Ab Wann Haben Kinder Nasennebenhöhlen

Na, wer von uns hat’s nicht schon erlebt? Das Kind ist verschnupft, quengelig und man selbst fragt sich: "Ist das jetzt einfach nur ein doofer Schnupfen, oder steckt da mehr dahinter?" Eine Frage, die uns Eltern oft umtreibt, ist: Ab wann können die kleinen Racker überhaupt Nasennebenhöhlenentzündungen bekommen?
Stellt euch das mal so vor: Babys kommen quasi mit einer "Rohbau"-Version ihrer Nasennebenhöhlen zur Welt. Die sind noch winzig, fast wie kleine Mini-Appartements, die noch nicht ganz fertig eingerichtet sind. Die Siebbeinzellen, die so heißen, weil sie aussehen wie... naja, eben wie ein Sieb, sind als Erste am Start. Aber die Stirnhöhlen zum Beispiel? Fehlanzeige! Die melden sich erst viel später zu Wort.
Mini-Nasen, Mini-Nebenhöhlen
Konkret bedeutet das: Babys haben zwar Nasennebenhöhlen, aber die sind eben noch nicht voll entwickelt. Deshalb sind echte Nasennebenhöhlenentzündungen bei ganz kleinen Babys extrem selten. Das ist ein bisschen so, als würde man versuchen, ein ganzes Fußballteam in eine Telefonzelle zu quetschen – da ist einfach kein Platz für Entzündung und Co.
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Anders sieht’s dann im Kindergartenalter aus. Da sind die Kiefernhöhlen schon ganz gut dabei und die Siebbeinzellen sowieso. Trotzdem sind die Wege zwischen Nase und Nebenhöhlen noch recht kurz und breit, was einerseits gut ist, weil der Schleim leichter abfließen kann. Andererseits ist es aber auch ein bisschen wie eine offene Einladung für alle möglichen Viren und Bakterien, eine Party in den Nebenhöhlen zu feiern.
Ab wann wird's ernst?
Also, ab wann haben Kinder "richtige" Nasennebenhöhlen? Nun ja, so richtig fertig ausgebaut sind die Dinger erst so um das Teenageralter herum. Aber das bedeutet nicht, dass Kinder vorher keine Probleme damit haben können! Häufig verwechseln wir Eltern einen ganz normalen Schnupfen mit einer Nasennebenhöhlenentzündung. Und das ist auch kein Wunder, denn die Symptome können sich ähneln.

Der Unterschied liegt oft im Detail: Ein normaler Schnupfen klingt meistens nach ein paar Tagen wieder ab. Eine Nasennebenhöhlenentzündung hingegen kann sich hartnäckiger zeigen und mit Symptomen wie starkem Druckgefühl im Gesicht, Kopfschmerzen oder auch gelb-grünlichem Nasensekret einhergehen. Und manchmal riecht es dann auch noch komisch – quasi ein "Duft-Alarm", der uns Eltern aufhorchen lässt.
Kennt ihr das auch? Man putzt dem Kind gefühlt den ganzen Tag die Nase und trotzdem kommt immer wieder Nachschub? Und dann dieser Blick, wenn man fragt: "Tut's weh?" – eine Mischung aus "Ich bin tapfer!" und "Mama, hilf mir!"... Ja, da schmilzt jedes Elternherz dahin.

Was tun, wenn's brummt im Kopf?
Wenn ihr also den Verdacht habt, dass mehr als nur ein Schnupfen im Anmarsch ist, dann ist der Gang zum Kinderarzt natürlich Pflicht. Der kann mit dem Blick in die Nase und gegebenenfalls mit weiteren Untersuchungen feststellen, ob es sich wirklich um eine Nasennebenhöhlenentzündung handelt. Und keine Sorge, meistens hilft dann schon eine ordentliche Portion Ruhe, Nasenspülungen und vielleicht auch schleimlösende Mittel.
Und noch ein Tipp: Achtet auf eine gute Luftfeuchtigkeit im Kinderzimmer. Trockene Heizungsluft ist Gift für die kleinen Nasen. Also lieber mal eine Schale Wasser auf die Heizung stellen oder einen Luftbefeuchter anschaffen. Eure Kinder werden es euch danken (und eure eigenen Nasen übrigens auch!).
Also, merkt euch: Kleine Kinder, kleine Nasennebenhöhlen. Aber auch kleine Nasennebenhöhlen können ganz schön Ärger machen. Bleibt wachsam, beobachtet eure kleinen Schnupfnasen und scheut euch nicht, den Arzt zu fragen, wenn ihr unsicher seid. Denn am Ende wollen wir doch alle nur eins: Gesunde und fröhliche Kinder!
