Wie Oft Antibiotika Im Jahr

Okay, lasst uns ehrlich sein. Antibiotika. Diese kleinen Pillen, die uns angeblich von allen Übeln befreien. Aber mal Hand aufs Herz: Wie oft im Jahr sind die wirklich nötig?
Ich habe da so eine... sagen wir... unpopuläre Meinung. Ich glaube nämlich, die meisten von uns greifen viel zu schnell danach. Und ich bin nicht allein. Meine Oma Hildegard, eine Frau mit der Weisheit von 1000 Jahren (und einem beeindruckenden Vorrat an Hustensaft), würde sagen: "Junge, wart' doch erstmal ab! Ein bisschen Hühnersuppe und Kamillentee wirken Wunder!"
Und da ist was dran, oder? Erinnern wir uns mal an die Kindheit. Rotzige Nase, kratzender Hals – Mama kam mit Honig und Zitrone an, nicht mit dem Rezeptblock. Und schwupps, war der Spuk vorbei. War es Magie? Wahrscheinlich. Aber vielleicht war es auch einfach nur Geduld.
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Heutzutage? Sobald man "Aua" sagt, rennt die halbe Nation zum Arzt und fordert Antibiotika. Ich übertreibe? Vielleicht ein bisschen. Aber nur ein klitzekleines bisschen.
Die Sache mit den Viren...
Das Problem ist ja: Antibiotika helfen nicht gegen Viren. Eine normale Erkältung, die Grippe – alles Viren. Und was machen wir? Stopfen uns mit Antibiotika voll. Als ob die kleinen Dinger die Viren erschrecken und in die Flucht schlagen würden. Tun sie aber nicht. Die lachen sich ins Fäustchen und warten, bis das Immunsystem von alleine wieder auf die Beine kommt.

Und dann wundern wir uns, dass die guten Bakterien in unserem Körper Amok laufen. Denn Antibiotika sind wie kleine Atomwaffen. Sie machen alles platt, was sich in den Weg stellt. Gute Bakterien, böse Bakterien – egal! Hauptsache, Ruhe im Karton. Aber das ist eben nicht die Lösung.
Ich kenne Leute, die nehmen Antibiotika wie Smarties. Bei jedem kleinen Zipperlein. Und dann wundern sie sich, dass sie ständig krank sind. Da muss man sich doch mal fragen: Ob das vielleicht zusammenhängt?
Mein persönlicher Antibiotika-Fahrplan
Also, meine persönliche Meinung: Null Antibiotika pro Jahr sind das Ideal. Ja, ich weiß, das klingt radikal. Aber hört mich an! Wenn es wirklich, wirklich schlimm ist – eine bakterielle Infektion, die nicht von alleine weggeht – dann klar, dann müssen die Dinger ran. Aber doch nicht bei jedem Schnupfen!

Ich versuche es immer erstmal mit den alten Hausmitteln. Viel Schlaf, viel trinken, Zwiebelsaft (ja, der schmeckt scheußlich, aber er wirkt!), Inhalieren, und natürlich die legendäre Hühnersuppe von Oma Hildegard. Die ist quasi mein persönliches Placebo. Oder vielleicht doch mehr? Wer weiß das schon.
Ich weiß, ich weiß. Es gibt Krankheiten, da geht es nicht ohne Antibiotika. Mandelentzündung zum Beispiel. Oder eine fiese Lungenentzündung. Aber gerade bei diesen Sachen ist es wichtig, dass man es nicht auf die leichte Schulter nimmt. Lieber einmal zu viel zum Arzt gehen, als einmal zu wenig.

Aber bitte, liebe Ärzte (und liebe Patienten!): Nicht bei jedem Husterchen gleich das Rezeptblock zücken. Gebt dem Körper eine Chance, sich selbst zu helfen. Der ist nämlich schlauer, als wir denken. Und wenn es dann doch nicht anders geht, dann ist das eben so. Aber dann ist es wenigstens wirklich nötig.
Also, wie oft ist zu oft?
Ich sage: Alles über einmal im Jahr ist verdächtig. Außer natürlich, man hat eine chronische Krankheit oder ein geschwächtes Immunsystem. Aber für den Durchschnittsmenschen sollte das doch machbar sein, oder?
Denkt mal drüber nach. Vielleicht ist es ja an der Zeit, unsere Beziehung zu Antibiotika mal neu zu überdenken. Vielleicht sollten wir sie nicht mehr als Allheilmittel sehen, sondern als das, was sie wirklich sind: Eine Waffe, die man mit Bedacht einsetzen sollte. Und nicht wie ein Schweizer Taschenmesser, das man für jede Kleinigkeit rausholt.

Und jetzt? Ab an die frische Luft! Ein bisschen Sonne tanken, das Immunsystem stärken und Oma Hildegard anrufen. Sie hat bestimmt noch ein paar gute Ratschläge auf Lager.
Disclaimer: Dies ist meine persönliche Meinung und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Problemen bitte immer einen Arzt aufsuchen!
