Ab Und Zu Stechen In Der Brust

Ein Stich hier, ein Stich da: Wenn die Brust Alarm schlägt (und warum meistens alles gut ist)
Kennen Sie das? Plötzlich, aus dem Nichts, sticht es in der Brust. Ein kurzer, spitzer Schmerz, der einen kurz innehalten lässt. "Ab und zu Stechen in der Brust", wie der Doktor so schön sagt. Und sofort schaltet das Kopfkino ein. Herzinfarkt? Lungenembolie? Sofortbilder von Krankenhausbetten und besorgten Gesichtern flimmern vorbei. Aber bevor Sie jetzt in Panik ausbrechen und sich ins nächste Wartezimmer stürzen: Durchatmen. Ganz tief durchatmen. Denn meistens ist es harmloser, als Sie denken.
Klar, Brustschmerzen sollte man ernst nehmen. Niemand rät Ihnen, sie zu ignorieren. Aber die Wahrheit ist: Unser Brustkorb ist ein kompliziertes Gebilde. Da sind Rippen, Muskeln, Knorpel, Nerven und natürlich das Herz und die Lunge. Alles dicht an dicht gedrängt, wie in einer Sardinenbüchse. Und da kann es schon mal zu kleinen Reibereien kommen.
Denken Sie nur an den Muskelkater nach dem ersten Zumba-Kurs seit Ewigkeiten. Oder an das Verheben beim Umzug der neuen Zimmerpflanze, die natürlich doppelt so schwer war wie erwartet. Diese kleinen Muskelzerrungen oder Verspannungen können sich als Stechen in der Brust bemerkbar machen. Und ja, auch ein heftiger Niesanfall kann dafür verantwortlich sein. Wer hätte gedacht, dass Niesen so gefährlich sein kann?
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Manchmal ist es auch einfach nur die Psyche. Stress, Angst oder Kummer können sich in körperlichen Symptomen äußern. Das ist wie mit dem Bauchweh vor einer wichtigen Prüfung oder dem Kloß im Hals, wenn man traurig ist. Unser Körper ist eben eng mit unserer Gefühlswelt verbunden. Und wenn die Seele leidet, dann kann sich das auch in einem Stich in der Brust zeigen.
Die etwas weniger dramatischen Ursachen
Okay, genug der Panikmache. Was sind denn nun die harmloseren Gründe für das Stechen? Hier ein paar Kandidaten, die Sie vielleicht wiedererkennen:

- Sodbrennen: Die Magensäure steigt auf und reizt die Speiseröhre. Das kann sich wie ein Brennen oder Stechen in der Brust anfühlen. Vor allem nach einem üppigen Abendessen oder zu viel Kaffee.
- Verspannungen: Langes Sitzen am Schreibtisch, eine ungünstige Schlafposition oder einfach nur Stress können zu Verspannungen im Brustbereich führen. Und die können ganz schön stechen.
- Rippenprellung: Ein harmloser Stoß oder Schlag kann zu einer Rippenprellung führen. Das tut zwar weh, ist aber meistens nicht gefährlich.
Und dann gibt es noch die Klassiker: Erkältungen und Grippe. Husten und Schnupfen können die Brustmuskulatur beanspruchen und zu Schmerzen führen. "Ab und zu Stechen in der Brust" ist dann eher ein Begleiterscheinung als ein Grund zur Sorge.
Wann sollte man zum Arzt?
Trotzdem gilt: Lieber einmal zu viel als einmal zu wenig. Wenn das Stechen in der Brust mit anderen Symptomen wie Atemnot, Schwindel, Übelkeit, Engegefühl oder Ausstrahlung in Arme, Kiefer oder Rücken einhergeht, dann sollten Sie sofort den Notruf wählen. Das könnten Anzeichen für einen Herzinfarkt sein. Auch bei anhaltenden, starken Schmerzen oder wenn Sie sich unsicher fühlen, ist ein Arztbesuch ratsam.

Denken Sie daran: Ihr Körper ist Ihr bester Freund. Er kennt Sie am besten und weiß, wann etwas nicht stimmt. Hören Sie auf ihn und nehmen Sie seine Signale ernst. Aber lassen Sie sich nicht von jedem kleinen Stich in Panik versetzen. Manchmal ist es einfach nur ein Zeichen dafür, dass Sie sich mal wieder mehr bewegen, entspannen oder eine Tasse Kamillentee trinken sollten. Und vielleicht einfach mal wieder tief durchatmen. Und sich bewusst machen: Meistens ist "ab und zu Stechen in der Brust" wirklich harmlos. Und manchmal sogar ein bisschen lustig, wenn man sich vorstellt, wie die kleinen Muskeln im Brustkorb miteinander streiten.
Also, keine Panik! Entspannen Sie sich und genießen Sie das Leben. Und wenn es doch mal sticht: Atmen Sie tief durch und denken Sie an die Sardinenbüchse.
Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei Beschwerden sollten Sie immer einen Arzt aufsuchen.
