Zünd Ein Licht An Text Und Akkorde

Kennt ihr das? Dieses eine Lied, das wirklich jeder liebt. Und ich meine jeder. Auf Hochzeiten, Geburtstagen, sogar beim Bäcker läuft's. Meistens ist es irgendein Schmusesong oder ein total simpler Schlager. Und dann ist da... "Zünd Ein Licht An" mit Text und Akkorden.
Ich sage es mal so: Es ist da. Es existiert. Und Leute scheinen es zu mögen. Sehr zu mögen. Fast schon unheimlich zu mögen.
Das Lied, das nie endet…
Ich habe nichts gegen positive Botschaften. Ehrlich! Wir brauchen mehr Liebe, mehr Hoffnung, mehr... Lichter, die angezündet werden. Aber manchmal, nur manchmal, denke ich mir: Brauchen wir wirklich noch eine Strophe?
Must Read
Es ist wie mit endlosen Nudelgerichten. Am Anfang freut man sich. Lecker! Nudeln! Aber nach der fünften Gabel merkt man: Okay, das wird eine Herausforderung. Und nach der zehnten Gabel fragt man sich: Habe ich etwas verbrochen?
So ähnlich ist das für mich mit "Zünd Ein Licht An". Am Anfang denkt man: Süß! Ein Lied über Hoffnung! Wie schön! Aber dann kommt die zweite Strophe. Und die dritte. Und die vierte. Und plötzlich ist man gefangen in einer Spirale der Hoffnung, aus der es kein Entkommen gibt.

Ich weiß, ich weiß. Das klingt jetzt furchtbar zynisch. Aber ich bin ehrlich: Nach dem dritten Refrain fange ich an, über alternative Fluchtwege nachzudenken. Oder zumindest, ob mein Handy noch genug Akku hat, um heimlich Candy Crush zu spielen.
Die Akkorde: Eine Herausforderung für Gitarrenhelden?
Nun zu den Akkorden. Sagen wir mal so: Sie sind... vorhanden. Es ist nicht so, dass "Zünd Ein Licht An" der Stoff ist, aus dem Gitarrenlegenden gemacht sind. Aber hey, es erfüllt seinen Zweck. Man kann es spielen. Man kann dazu singen. Man kann es... sehr, sehr oft spielen und singen.

Ich will hier niemanden zu nahe treten. Ich respektiere die musikalischen Fähigkeiten von Udo Jürgens, dem Urgestein. Aber manchmal, wenn ich die Akkordfolge höre, denke ich: Ist das wirklich alles? Könnte man da nicht noch einen kleinen Jazz-Akkord einbauen? Eine kleine Dissonanz, um die Hoffnung etwas... interessanter zu gestalten?
Aber nein. Es bleibt bei den simplen Akkorden. Einfach. Ehrlich. Und für manche Leute anscheinend das Nonplusultra der musikalischen Erbauung.
Meine unpopuläre Meinung: Es ist okay, das Lied nicht zu lieben
Hier kommt meine unpopuläre Meinung: Es ist okay, "Zünd Ein Licht An" nicht zu lieben. Es ist okay, beim Hören des Liedes nicht in Tränen der Rührung auszubrechen. Es ist okay, sich zu fragen, ob es nicht vielleicht doch noch andere Lieder gibt, die Hoffnung und Liebe vermitteln können.
Ich weiß, das ist fast schon Ketzerei. Aber ich sage es trotzdem: Man muss nicht jedes Lied mögen, das angeblich jeder mag. Man darf auch mal sagen: Danke, aber ich brauche gerade kein Licht. Ich habe genug Kerzen zu Hause.
Vielleicht bin ich ja einfach nur ein Grinch der Hoffnung. Vielleicht habe ich den Sinn des Liedes einfach nicht verstanden. Vielleicht bin ich einfach nur ein bisschen... genervt.

Aber hey, wenigstens bin ich ehrlich. Und vielleicht, nur vielleicht, gibt es da draußen noch jemanden, der insgeheim genauso denkt wie ich. Und für diesen jemanden zünde ich jetzt... eine Kerze an. Aber nicht zu lange. Sonst muss ich wieder an das Lied denken.
Ein Hoch auf alle, die ihre eigene musikalische Meinung haben! Und ein doppel Hoch auf alle, die Udo Jürgens lieben. Nur vielleicht nicht gerade jetzt, während ich diesen Artikel schreibe.
Also, was denkt ihr? Bin ich der einzige hoffnungslose Fall? Oder gibt es da draußen noch Verbündete im Kampf gegen die musikalische Überdosis Hoffnung?
