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Aurea Prima Sata Est Aetas


Aurea Prima Sata Est Aetas

Der goldene Käfig und andere Wunschträume: Was uns die Römer über das "Goldene Zeitalter" erzählten

Haben Sie sich jemals nach einer Zeit gesehnt, in der das Leben einfacher, die Menschen ehrlicher und das Essen einfach... besser war? Nun, Sie sind nicht allein. Schon die alten Römer träumten von solch einer Ära – sie nannten sie die Aurea Prima Sata Est Aetas, das "Goldene Zeitalter".

Stellen Sie sich das vor: Keine Arbeit, keine Gesetze, keine hässlichen Kriege. Stattdessen ewiger Frühling, Flüsse, die Milch und Honig tragen, und Bäume, die von selbst saftige Braten wachsen lassen! Klingt verlockend, oder? Wie ein all-inclusive Urlaub ohne Check-out Datum!

Der römische Dichter Ovid, der Meister der Liebesgeschichten und der coolen Metamorphosen, hat dieses Zeitalter in seinen "Metamorphosen" so richtig ausgeschmückt. Bei ihm wohnten die Menschen noch nicht in protzigen Villen (die kamen erst später), sondern lebten einfach so vor sich hin, ohne Angst vor Strafe oder strengen Hierarchien.

Aber warum träumte man überhaupt von so einer Vergangenheit? War das einfach nur romantische Verklärung von alten Zeiten? Wahrscheinlich steckt mehr dahinter. Man könnte sagen, das "Goldene Zeitalter" war eine Art Ventil, ein Wunschtraum. Die Römer waren ja bekanntlich nicht gerade zimperlich. Kriege, Intrigen und politische Machtkämpfe gehörten zum Alltag. Da sehnte man sich schon mal nach etwas, das so ganz anders war.

Es ist, als ob man nach einem langen Tag im Büro davon träumt, auf einer einsamen Insel zu leben, wo man den ganzen Tag in der Hängematte liegt und Kokosnüsse schlürft. Nur dass die Römer eben von Flüssen voller Milch und Honig träumten. Jeder so, wie er mag, nicht wahr?

Arthur.io • A Digital Museum
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Und hier kommt der Haken an der Sache: Das Goldene Zeitalter dauerte natürlich nicht ewig. Wie jeder gute Traum musste auch dieser irgendwann enden. Laut der römischen Mythologie folgten dem goldenen Zeitalter das silberne, das bronzene und schließlich das eiserne Zeitalter. Jedes schlechter als das andere. Im eisernen Zeitalter angekommen, herrschte dann nur noch Krieg, Gier und Unmoral. Kein Fluss mehr voller Milch, kein Baum mehr mit Braten. Stattdessen... naja, Rom eben!

Das "Goldene Zeitalter" ist also mehr als nur eine nette Geschichte. Es ist ein Spiegelbild unserer eigenen Sehnsüchte. Wir alle wünschen uns doch manchmal eine Welt ohne Stress, ohne Konflikte und mit viel gutem Essen. Und genau das zeigt uns, dass die Römer gar nicht so anders waren als wir.

AUREA AETAS - Passage-Verlag
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Interessant ist auch, dass die Idee vom "Goldenen Zeitalter" nicht nur in der römischen Kultur zu finden ist. Auch in anderen Kulturen gibt es ähnliche Mythen von einer idealen Urzeit. Vielleicht ist das ein Beweis dafür, dass der Wunsch nach Frieden, Harmonie und Überfluss ein universelles menschliches Bedürfnis ist.

Also, das nächste Mal, wenn Sie sich nach einer besseren Welt sehnen, denken Sie an die Aurea Prima Sata Est Aetas. Träumen Sie von Flüssen voller Milch und Honig, von Bäumen, die Braten tragen. Aber vergessen Sie nicht, dass auch das schönste Gold irgendwann seinen Glanz verliert. Es kommt darauf an, das Beste aus der Zeit zu machen, die wir haben – egal, ob wir uns im goldenen, silbernen oder eisernen Zeitalter befinden. Und wer weiß, vielleicht können wir ja selbst ein kleines Stückchen "Goldenes Zeitalter" in unserem eigenen Leben erschaffen!

Meme: "Áurea príma satá (e)st aetás, quae víndice núllo, Spónte suá
Meme: "Áurea príma satá (e)st aetás, quae víndice núllo, Spónte suá
"Aurea prima sata est aetas, quae vindice nullo, sponte sua, sine lege fidem rectumque colebat." - Ovid

Frei übersetzt: "Zuerst kam das Goldene Zeitalter, das ohne Richter, aus eigenem Antrieb, ohne Gesetz, Treue und Recht kultivierte."

Und jetzt mal ehrlich: Wer würde sich nicht nach einer Zeit sehnen, in der Treue und Recht von selbst wachsen, wie Unkraut im Garten?

Denken Sie doch einmal darüber nach, und vielleicht entdecken Sie ja Ihr eigenes "Goldenes Zeitalter" in den kleinen Freuden des Alltags. Ein leckeres Eis an einem warmen Sommertag, ein herzliches Lachen mit Freunden, ein gemütlicher Abend vor dem Kamin. Manchmal ist das Glück ganz nah – man muss es nur sehen. Und vielleicht, ganz vielleicht, ist das ja auch das, was die Römer uns mit ihrer Geschichte vom "Goldenen Zeitalter" eigentlich sagen wollten. Carpe Diem! Genieße den Tag!

aurea prima sata est aetas traduction Aetas Aurea by Antonio Tempesta on artnet The Golden Age (Aetas aurea) - Digital Collection aurea prima sata est aetas commentaire Aetas aurea (1886) par Medardo ROSSO (1858-1928) - Musée d'Orsay, Paris aurea prima sata est aetas traduction Aetas Aurea (The Golden Age) by ROSSO, Medardo

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