnen sind zwar unangenehm, aber in der Regel kein Grund zur Sorge. Mit den richtigen Vorbereitungs- und Zubereitungsmethoden können Sie die Beschwerden deutlich reduzieren und die gesunden und leckeren Hülsenfrüchte trotzdem genießen! Probieren Sie es aus und finden Sie heraus, was für Sie am besten funktioniert. Guten Appetit!

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