22 Monate Altes Kind Schläft Nicht Durch

Ich verstehe es. Die Zeit mit einem 22 Monate alten Kind kann wunderschön sein. Die kleinen Persönlichkeiten blühen auf, die Sprache entwickelt sich rasant und die Welt wird mit grossen Augen entdeckt. Aber wenn die Nächte unruhig sind und dein Kind einfach nicht durchschlafen will, kann das unglaublich anstrengend sein. Du bist nicht allein! Viele Eltern erleben diese Phase und fühlen sich erschöpft und überfordert. Lass uns gemeinsam einige mögliche Ursachen und Lösungsansätze betrachten.
Mögliche Ursachen für Schlafprobleme bei 22 Monate alten Kindern
Es gibt viele Gründe, warum ein Kind in diesem Alter plötzlich nicht mehr oder nur schlecht durchschläft. Hier sind einige der häufigsten:
- Zahnen: Auch wenn die ersten Zähne schon da sind, können die Backenzähne oder Eckzähne für erneute Schmerzen und Unruhe sorgen.
- Entwicklungsschübe: Dein Kind macht gerade eine riesige Entwicklung durch. Neue Fähigkeiten wie Laufen, Sprechen oder komplexere Denkprozesse können den Schlaf beeinflussen.
- Trennungsangst: Die Angst, von Mama oder Papa getrennt zu sein, kann besonders nachts stark werden.
- Albträume oder Nachtschrecken: Diese können in diesem Alter auftreten und den Schlaf empfindlich stören.
- Veränderungen in der Routine: Ein Umzug, ein neuer Kindergarten oder eine neue Bezugsperson können das Kind verunsichern und zu Schlafproblemen führen.
- Krankheit: Eine Erkältung, Ohrenschmerzen oder andere Beschwerden können den Schlaf natürlich beeinträchtigen.
- Übermüdung: Ironischerweise kann auch Übermüdung dazu führen, dass Kinder schlechter schlafen. Sie werden dann "überdreht" und können schwerer zur Ruhe kommen.
- Ungünstige Schlafgewohnheiten: Späte Nickerchen oder unregelmässige Schlafenszeiten können den natürlichen Schlafrhythmus stören.
Was du tun kannst, um deinem Kind zu helfen, besser zu schlafen
Zum Glück gibt es viele Dinge, die du ausprobieren kannst, um deinem Kind zu einem besseren Schlaf zu verhelfen:
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- Eine feste Schlafroutine: Eine regelmässige Routine vor dem Schlafengehen gibt deinem Kind Sicherheit und hilft ihm, sich zu entspannen. Das kann ein warmes Bad, eine Geschichte, ein Schlaflied oder eine Kuscheleinheit sein.
- Eine angenehme Schlafumgebung: Sorge für ein ruhiges, dunkles und kühles Schlafzimmer. Vielleicht hilft ein Nachtlicht oder ein vertrautes Kuscheltier.
- Regelmässige Schlafzeiten: Versuche, auch am Wochenende die Schlafzeiten so gut wie möglich einzuhalten.
- Vermeide späte Nickerchen: Wenn dein Kind nach 16 Uhr noch schläft, kann das den Nachtschlaf beeinträchtigen.
- Keine anstrengenden Aktivitäten vor dem Schlafengehen: Vermeide Toben, laute Spiele oder aufregende Filme kurz vor dem Schlafengehen.
- Eine beruhigende Abendmahlzeit: Ein leichtes Abendessen, wie zum Beispiel Milch und Zwieback oder eine Banane, kann helfen, den Blutzuckerspiegel stabil zu halten und nächtliches Aufwachen zu verhindern.
- Kuscheln und Nähe: Wenn dein Kind nachts aufwacht, gib ihm die Nähe und Geborgenheit, die es braucht. Manchmal reicht es schon, einfach nur da zu sein und zu kuscheln.
- Konsistenz: Sei konsequent in deinen Reaktionen. Wenn du einmal nachgibst und dein Kind mit ins Elternbett nimmst, wird es das wahrscheinlich wieder wollen.
- Überprüfe, ob dein Kind krank ist: Schliesse körperliche Ursachen für die Schlafprobleme aus.
Was du vermeiden solltest
Wichtig: Vermeide es, dein Kind mit Süssigkeiten oder zuckerhaltigen Getränken ins Bett zu bringen. Das kann zu Karies und Schlafstörungen führen.
Ausserdem solltest du:

- Keine langen Diskussionen am Bett: Versuche, kurze und beruhigende Worte zu finden.
- Keine Bestrafung für nächtliches Aufwachen: Dein Kind macht das nicht mit Absicht.
- Keinen Bildschirm kurz vor dem Schlafengehen: Das blaue Licht von Bildschirmen kann die Melatoninproduktion hemmen und den Schlaf erschweren.
Wann du professionelle Hilfe suchen solltest
Wenn die Schlafprobleme deines Kindes trotz deiner Bemühungen anhalten oder sich sogar verschlimmern, solltest du dich an deinen Kinderarzt wenden. Er kann mögliche medizinische Ursachen ausschliessen und dich gegebenenfalls an einen Schlafexperten überweisen. Vergiss nicht, dass du nicht allein bist und es in Ordnung ist, Hilfe zu suchen.
Denk an dich selbst!
Es ist wichtig, dass du auch auf dich selbst achtest. Schlafentzug kann sehr belastend sein. Versuche, dir kleine Auszeiten zu gönnen, dich gesund zu ernähren und dich ausreichend zu bewegen. Bitte deinen Partner, deine Familie oder Freunde um Unterstützung, damit du dich erholen kannst. Deine Gesundheit und dein Wohlbefinden sind genauso wichtig wie das deines Kindes.

Es ist wichtig zu verstehen, dass jede Familie und jedes Kind anders ist. Was für den einen funktioniert, muss nicht unbedingt für den anderen gelten. Sei geduldig und experimentiere mit verschiedenen Ansätzen, um herauszufinden, was für dein Kind am besten ist.
Diese Phase ist oft nur vorübergehend. Mit Geduld, Liebe und den richtigen Strategien kannst du deinem Kind helfen, besser zu schlafen und die Nächte wieder ruhiger zu gestalten. Und denk daran: Du machst einen tollen Job!
Welche Schlafroutine hat sich bei deinem Kind bewährt oder was hast du bereits ausprobiert, um die Schlafprobleme zu lösen?
