Wie Lang Sind 6 Semester

Sechs Semester. Sagt sich so leicht, oder? Klingt fast nach einem kurzen Spaziergang. So á la: „Ach, sechs Semester, das mach ich doch mit links!“
Aber mal ehrlich: Sechs Semester sind eine Ewigkeit. Ja, ich hab’s gesagt. Steinigt mich ruhig, ihr optimistischen Studierenden! Aber ich behaupte, diese drei Jahre (plus gefühlte fünf extra Semester wegen irgendwelcher Prüfungen, die man immer wieder verschiebt) ziehen sich wie Kaugummi.
Klar, man erlebt viel. Partys, Lerngruppen, durchgemachte Nächte vor Abgabeterminen. Aber zwischen all dem Spaß (und dem Stress) liegt eben auch… die Uni. Die Vorlesungen, bei denen man innerlich schon den Urlaub plant. Die Seminare, in denen man hofft, nicht aufgerufen zu werden. Und die Professoren… ach, die Professoren sind ein Thema für sich. Manche sind Gold wert, andere… naja, sagen wir mal, sie bereichern das Studentenleben auf ihre ganz eigene Art.
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Versteht mich nicht falsch, ich will das Studieren nicht schlechtreden. Im Gegenteil! Es ist eine wichtige und prägende Zeit. Aber diese Zeit dauert. Und zwar gefühlt länger als jede andere Zeitspanne, die man vorher erlebt hat.
Denkt mal drüber nach: Sechs Semester sind ungefähr 180 Wochen. Das sind über 1200 Tage. Das sind fast 30.000 Stunden. Okay, ich höre jetzt auf zu rechnen. Aber ihr versteht, worauf ich hinauswill: Es ist viel Zeit. Verdammt viel Zeit.

Die Illusion der Geschwindigkeit
Anfangs denkt man ja, man fliegt nur so durch die Semester. Zack, Erstsemesterparty. Zack, die erste Klausur verhauen. Zack, schon ist das erste Jahr vorbei. Aber dann, irgendwo im dritten oder vierten Semester, kommt der Moment der Ernüchterung. Man blickt zurück und fragt sich: „Wo ist die Zeit geblieben? Und warum hab ich das Gefühl, ich hab trotzdem noch nichts gelernt?“
Es ist wie beim Autofahren auf der Autobahn. Am Anfang ist man voller Tatendrang, drückt aufs Gaspedal und denkt, man kommt super schnell voran. Aber nach ein paar Stunden merkt man: Man ist zwar weit gefahren, aber es liegen immer noch Kilometer über Kilometer vor einem. Und irgendwann wird die Fahrt einfach nur noch anstrengend.
So ähnlich ist das mit den sechs Semestern. Am Anfang ist man motiviert, aber irgendwann kommt der Punkt, an dem man einfach nur noch durchhalten will. Man zählt die Tage bis zum Semesterende, bis zur Bachelorarbeit, bis zur Freiheit.

Und dann, ganz plötzlich, ist es vorbei. Die sechs Semester sind um. Man steht da mit seinem Abschluss in der Hand (oder auch nicht, je nachdem, wie gut man aufgepasst hat) und fragt sich: War das alles? War das wirklich schon alles?
Die (un)heimliche Sehnsucht nach dem Ende
Ich behaupte mal ganz frech: Jeder Student sehnt sich irgendwann nach dem Ende des Studiums. Auch wenn er es nicht zugibt. Auch wenn er beteuert, dass das Studentenleben die beste Zeit überhaupt ist. Tief im Inneren freut er sich darauf, endlich Geld zu verdienen, nicht mehr von BAföG leben zu müssen und vielleicht sogar mal auszuschlafen.

Es ist okay, sich auf das Ende zu freuen. Es ist okay, die sechs Semester als eine lange und anstrengende Reise zu empfinden. Und es ist okay, sich einzugestehen, dass man manchmal einfach nur noch die Nase voll hat.
Also, an alle Studierenden da draußen: Haltet durch! Die sechs Semester sind lang, aber sie gehen vorbei. Und am Ende werdet ihr stolz auf euch sein. Versprochen.
Und an alle, die das Studium schon hinter sich haben: Erinnert ihr euch noch an die Zeit? War sie wirklich so kurz und schmerzlos, wie ihr sie jetzt in euren Erzählungen darstellt? Oder habt ihr vielleicht auch manchmal gedacht: „Wann ist das endlich vorbei?“ Ich wette, ich weiß die Antwort. 😉

Und jetzt entschuldigt mich, ich muss noch schnell für meine nächste Klausur lernen. Oder vielleicht doch lieber einen Kaffee trinken? Ach, diese ewige Qual der Wahl…
P.S.: Wenn mir noch jemand erzählt, sechs Semester wären ein Klacks, dem zeige ich meine unbezahlten Rechnungen von der Mensa. Nur so als kleiner Denkanstoß.
Glaubt mir, sechs Semester sind nicht nur eine akademische Reise, sondern auch eine finanzielle Herausforderung. Wer hat schon gedacht, dass man mit Nudeln mit Pesto so lange überleben kann?
"Die Uni, das ist wie ein Marathon. Am Ende zählt nicht, wie schnell du warst, sondern dass du angekommen bist."
Oder wie meine Oma immer sagte: "Ende gut, alles gut!"
