Acronis True Image 2019 Startup Recovery Manager

Ach ja, Acronis True Image 2019. Erinnerst du dich noch? Die Version, die uns versprach, unsere Daten mit einem Fingerschnippen zu retten. Und dann gab es da noch den Startup Recovery Manager (SRM).
Mal ehrlich, wer hat den SRM wirklich benutzt? Ich meine, klar, die Idee klang gut. Schnell beim Start den Rechner wiederherstellen, falls mal was schiefgeht. Aber Hand aufs Herz: Wer hat sich nicht schon mal gefragt, ob dieser ominöse Bildschirm, der da plötzlich auftauchte, nicht doch eher ein Virus als ein Lebensretter war?
Der Blaue Schirm des... Glücks?
Dieser blaue Bildschirm! Er tauchte auf, bevor Windows überhaupt "Hallo" sagen konnte. Und dann diese kryptischen Optionen. "Drücken Sie F11 für... irgendwas Wichtiges"? Manchmal fühlte es sich eher nach einer Prüfung an, ob man überhaupt würdig war, seinen Computer zu benutzen.
Must Read
Meine (unpopuläre) Meinung: Der Acronis True Image 2019 SRM war mehr Stress als Nutzen.
Ich weiß, ich weiß. Es sollte ein Sicherheitsnetz sein. Aber wie oft ist man wirklich in diese Situation gekommen, in der man ihn brauchte? Und wie oft hat man stattdessen einfach nur genervt "Escape" gedrückt, weil man dringend YouTube schauen musste?

F11: Die Taste des Grauens (oder der Hoffnung?)
Die Taste F11 wurde zur Taste des Grauens. Hatte man wirklich alles gespeichert? Oder würde man in einer Parallelwelt landen, in der alle seine Word-Dokumente in Klingonisch verfasst waren? Der SRM sorgte für unnötige Spannung.
Klar, es gab Leute, die ihn liebten. Die ihn als ihren persönlichen digitalen Schutzengel ansahen. Aber für mich war er eher wie ein übermotivierter Türsteher, der mich ständig fragte, ob ich auch wirklich rein durfte.

Die Alternativen sind... besser?
Heutzutage gibt es doch so viele andere Möglichkeiten, seine Daten zu sichern. Cloud-Backups, externe Festplatten, das Versprechen, alles auf einem USB-Stick zu speichern (nur um ihn dann zu verlieren). Vielleicht sind diese Optionen nicht perfekt, aber sie sind definitiv weniger beängstigend als der SRM.
Und mal ehrlich, wer erinnert sich noch an die Zeiten, als man den Computer von einer CD booten musste, um ein Backup wiederherzustellen? Das war zwar auch nicht ideal, aber irgendwie... übersichtlicher. Weniger "Drücken Sie F11, um Ihr Schicksal zu besiegeln."
Das Update-Dilemma
Ein weiteres Problem: Updates! Jedes Mal, wenn Acronis ein Update herausbrachte, musste man hoffen, dass der SRM danach noch funktionierte. Oder schlimmer noch: Dass er nicht mehr funktionierte und man ihn erst wieder mühsam reaktivieren musste. Ein Alptraum.

Ich meine, hallo? Ich will meinen Computer benutzen, nicht ihn ständig reparieren! Das Leben ist zu kurz für Software, die mehr Probleme verursacht, als sie löst.
Das Fazit (oder so ähnlich)
Also, was ist das Fazit? Der Startup Recovery Manager in Acronis True Image 2019 war sicherlich gut gemeint. Aber in der Realität war er oft eher ein Ärgernis als eine Rettung. Er war wie ein Schweizer Taschenmesser mit 50 Funktionen, von denen man 49 nie brauchte.

Vielleicht bin ich auch einfach nur paranoid. Vielleicht habe ich ihn falsch verstanden. Aber ich bleibe dabei: Ich bin froh, dass diese Zeiten vorbei sind. Jetzt kann ich meinen Computer starten, ohne Angst vor einem blauen Bildschirm zu haben, der mir kryptische Botschaften ins Gesicht schreit.
Und wenn doch mal was schiefgeht? Dann drücke ich einfach "Strg+Alt+Entf" und hoffe das Beste. Oder ich rufe meinen Nerd-Freund an. Der kennt sich sowieso besser aus als ich. Und er findet es bestimmt lustig, wenn ich ihm von meinen SRM-Albträumen erzähle.
Also, danke Acronis, für den Versuch. Aber manchmal ist weniger eben doch mehr. Und manchmal ist es besser, einfach nur den "Escape"-Knopf zu drücken.
