Wie Viel Verdient Eine Friseurin In Der Ausbildung

Du träumst davon, Friseurin zu werden und fragst dich, was du während deiner Ausbildung verdienst? Das ist eine super wichtige Frage, denn schließlich muss man ja auch irgendwie über die Runden kommen. In diesem Artikel gehen wir ganz genau darauf ein, was eine Friseurin oder ein Friseur während der Ausbildung so verdient, welche Faktoren das Gehalt beeinflussen und was du sonst noch wissen solltest.
Warum ist das Ausbildungsgehalt wichtig?
Klar, der Beruf des Friseurs/der Friseurin ist kreativ und abwechslungsreich. Aber es ist auch ein Beruf, in dem du handwerklich tätig bist und viel mit Menschen zu tun hast. Das Ausbildungsgehalt ist wichtig, weil es dir ermöglicht, dich voll und ganz auf deine Ausbildung zu konzentrieren, ohne ständig finanzielle Sorgen zu haben. Es ist auch eine Anerkennung deiner Arbeit und deiner Zeit.
Außerdem ist es gut zu wissen, worauf du dich finanziell einstellen kannst. So kannst du besser planen und vielleicht sogar etwas Geld sparen.
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Wie viel verdient man als Friseurin in der Ausbildung?
Das Ausbildungsgehalt ist nicht in Stein gemeißelt und kann variieren. Es hängt von verschiedenen Faktoren ab, die wir uns später genauer ansehen. Aber grundsätzlich gibt es Richtwerte, an denen du dich orientieren kannst. Diese Richtwerte werden regelmäßig aktualisiert.
Im Allgemeinen gilt: Dein Gehalt steigt mit jedem Ausbildungsjahr.
Die aktuellen Richtwerte (Stand 2024) sehen ungefähr so aus:
- 1. Ausbildungsjahr: Zwischen 585 und 850 Euro brutto im Monat.
- 2. Ausbildungsjahr: Zwischen 680 und 950 Euro brutto im Monat.
- 3. Ausbildungsjahr: Zwischen 780 und 1050 Euro brutto im Monat.
Wichtig: Das sind nur Richtwerte! Dein tatsächliches Gehalt kann davon abweichen. Schau in deinen Ausbildungsvertrag, dort steht dein Gehalt verbindlich drin. Sprich im Zweifelsfall mit deiner Berufsschule oder der Handwerkskammer.
Welche Faktoren beeinflussen dein Ausbildungsgehalt?
Es gibt einige Faktoren, die dein Ausbildungsgehalt beeinflussen können. Hier sind die wichtigsten:
1. Der Standort deines Ausbildungsbetriebs:
In Ballungsgebieten wie München, Hamburg oder Berlin sind die Lebenshaltungskosten oft höher. Daher zahlen Betriebe dort in der Regel auch höhere Ausbildungsgehälter als in ländlichen Regionen. Das liegt daran, dass sie konkurrenzfähiger sein müssen, um überhaupt Auszubildende zu finden.

2. Die Größe deines Ausbildungsbetriebs:
Größere Friseursalons oder Ketten haben oft mehr finanzielle Mittel und können ihren Auszubildenden ein höheres Gehalt zahlen als kleinere Familienbetriebe. Sie haben meist auch eine bessere Personalstruktur und feste Gehaltsrichtlinien.
3. Tarifbindung:
Wenn dein Ausbildungsbetrieb an einen Tarifvertrag gebunden ist, sind die Gehälter festgelegt. Das bedeutet, dass du mindestens das im Tarifvertrag vereinbarte Gehalt erhältst. Das ist oft von Vorteil, da Tarifverträge in der Regel bessere Bedingungen bieten als individuelle Vereinbarungen.
4. Die Verhandlungsgeschick:
Auch wenn es in der Ausbildung oft schwierig ist, über das Gehalt zu verhandeln, kann es sich lohnen, nachzufragen. Wenn du besonders engagiert bist und gute Leistungen erbringst, kannst du vielleicht eine kleine Gehaltserhöhung heraushandeln. Zeige, dass du motiviert bist und einen Mehrwert für den Salon darstellst.
5. Das Bundesland:
Auch zwischen den Bundesländern gibt es Unterschiede im Ausbildungsgehalt. Das hängt oft mit der wirtschaftlichen Situation und den Lebenshaltungskosten im jeweiligen Bundesland zusammen.
Was bedeutet "brutto" und "netto"?
Es ist wichtig, den Unterschied zwischen Brutto- und Netto-Gehalt zu kennen. Das Bruttogehalt ist das Gehalt, das du von deinem Ausbildungsbetrieb erhältst, bevor Steuern und Sozialversicherungsbeiträge abgezogen werden. Das Nettogehalt ist das Gehalt, das dir tatsächlich auf dein Konto überwiesen wird, nachdem alle Abzüge gemacht wurden.

Wie viel von deinem Bruttogehalt abgezogen wird, hängt von deiner Steuerklasse, deinem Wohnort und deiner Krankenversicherung ab. Du kannst online Brutto-Netto-Rechner finden, um eine ungefähre Vorstellung davon zu bekommen, wie viel du netto verdienen wirst.
Wie sieht es mit Zusatzleistungen aus?
Manchmal bieten Ausbildungsbetriebe auch Zusatzleistungen an, die dein Gehalt aufbessern können. Das können zum Beispiel sein:
- Fahrtkostenzuschüsse
- Essensgutscheine
- Zuschüsse zur Berufsschule
- Übernahme von Arbeitskleidung
- Weihnachts- oder Urlaubsgeld
- Provisionen für den Verkauf von Produkten
Frag am besten im Vorstellungsgespräch nach, ob es solche Zusatzleistungen gibt. Sie können einen großen Unterschied machen!
Tipps für deine finanzielle Planung als Azubi
Auch wenn das Ausbildungsgehalt nicht riesig ist, kannst du mit einer guten Planung gut über die Runden kommen. Hier sind ein paar Tipps:
1. Erstelle einen Haushaltsplan:
Notiere dir alle deine Einnahmen und Ausgaben. So siehst du genau, wo dein Geld hingeht und wo du eventuell sparen kannst. Es gibt viele Apps und Vorlagen, die dir dabei helfen können.

2. Spare regelmäßig:
Auch kleine Beträge können sich summieren. Versuche, jeden Monat etwas Geld auf die Seite zu legen, zum Beispiel für den Führerschein oder eine größere Anschaffung. Ein Sparplan kann dir helfen, diszipliniert zu bleiben.
3. Nutze Azubi-Rabatte:
Viele Geschäfte und Dienstleistungen bieten spezielle Rabatte für Auszubildende an. Frag einfach nach! Das kann dir eine Menge Geld sparen.
4. Sprich mit deinen Eltern:
Wenn du noch zu Hause wohnst, können deine Eltern dir vielleicht bei einigen Kosten unter die Arme greifen. Sprich offen mit ihnen über deine finanzielle Situation.
5. Informiere dich über finanzielle Unterstützung:
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, finanzielle Unterstützung zu erhalten, zum Beispiel Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) oder Wohngeld. Informiere dich bei der Agentur für Arbeit oder beim Jobcenter, ob du Anspruch darauf hast.
Was passiert nach der Ausbildung?
Nach deiner Ausbildung sieht es finanziell natürlich deutlich besser aus. Dein Einstiegsgehalt als ausgelernte/r Friseurin ist höher als dein Ausbildungsgehalt. Auch hier gibt es Unterschiede je nach Standort, Betriebsgröße und Tarifbindung. Im Durchschnitt kannst du mit einem Einstiegsgehalt zwischen 1.800 und 2.500 Euro brutto rechnen.

Mit steigender Berufserfahrung und Weiterbildungen kannst du dein Gehalt weiter verbessern. Es gibt viele Möglichkeiten, dich weiterzubilden, zum Beispiel zum/zur Friseurmeisterin oder zum/zur Fachwirtin für Friseurhandwerk. Diese Qualifikationen eröffnen dir neue Karrierechancen und ermöglichen dir, mehr Verantwortung zu übernehmen und ein höheres Gehalt zu erzielen.
Dein Weg zum Traumberuf
Lass dich von den Zahlen nicht entmutigen! Die Ausbildung zum/zur Friseurin ist eine tolle Chance, einen kreativen und abwechslungsreichen Beruf zu erlernen. Mit Engagement, Fleiß und einer guten Planung kannst du deine Ausbildung erfolgreich abschließen und eine vielversprechende Karriere starten.
Denk daran, dass es nicht nur ums Geld geht. Die Freude am Beruf, die Arbeit mit Menschen und die Möglichkeit, kreativ zu sein, sind unbezahlbar. Und mit der richtigen Einstellung und Weiterbildungsmöglichkeiten kannst du auch finanziell erfolgreich sein.
Wo findest du weitere Informationen?
Wenn du noch mehr Informationen zum Thema Ausbildungsgehalt und Karriere als Friseurin suchst, kannst du dich an folgende Stellen wenden:
- Deine Berufsschule: Die Lehrer und Berufsberater können dir wertvolle Tipps und Informationen geben.
- Die Handwerkskammer: Die Handwerkskammer ist dein Ansprechpartner für alle Fragen rund um die Ausbildung im Handwerk.
- Die Agentur für Arbeit: Die Agentur für Arbeit bietet Berufsberatung und Informationen zu finanziellen Hilfen.
- Online-Portale: Es gibt viele Online-Portale, die Informationen zu Ausbildungsberufen und Gehältern anbieten.
Wir hoffen, dieser Artikel hat dir geholfen, einen besseren Überblick über das Ausbildungsgehalt als Friseurin zu bekommen. Viel Erfolg bei deiner Ausbildung!
