Wie Wird Des Weiteren Geschrieben

Kennen wir das nicht alle? Man schreibt eine E-Mail, einen Kommentar oder sogar einen Liebesbrief (ja, die gibt's noch!). Und dann kommt dieses eine Wort: des Weiteren. Plötzlich stockt man. Ist das jetzt mit zwei "d" oder nur mit einem? Fragen über Fragen!
Ich gebe es zu: Ich bin kein Fan von des Weiteren. Es klingt so…amtlich. So, als würde man einen Paragraphen rezitieren oder eine Steuererklärung verfassen. Und mal ehrlich, wer will das schon im Alltag?
Die Leiden mit "Des Weiteren"
Vielleicht bin ich ja allein mit meiner Meinung, aber ich finde, dieses Wort ist einfach unnötig kompliziert. Brauchen wir es wirklich? Gibt es keine besseren Alternativen? Die Antwort ist ein klares Ja!
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Denkt doch mal an all die anderen Möglichkeiten: "außerdem", "darüber hinaus", "zusätzlich", "ferner"... Die Liste ist endlos! Warum also krampfhaft an des Weiteren festhalten?
Ich stelle mir immer vor, wie sich Leute beim Sprechen verhaspeln, wenn sie versuchen, dieses Wort elegant in ein Gespräch einzubauen. "Ähm... ja... des Weiteren... äh... wollte ich noch sagen..." Autsch. Das tut ja schon beim Zuhören weh.

"Des Weiteren," sagte Professor Dr. Besserwisser, "ist Ihre Argumentation völlig haltlos."
Ja, genau so stelle ich mir das vor. Ein Professor mit Kneifbrille, der mit erhobenem Zeigefinger belehrt. Nicht gerade das, was ich unter einem entspannten Gespräch verstehe.
Mein persönlicher Kreuzzug
Ich habe beschlossen, einen kleinen persönlichen Kreuzzug gegen des Weiteren zu starten. Nicht, dass ich irgendwelche Schilder hochhalten und demonstrieren würde (obwohl...). Aber ich versuche, es konsequent zu vermeiden. In meinen E-Mails, in meinen Textnachrichten, sogar in meinen Gedanken!

Und wisst ihr was? Es funktioniert! Mein Leben ist nicht schlechter geworden. Im Gegenteil, ich finde, meine Texte klingen jetzt viel natürlicher und freundlicher. Vielleicht sogar ein bisschen cooler?
Manchmal ertappe ich mich aber trotzdem dabei, wie ich in Versuchung gerate. Vor allem, wenn ich etwas Wichtiges oder Formelles schreiben muss. Dann flüstert mir eine kleine Stimme ins Ohr: "Sei doch professionell! Benutze des Weiteren! Das klingt doch seriös!"
Aber dann sage ich mir: "Nein! Sei stark! Bleib dir treu! Es gibt auch andere Wörter!" Und dann tippe ich beherzt "außerdem" oder "darüber hinaus" ein. Und die Welt ist wieder ein Stückchen besser.

Vielleicht ist es ja auch nur eine Generationsfrage. Vielleicht finden die Jüngeren des Weiteren total hip und modern. Wer weiß? Aber ich bleibe dabei: Für mich ist es ein Relikt aus einer vergangenen Zeit, als Sprache noch komplizierter und umständlicher sein musste.
Fazit: Lasst uns des Weiteren in Rente schicken! Es hat seinen Dienst getan. Es ist Zeit für neue, frische und unkomplizierte Wörter. Lasst uns die deutsche Sprache von diesem unnötigen Ballast befreien!

Und falls ihr euch jetzt fragt, wie man des Weiteren schreibt: Ja, es ist tatsächlich mit zwei "d". Aber viel wichtiger ist doch die Frage: Sollte man es überhaupt schreiben?
Ich sage: Lieber nicht. Es gibt so viele andere, schönere und verständlichere Wörter da draußen. Nutzt sie! Befreit eure Sprache! Und habt Spaß dabei!
P.S.: Ich bin gespannt auf eure Meinungen! Seid ihr auch des Weiteren-Hasser? Oder findet ihr das Wort total super? Lasst es mich wissen!
