Wie Läuft Eine Schmerztherapie Ab

Okay, Leute, mal ehrlich: Schmerztherapie… Klingt erstmal nach Folterkammer, oder? Mit Nadeln, komischen Geräten und Therapeuten, die einem tief in die Seele gucken wollen. Aber ist es wirklich so schlimm? Ich sag's euch: Manchmal ja, manchmal nein. Aber meistens… naja, lassen wir's uns mal anschauen.
Der erste Akt: Die grosse Befragung
Alles beginnt mit einem Gespräch. Einem SEHR langen Gespräch. Der Arzt oder Therapeut will ALLES wissen. Wo tut's weh? Seit wann tut's weh? Wie fühlt sich der Schmerz an? Ist er eher ein nerviges Pochen, ein stechender Dolch oder ein dumpfes Gefühl, als hätte man einen Elefanten auf der Schulter sitzen? Und dann kommen die Fragen nach der Kindheit! Ob man als Kind vom Baum gefallen ist, oder ob man vielleicht zu viel Schokolade gegessen hat. (Okay, vielleicht nicht die Schokoladenfrage, aber so ähnlich fühlt es sich an.)
Mein (zugegebenermassen unpopuläre) Meinung: Manchmal hab ich das Gefühl, die wollen einfach nur hören, wie sehr ich leide. Und ich, als guter Patient, liefere ab. Schliesslich will man ja ernst genommen werden! Also jammere ich artig, beschreibe den Schmerz in den schillerndsten Farben und übertreibe vielleicht ein klitzekleines bisschen. Pssst! Nicht weitersagen!
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Danach kommt meistens die körperliche Untersuchung. Der Arzt drückt hier, zwickt da, lässt einen komische Bewegungen machen. Und wehe dem, der dabei nicht "Aua!" schreit! Sonst glaubt er einem ja gar nichts!
Akt Zwei: Die Diagnose – Ein Buch mit sieben Siegeln?
Nach der grossen Befragung und der körperlichen Untersuchung kommt der Moment der Wahrheit: Die Diagnose. Manchmal ist die klar wie Kloßbrühe: Bandscheibenvorfall, fertig. Aber oft… ist es komplizierter. "Chronischer Schmerz", "Fibromyalgie", "somatoforme Schmerzstörung". Klingt alles wahnsinnig dramatisch, aber was bedeutet das eigentlich? Ehrlich gesagt, ich hab's bis heute nicht ganz verstanden.

Und dann kommen die Therapievorschläge. Von Medikamenten über Physiotherapie bis hin zu Akupunktur ist alles dabei. Ein bunter Strauss an Möglichkeiten, der einen erstmal erschlägt.
Hier meine (wieder sehr unpopuläre) Meinung: Manchmal hab ich das Gefühl, die probieren einfach alles aus, was gerade im Angebot ist. Hauptsache, man ist beschäftigt und zahlt brav seine Rechnung. Aber hey, vielleicht irre ich mich ja auch.
Akt Drei: Die Therapie – Eine Achterbahn der Gefühle
Jetzt geht's los! Medikamente schlucken, zum Sport gehen (obwohl man sich am liebsten verkriechen würde), sich von Therapeuten kneten lassen… Die Therapie kann ganz schön anstrengend sein. Und ehrlich gesagt, nicht immer hilft sie sofort. Manchmal wird's erstmal schlimmer, bevor es besser wird. Ein Wechselbad der Gefühle!

Da hilft nur eins: Durchhalten! Und sich immer wieder vor Augen führen, warum man das Ganze überhaupt macht. Weil man wieder schmerzfrei leben will! Weil man wieder mit den Enkelkindern spielen will! Weil man endlich wieder tanzen gehen will!
Und hier meine (Achtung, jetzt kommt's!) wirklich unpopuläre Meinung: Manchmal hilft's auch, einfach mal zu jammern. So richtig schön herzhaft. Sich bei Freunden auszuheulen, sich von der Familie bemitleiden zu lassen… Das kann Wunder wirken! Natürlich sollte man's nicht übertreiben, aber ein bisschen Selbstmitleid hat noch niemandem geschadet.

Akt Vier: Das grosse Finale – Happy End oder Fortsetzung folgt?
Irgendwann ist die Therapie vorbei. Entweder man ist schmerzfrei und kann wieder Bäume ausreissen (Happy End!) oder man hat gelernt, mit dem Schmerz zu leben (Fortsetzung folgt…). Oder… naja, vielleicht auch irgendwas dazwischen.
Egal wie es ausgeht, wichtig ist, dass man nicht aufgibt. Dass man sich nicht vom Schmerz unterkriegen lässt. Dass man sich Hilfe sucht, wenn man sie braucht. Und dass man sich immer wieder vor Augen führt, dass man nicht allein ist.
Und zum Schluss meine (ihr ahnt es schon, oder?) absolut unpopuläre Meinung: Manchmal ist der beste Therapeut ein guter Freund. Jemand, der einem zuhört, einem Mut zuspricht und einem einfach mal in den Arm nimmt. Denn manchmal ist die beste Medizin einfach nur menschliche Wärme und
ein herzliches Lachen.Und vielleicht… ein Stück Schokolade. Aber pssst! Nicht dem Arzt erzählen!
