Wie Sieht Hand Mund Fuß Aus

Ihr Kind ist quengelig, hat Fieber und kleine Bläschen im Mund? Vielleicht sind Ihnen auch rote Punkte an Händen und Füßen aufgefallen? Die Hand-Mund-Fuß-Krankheit ist zwar unangenehm, aber meist harmlos. Viele Eltern sind verunsichert, wenn sie diese Symptome bei ihrem Kind entdecken. Keine Sorge, wir erklären Ihnen, worauf Sie achten müssen und wie Sie Ihrem Kind helfen können.
Was ist die Hand-Mund-Fuß-Krankheit eigentlich?
Die Hand-Mund-Fuß-Krankheit (HFMD) ist eine hochansteckende Viruserkrankung, die vor allem Kinder unter 10 Jahren betrifft. Sie wird durch Viren, meistens Coxsackie-Viren, verursacht. Typisch sind kleine, rote Bläschen im Mund, an den Händen und Füßen, die leicht schmerzhaft sein können.
Wichtig zu wissen: Obwohl der Name ähnlich klingt, hat die Hand-Mund-Fuß-Krankheit nichts mit der Maul- und Klauenseuche bei Tieren zu tun.
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Wie erkennt man die Hand-Mund-Fuß-Krankheit? Die Symptome
Die Symptome entwickeln sich in der Regel innerhalb von 3 bis 6 Tagen nach der Ansteckung (Inkubationszeit). Achten Sie auf folgende Anzeichen:
- Fieber: Oft beginnt es mit leichtem Fieber (38-39°C).
- Halsschmerzen und Appetitlosigkeit: Ihr Kind klagt möglicherweise über Halsschmerzen und mag nicht essen.
- Bläschen im Mund: Im Mund, vor allem auf der Zunge, dem Zahnfleisch und der Wangeninnenseite, bilden sich kleine, rote Flecken, die sich schnell in schmerzhafte Bläschen verwandeln. Diese können das Essen und Trinken erschweren.
- Ausschlag an Händen und Füßen: Charakteristisch ist ein nicht juckender, roter Ausschlag mit kleinen Bläschen an den Handflächen und Fußsohlen. Er kann sich auch auf den Fingern, Zehen, dem Gesäß und den Genitalien ausbreiten.
- Allgemeines Unwohlsein: Ihr Kind kann müde, quengelig und unruhig sein.
Merke: Nicht alle Kinder zeigen alle Symptome. Bei manchen verläuft die Krankheit sehr mild oder sogar ohne Symptome.

Wie wird die Hand-Mund-Fuß-Krankheit übertragen?
Die Übertragung erfolgt hauptsächlich durch Tröpfcheninfektion (Husten, Niesen, Sprechen) und Schmierinfektion (Kontakt mit Körperflüssigkeiten wie Speichel, Nasensekret oder dem Inhalt der Bläschen). Besonders ansteckend ist die Krankheit in den ersten Tagen nach Ausbruch der Symptome.
Das bedeutet:

Häufiges Händewaschen, vor allem nach dem Wickeln oder Kontakt mit infizierten Personen, ist wichtig, um die Ausbreitung zu verhindern.
Was kann man gegen die Hand-Mund-Fuß-Krankheit tun?
Da es sich um eine Viruserkrankung handelt, gibt es keine spezifische Therapie. Die Behandlung zielt darauf ab, die Symptome zu lindern:

- Fiebersenkende Mittel: Bei Fieber können fiebersenkende Zäpfchen oder Säfte (z.B. mit Paracetamol oder Ibuprofen) helfen. Beachten Sie die Dosierungsanleitung des jeweiligen Medikaments!
- Schmerzlinderung: Schmerzstillende Gele oder Lösungen für den Mund (z.B. mit Lidocain) können die Schmerzen im Mundbereich lindern. Lassen Sie sich hierzu in der Apotheke beraten.
- Kühle Getränke und weiche Speisen: Vermeiden Sie saure oder scharfe Speisen, da diese die Bläschen im Mund zusätzlich reizen können. Kühle Getränke (z.B. Wasser oder ungesüßter Tee) und weiche Speisen (z.B. Brei, Joghurt) sind leichter zu schlucken.
- Ausreichende Flüssigkeitszufuhr: Achten Sie darauf, dass Ihr Kind ausreichend trinkt, um einer Austrocknung vorzubeugen.
- Ruhe und Schonung: Geben Sie Ihrem Kind ausreichend Ruhe und vermeiden Sie anstrengende Aktivitäten.
Ganz wichtig: Die Hand-Mund-Fuß-Krankheit heilt in der Regel innerhalb von 7 bis 10 Tagen von selbst aus. Suchen Sie einen Arzt auf, wenn Ihr Kind hohes Fieber hat, sich stark unwohl fühlt oder Anzeichen einer Austrocknung zeigt.
Was tun, um die Ausbreitung zu verhindern?
Um die Ausbreitung der Hand-Mund-Fuß-Krankheit zu verhindern, sollten Sie folgende Maßnahmen ergreifen:

- Häufiges Händewaschen: Waschen Sie Ihre Hände und die Ihres Kindes regelmäßig gründlich mit Seife und Wasser.
- Vermeiden Sie engen Kontakt: Vermeiden Sie engen Kontakt zu infizierten Personen, insbesondere Küssen oder das Teilen von Geschirr und Handtüchern.
- Reinigung und Desinfektion: Reinigen und desinfizieren Sie regelmäßig Oberflächen, die häufig berührt werden, wie z.B. Spielzeug und Türklinken.
- Kindergarten/Schule: Ihr Kind sollte erst wieder in den Kindergarten oder die Schule gehen, wenn die Bläschen verkrustet sind und kein Fieber mehr besteht. Besprechen Sie dies am besten mit Ihrem Arzt.
Ein Tipp zum Schluss: Informieren Sie den Kindergarten oder die Schule, wenn Ihr Kind an der Hand-Mund-Fuß-Krankheit erkrankt ist, damit andere Eltern und Kinder geschützt werden können.
Fazit
Die Hand-Mund-Fuß-Krankheit ist zwar unangenehm, aber in den meisten Fällen harmlos. Mit den richtigen Maßnahmen können Sie die Symptome lindern und die Ausbreitung der Krankheit verhindern. Sollten Sie sich unsicher sein oder die Symptome sich verschlimmern, suchen Sie bitte einen Arzt auf.
Denken Sie daran: Auch wenn die Krankheit ansteckend ist, ist sie in der Regel nicht gefährlich und heilt von selbst aus. Mit viel Zuwendung und den oben genannten Tipps können Sie Ihrem Kind helfen, die Zeit bis zur Genesung gut zu überstehen.
