free web page hit counter

Wie Macht Sich Eine Panikattacke Bemerkbar


Wie Macht Sich Eine Panikattacke Bemerkbar

Stell dir vor, du sitzt ganz normal da, vielleicht gerade auf der Couch oder in der U-Bahn, und plötzlich... überrollt dich eine Welle der Angst. Dein Herz rast, du bekommst kaum Luft, und das Gefühl, die Kontrolle zu verlieren, wird immer stärker. Das ist eine Panikattacke. Dieser Artikel richtet sich an alle, die mehr über Panikattacken erfahren möchten – sei es, weil sie selbst betroffen sind, jemanden kennen, der darunter leidet, oder einfach nur ihr Wissen erweitern möchten.

Was genau ist eine Panikattacke?

Eine Panikattacke ist eine plötzliche, intensive Angstwelle, die mit starken körperlichen und psychischen Symptomen einhergeht. Sie tritt oft unerwartet auf und kann sich wie ein lebensbedrohlicher Notfall anfühlen. Es ist wichtig zu betonen, dass Panikattacken zwar sehr beängstigend sind, aber in der Regel keine direkte körperliche Gefahr darstellen.

Die körperlichen Symptome einer Panikattacke

Die körperlichen Symptome einer Panikattacke können sehr vielfältig sein und variieren von Person zu Person. Hier sind einige der häufigsten:

  • Herzrasen oder ein pochendes Herz.
  • Schweißausbrüche, oft begleitet von kalten Schweißperlen auf der Stirn.
  • Zittern oder Beben.
  • Atemnot oder das Gefühl, nicht genug Luft zu bekommen.
  • Brustschmerzen oder ein Engegefühl in der Brust.
  • Übelkeit, Magenschmerzen oder Verdauungsbeschwerden.
  • Schwindel, Benommenheit oder das Gefühl, ohnmächtig zu werden.
  • Hitzewallungen oder Schüttelfrost.
  • Kribbeln oder Taubheitsgefühle in den Extremitäten (Händen, Füßen).
  • Tinnitus (Ohrensausen).

Die psychischen Symptome einer Panikattacke

Neben den körperlichen Symptomen gehen Panikattacken oft auch mit starken psychischen Symptomen einher. Diese können das Gefühl der Angst und Hilflosigkeit noch verstärken:

  • Angst vor dem Sterben: Das Gefühl, dass man gleich sterben wird, ist ein sehr häufiges Symptom.
  • Angst, die Kontrolle zu verlieren: Die Furcht, die Kontrolle über die eigenen Gedanken und Handlungen zu verlieren oder verrückt zu werden.
  • Derealisierung: Das Gefühl, dass die Umgebung unwirklich oder fremd ist.
  • Depersonalisation: Das Gefühl, sich selbst fremd zu sein, als ob man seinen Körper von außen beobachtet.
  • Intensive Angst: Ein überwältigendes Gefühl der Angst, das oft ohne erkennbaren Auslöser auftritt.

Wie fühlt sich eine Panikattacke an?

Menschen, die Panikattacken erlebt haben, beschreiben das Gefühl oft als überwältigend und unerträglich. Einige vergleichen es mit einem Herzinfarkt, andere mit einem Erstickungsanfall.

"Es war, als ob mein Körper verrückt spielt und mein Geist hilflos zusehen muss,"
beschreibt eine Betroffene. Die Kombination aus körperlichen und psychischen Symptomen kann zu einem Teufelskreis der Angst führen, in dem die Angst vor der Angst selbst die Symptome noch verstärkt.

ᐅ Wie fühlt sich eine Panikattacke an und ist sie behandelbar?
ᐅ Wie fühlt sich eine Panikattacke an und ist sie behandelbar?

Was sind die Ursachen für Panikattacken?

Die Ursachen für Panikattacken sind komplex und oft multifaktoriell. Folgende Faktoren können eine Rolle spielen:

  • Genetische Veranlagung: Panikstörungen können familiär gehäuft auftreten.
  • Biologische Faktoren: Ungleichgewichte in bestimmten Neurotransmittern im Gehirn (z.B. Serotonin, Noradrenalin) können eine Rolle spielen.
  • Stress: Chronischer Stress, traumatische Erlebnisse oder belastende Lebensereignisse können Panikattacken auslösen.
  • Psychische Erkrankungen: Panikattacken treten häufig im Zusammenhang mit anderen psychischen Erkrankungen wie Angststörungen, Depressionen oder posttraumatischen Belastungsstörungen auf.
  • Substanzmissbrauch: Der Konsum von Alkohol, Drogen oder bestimmten Medikamenten kann Panikattacken begünstigen.
  • Körperliche Erkrankungen: In seltenen Fällen können körperliche Erkrankungen wie Schilddrüsenüberfunktion oder Herzrhythmusstörungen Panikattacken auslösen.

Was kann man bei einer Panikattacke tun?

Obwohl Panikattacken sehr beängstigend sind, gibt es verschiedene Strategien, die helfen können, die Symptome zu lindern und die Attacke zu überstehen:

Wie fühlt sich eine Panikattacke an?
Wie fühlt sich eine Panikattacke an?
  • Atmen: Konzentriere dich auf deine Atmung. Atme tief und langsam ein und aus, zähle dabei bis vier. Eine bewusste Atmung kann helfen, das Gefühl der Atemnot zu reduzieren und den Körper zu beruhigen.
  • Erdung: Versuche, dich auf deine Umgebung zu konzentrieren. Nenne fünf Dinge, die du siehst, vier Dinge, die du fühlst, drei Dinge, die du hörst, zwei Dinge, die du riechst und ein Ding, das du schmeckst. Diese Technik hilft, dich im Hier und Jetzt zu verankern.
  • Positive Selbstgespräche: Sage dir selbst, dass es nur eine Panikattacke ist und dass sie vorübergehen wird. Erinnere dich daran, dass du schon Panikattacken überstanden hast.
  • Entspannungstechniken: Wenn du Entspannungstechniken wie progressive Muskelentspannung oder autogenes Training kennst, kannst du diese während einer Panikattacke anwenden.
  • Sichere Umgebung: Suche dir einen ruhigen und sicheren Ort, an dem du dich wohlfühlst.
  • Reden: Sprich mit jemandem, dem du vertraust, über deine Angst.
  • Professionelle Hilfe: Suche dir professionelle Hilfe, wenn du häufig Panikattacken hast oder wenn sie dein Leben beeinträchtigen. Ein Therapeut kann dir helfen, die Ursachen deiner Panikattacken zu verstehen und Bewältigungsstrategien zu entwickeln.

Wann sollte man professionelle Hilfe suchen?

Es ist wichtig, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, wenn:

  • Du regelmäßig Panikattacken hast.
  • Die Panikattacken dein Leben beeinträchtigen (z.B. du vermeidest bestimmte Orte oder Situationen).
  • Du Angst vor weiteren Panikattacken hast (Angst vor der Angst).
  • Du das Gefühl hast, die Situation nicht mehr alleine bewältigen zu können.
  • Du Suizidgedanken hast.

Es gibt keinen Grund, sich für Panikattacken zu schämen. Sie sind eine behandelbare Erkrankung. Eine Psychotherapie, oft in Kombination mit Medikamenten, kann sehr wirksam sein, um Panikattacken zu reduzieren und die Lebensqualität zu verbessern. Scheue dich nicht, dir Hilfe zu suchen. Du bist nicht allein!

Die Macht der Angst: Was bei einer Panikattacke im Körper passiert Was sind Panikattacken und wie kann man sie bewältigen? - redenwirkt Eine Panikattacke kündigt sich an – Was Sie tun können! Wie kontrolliert man eine Panikattacke? - Klara Hanstein

You might also like →