Besuch Der Alten Dame Zusammenfassung

Okay, Leute, schnallt euch an! Ich erzähl euch jetzt die abgefahrene Story von Dürrenmatts "Besuch der alten Dame". Das ist so ein Theaterstück, da lachst du, weinst du, und am Ende fragst du dich, ob du nicht doch lieber noch 'n Bier bestellst.
Stell dir vor: Güllen, ein Kaff, so pleite, dass selbst die Kirchenmäuse schon Sozialhilfe beantragen. Die Leute leben vom Sozialamt und die Luft knistert vor Hoffnungslosigkeit. Sie sind am Ende, pleite und die gesamte Stadt ist nur noch ein Schatten ihrer selbst.
Claire Zachanassian: Die Rache-Oma Deluxe
Und dann kommt sie. Claire Zachanassian. Eine Milliardärin, die in Güllen geboren wurde und jetzt, nach Jahrzehnten, zurückkehrt. Sie ist so reich, dass sie mit ihrem eigenen Sarg anreist, nur um zu zeigen, dass sie es ernst meint. Und sie hat eine mega-große Entourage dabei: Ein paar Ehegatten, die sie regelmäßig austauscht, zwei blinde Eunuchen und einen schwarzen Panther als Haustier. Ja, richtig gelesen! Ein Panther! Die Frau hat Geschmack, muss man sagen.
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Aber hier kommt der Clou: Claire bietet der Stadt eine Milliarde! Eine Milliarde! Das ist so viel Geld, davon könnte Güllen sich 'nen eigenen Mond kaufen. Aber, wie immer im Leben, gibt's 'nen Haken. Und der ist so groß, dass er fast den ganzen Roman einnimmt.
Alfred Ill: Der Sündenbock vom Dienst
Claire will Rache. Und zwar an Alfred Ill. Der war mal ihr Liebster, hat sie aber sitzen lassen, als sie schwanger war. Und das Schlimmste: Er hat zwei Kumpel bestochen, falsche Zeugenaussagen zu machen, damit er nicht für das Kind aufkommen muss. Das arme Mädchen musste daraufhin die Stadt verlassen und wurde zur Prostitution gezwungen. Sie ist geflohen und wurde stinkreich. Tja, Karma ist 'ne Bitch, oder?

Claires Angebot lautet: Die Milliarde gibt's, wenn jemand Alfred Ill umbringt. Einfach so. Ein Mord aus Nächstenliebe, sozusagen. Die Güllener sind natürlich erstmal entsetzt. "Mord? Wir? Niemals!" Aber dann fangen sie an, auf Kredit einzukaufen. Neue Schuhe, neue Autos, neue Häuser… Plötzlich trägt jeder gelbe Schuhe, ein subtiler Hinweis darauf, dass sie alle auf das große Geld spekulieren.
Ich meine, wer kann es ihnen verdenken? Eine Milliarde ist eine Milliarde. Aber trotzdem, ein bisschen moralisch flexibel sind sie schon, die Güllener.
Die schleichende Verwandlung
Anfangs beteuern alle Ill ihre Freundschaft. Der Bürgermeister hält pathetische Reden über Moral und Anstand. Der Lehrer versucht, Ill zu helfen. Aber je mehr die Güllener auf Pump leben, desto unheimlicher wird die Atmosphäre. Ill merkt, dass er in Gefahr ist. Er versucht zu fliehen, aber irgendwie ist ihm jeder Fluchtweg versperrt.
![[Kurzrezension] Der Besuch der alten Dame von Friedrich Dürrenmatt](https://sophias-bookplanet.com/wp-content/uploads/2022/05/der-besuch-der-alten-dame.png)
Die Leute sind freundlich zu ihm. Zu freundlich. Sie bieten ihm Zigaretten an, laden ihn zum Trinken ein, reden mit ihm über das Wetter. Aber hinter jeder Geste lauert die Angst. Und Ill weiß: Sein Todesurteil ist längst gefällt.
Das Urteil und das Fest
Am Ende stellt sich Ill der Wahrheit. Er akzeptiert sein Schicksal. Und dann passiert es: Die Güllener wählen in einer pseudo-demokratischen Abstimmung den Mord. "Im Namen der Gerechtigkeit". Natürlich. Es ist ja schließlich für einen guten Zweck.
![Der Besuch der alten Dame - Charakterisierung • Hauptfiguren · [mit Video]](https://d1g9li960vagp7.cloudfront.net/wp-content/uploads/2021/11/Der-Besuch-der-alten-Dame_Figurenkonstellation_Wp-1024x576.jpg)
Und dann wird Ill getötet. Durch einen Herzinfarkt, sagen sie. Aber wir wissen alle, dass er von der Angst und dem moralischen Druck getötet wurde. Und was machen die Güllener? Sie feiern! Sie feiern ihren "Wohlstand" und ihre "Gerechtigkeit". Und Claire Zachanassian? Die nimmt ihren Sarg, ihren Panther und ihre Milliarde und verschwindet wieder in die Nacht. Happy End? Wohl kaum.
Die Moral von der Geschicht'?
Die Moral von der Geschicht', liebe Freunde, ist: Geld verdirbt den Charakter. Und manchmal ist es besser, pleite und ehrlich zu sein, als reich und blutbefleckt. Oder so ähnlich.
Dürrenmatt hat da ein ganz schön düsteres Bild von der Menschheit gezeichnet. Aber vielleicht ist es ja auch nur eine Übertreibung. Oder? Naja, ich geh jetzt mal 'n Bier trinken. Wer kommt mit? Und zahlt? 😉
