Ab Wann Fangen übungswehen An

Ich erinnere mich noch gut an den Anruf meiner Schwester. Panisch, mitten in der Nacht: "Ich glaube, es geht los! Ich habe Wehen!" Ich, natürlich sofort hellwach, volle Notfall-Mama-Schwester-Modus. Nur um dann am nächsten Morgen zu erfahren: Fehlalarm. Übungswehen. Der kleine Schelm hatte noch gar keine Lust auf die große weite Welt. Tja, und da fragt man sich dann natürlich: Ab wann fangen diese Übungswehen eigentlich an? Und wie unterscheidet man sie von den echten?
Das ist eine Frage, die sich wohl jede Schwangere irgendwann stellt. Schließlich ist es ja auch ganz schön aufregend, wenn sich der Bauch plötzlich verhärtet und ein unangenehmes Ziehen einsetzt. Man will ja schließlich nicht unnötig im Kreißsaal stehen, nur um dann wieder nach Hause geschickt zu werden. (Glaub mir, das ist meiner Schwester wirklich passiert!)
Also, Butter bei die Fische: Es gibt keine allgemeingültige Antwort auf die Frage, wann Übungswehen beginnen. Manche Frauen spüren sie schon im zweiten Trimester, also so ab der 20. Schwangerschaftswoche. Andere merken bis kurz vor der Geburt gar nichts davon. Jede Schwangerschaft ist anders – das predigen einem die Ärzte ja sowieso gefühlt alle fünf Minuten, nicht wahr?
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Wichtig: Es ist völlig normal, wenn du keine Übungswehen hast. Oder wenn du sie ganz früh oder erst sehr spät bemerkst. Das sagt absolut nichts darüber aus, wie deine Geburt verlaufen wird. Versprochen!
Was sind eigentlich Übungswehen?
Übungswehen, auch Braxton-Hicks-Kontraktionen genannt (klingt doch gleich viel medizinischer, oder?), sind im Prinzip das Training für die Gebärmutter. Sie bereiten sich quasi auf den großen Tag vor, indem sie schon mal die Muskeln spielen lassen. Stell dir das vor wie ein Warm-up vor dem Marathon.

Die Gebärmutter zieht sich dabei zusammen, der Bauch wird hart und du spürst ein Ziehen oder Druckgefühl. Das kann unangenehm sein, aber normalerweise sind Übungswehen nicht schmerzhaft. Und das ist ein ganz wichtiger Unterschied zu den echten Wehen!
Kleiner Tipp: Wenn du unsicher bist, ob es sich um Übungswehen oder echte Wehen handelt, leg dich am besten mal hin und entspann dich. Oft verschwinden Übungswehen dann wieder. Wenn nicht, oder wenn sie stärker und regelmäßiger werden, solltest du auf jeden Fall deine Hebamme oder deinen Arzt kontaktieren.

Wie unterscheiden sich Übungswehen von echten Wehen?
Das ist die Millionen-Dollar-Frage, oder? Hier sind ein paar wichtige Unterschiede, die dir helfen können, die beiden auseinanderzuhalten:
- Unregelmäßigkeit: Übungswehen sind unregelmäßig und kommen nicht in einem bestimmten Rhythmus. Echte Wehen hingegen werden immer regelmäßiger und stärker.
- Intensität: Übungswehen sind meistens nicht schmerzhaft, sondern eher unangenehm. Echte Wehen werden immer schmerzhafter.
- Dauer: Übungswehen dauern in der Regel nur kurz an, meistens weniger als eine Minute. Echte Wehen werden immer länger.
- Keine Wirkung auf den Muttermund: Übungswehen bewirken keine Öffnung des Muttermundes. Echte Wehen hingegen sorgen dafür, dass sich der Muttermund öffnet.
Also, merk dir: Unregelmäßig, nicht schmerzhaft, kurz und keine Wirkung auf den Muttermund = wahrscheinlich Übungswehen. Aber wie gesagt, wenn du dir unsicher bist, frag lieber einmal zu viel als einmal zu wenig bei deiner Hebamme oder deinem Arzt nach!

Was tun, wenn die Übungswehen nerven?
Manchmal können Übungswehen ganz schön lästig sein, vor allem wenn sie häufig auftreten. Hier ein paar Tipps, was du dagegen tun kannst:
- Entspannung: Leg dich hin, mach es dir gemütlich und entspann dich. Ein warmes Bad oder eine Tasse Tee können auch helfen.
- Bewegung: Manchmal hilft es auch, sich ein bisschen zu bewegen. Ein Spaziergang an der frischen Luft kann Wunder wirken.
- Trinken: Achte darauf, ausreichend zu trinken. Dehydration kann Übungswehen verstärken.
- Ruhe: Versuche, Stress zu vermeiden und dir ausreichend Ruhe zu gönnen.
Und denk dran: Übungswehen sind ein Zeichen dafür, dass dein Körper sich auf die Geburt vorbereitet. Also, versuch sie positiv zu sehen – auch wenn sie manchmal nerven!
Zum Schluss noch eine kleine Weisheit: Vertrau auf deinen Körper und hör auf dein Bauchgefühl (im wahrsten Sinne des Wortes!). Du wirst schon merken, wann es wirklich losgeht. Und bis dahin: Genieß die Kugelzeit! Sie geht schneller vorbei, als du denkst.
