Wie Hoch Darf Der Zweite Wert Beim Blutdruck Sein

Stell dir vor, dein Körper ist wie ein Haus mit einem ausgeklügelten Rohrsystem. Der Blutdruck ist der Druck, der in diesen Rohren herrscht, während das Blut hindurchfließt. Er ist ein lebenswichtiges Zeichen, das uns viel über unsere Gesundheit verraten kann. Aber was bedeuten die Zahlen eigentlich, und was ist mit dem zweiten Wert, dem diastolischen Blutdruck? Dieser Artikel richtet sich an dich, liebe Schülerin und lieber Schüler, und erklärt dir auf einfache Weise, was du über den diastolischen Blutdruck wissen musst.
Was ist Blutdruck überhaupt?
Blutdruck wird in zwei Werten angegeben, zum Beispiel 120/80 mmHg (Millimeter Quecksilbersäule). Der erste Wert, der systolische Blutdruck, misst den Druck in den Arterien, wenn das Herz sich zusammenzieht und Blut in den Körper pumpt. Der zweite Wert, der diastolische Blutdruck, misst den Druck, wenn das Herz sich zwischen den Schlägen entspannt und wieder mit Blut füllt.
Denk an eine Wasserpumpe. Der systolische Wert entspricht dem Druck, wenn die Pumpe Wasser ausstößt, und der diastolische Wert dem Druck, wenn die Pumpe sich wieder füllt.
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Es ist wichtig zu verstehen, dass beide Werte wichtig sind und zur Beurteilung deiner Gesundheit beitragen. Aber in diesem Artikel konzentrieren wir uns auf den diastolischen Wert.
Der diastolische Blutdruck – Was sagt er uns?
Der diastolische Blutdruck gibt Aufschluss darüber, wie hoch der Druck in deinen Arterien ist, wenn dein Herz sich in Ruhe befindet. Ein dauerhaft zu hoher diastolischer Blutdruck bedeutet, dass deine Arterien ständig unter Anspannung stehen, was auf Dauer zu Problemen führen kann.
Vereinfacht gesagt: Stell dir vor, du hältst einen Luftballon ständig aufgeblasen. Irgendwann wird das Material schwächer und es besteht die Gefahr, dass er platzt. Genauso ist es mit deinen Arterien, wenn der diastolische Druck dauerhaft zu hoch ist.

Wie hoch darf der zweite Wert (diastolische Blutdruck) sein?
Die idealen Blutdruckwerte sind Richtwerte, die von verschiedenen Organisationen und Experten leicht unterschiedlich interpretiert werden können. Generell gelten folgende Werte als Orientierung:
- Optimal: Kleiner als 120/80 mmHg
- Normal: Kleiner als 130/85 mmHg
- Hoch-Normal: 130-139/85-89 mmHg
- Hypertonie Grad 1 (leichter Bluthochdruck): 140-159/90-99 mmHg
- Hypertonie Grad 2 (mittlerer Bluthochdruck): 160-179/100-109 mmHg
- Hypertonie Grad 3 (schwerer Bluthochdruck): 180 oder höher/110 oder höher mmHg
Für den diastolischen Wert bedeutet das konkret:
- Optimal: Unter 80 mmHg
- Normal: Unter 85 mmHg
- Hoch-Normal: 85-89 mmHg
- Hypertonie Grad 1 (leichter Bluthochdruck): 90-99 mmHg
- Hypertonie Grad 2 (mittlerer Bluthochdruck): 100-109 mmHg
- Hypertonie Grad 3 (schwerer Bluthochdruck): 110 mmHg oder höher
Ein diastolischer Wert unter 80 mmHg ist also optimal für die meisten Menschen. Werte zwischen 80 und 89 mmHg gelten als normal bis hoch-normal und sollten beobachtet werden. Werte ab 90 mmHg deuten auf einen Bluthochdruck hin, der behandelt werden sollte.
Wichtig: Diese Werte sind nur eine grobe Orientierung. Sprich immer mit einem Arzt oder einer Ärztin, um deine individuellen Blutdruckwerte zu beurteilen und gegebenenfalls Maßnahmen zu besprechen. Faktoren wie Alter, Geschlecht, Vorerkrankungen und Medikamente können die Beurteilung beeinflussen.

Was passiert, wenn der diastolische Blutdruck zu hoch ist?
Ein dauerhaft erhöhter diastolischer Blutdruck, auch Hypertonie genannt, kann ernsthafte gesundheitliche Folgen haben. Er belastet die Blutgefäße und das Herz und kann zu folgenden Problemen führen:
- Herzinfarkt: Durch die erhöhte Belastung kann es zu Verengungen und Verstopfungen der Herzkranzgefäße kommen.
- Schlaganfall: Ein hoher Blutdruck kann zu Blutungen im Gehirn oder zu Verstopfungen der Hirngefäße führen.
- Nierenschäden: Die Nieren werden durch den hohen Druck geschädigt und können ihre Funktion nicht mehr richtig erfüllen.
- Augenschäden: Die kleinen Blutgefäße im Auge können geschädigt werden, was zu Sehstörungen führen kann.
- Herzinsuffizienz: Das Herz kann durch die ständige Mehrarbeit schwächer werden und nicht mehr genügend Blut in den Körper pumpen.
Es ist wichtig zu betonen, dass viele Menschen mit hohem Blutdruck keine Symptome verspüren. Deshalb ist es so wichtig, den Blutdruck regelmäßig zu messen, auch wenn man sich gesund fühlt. Das ist wie bei einer schleichenden Gefahr, die man nur durch regelmäßige Kontrollen rechtzeitig erkennen kann.
Was kann ich tun, um meinen diastolischen Blutdruck zu senken?
Es gibt viele Dinge, die du tun kannst, um deinen Blutdruck zu senken und deine Herzgesundheit zu verbessern. Hier sind einige Tipps:
- Gesunde Ernährung: Iss viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukte. Reduziere den Konsum von Salz, gesättigten Fettsäuren und Cholesterin. Eine Ernährung nach der DASH-Diät (Dietary Approaches to Stop Hypertension) kann sehr hilfreich sein.
- Regelmäßige Bewegung: Bewege dich mindestens 30 Minuten pro Tag, am besten an den meisten Tagen der Woche. Das kann ein Spaziergang, Joggen, Schwimmen oder Radfahren sein. Finde eine Aktivität, die dir Spaß macht!
- Gewichtsabnahme: Übergewicht belastet das Herz und erhöht den Blutdruck. Eine Gewichtsabnahme kann den Blutdruck deutlich senken.
- Stress reduzieren: Stress kann den Blutdruck erhöhen. Finde Möglichkeiten, Stress abzubauen, z.B. durch Yoga, Meditation oder Entspannungsübungen.
- Nicht rauchen: Rauchen schädigt die Blutgefäße und erhöht den Blutdruck.
- Alkohol in Maßen: Übermäßiger Alkoholkonsum kann den Blutdruck erhöhen.
- Regelmäßige Blutdruckkontrolle: Lass deinen Blutdruck regelmäßig von einem Arzt oder einer Ärztin messen. Du kannst dir auch ein eigenes Blutdruckmessgerät für zu Hause kaufen.
- Medikamente: Wenn die oben genannten Maßnahmen nicht ausreichen, kann dein Arzt oder deine Ärztin dir Medikamente verschreiben, um den Blutdruck zu senken. Nimm Medikamente immer nach Anweisung ein!
Denk daran: Kleine Veränderungen im Lebensstil können einen großen Unterschied machen! Es ist wie beim Sport – man muss nicht gleich einen Marathon laufen, um fit zu werden. Regelmäßige Spaziergänge und eine gesunde Ernährung sind schon ein guter Anfang.

Der diastolische Blutdruck bei Jugendlichen
Auch bei Jugendlichen kann ein zu hoher diastolischer Blutdruck auftreten. Die Ursachen können vielfältig sein, wie z.B. Übergewicht, Bewegungsmangel, Stress oder genetische Veranlagung. In seltenen Fällen können auch Nierenerkrankungen oder hormonelle Störungen eine Rolle spielen.
Es ist wichtig, dass auch Jugendliche ihren Blutdruck regelmäßig kontrollieren lassen, insbesondere wenn sie Risikofaktoren wie Übergewicht oder eine familiäre Vorbelastung haben. Ein zu hoher Blutdruck im Jugendalter kann langfristige Schäden verursachen und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen im späteren Leben erhöhen.
Was kannst du als Jugendlicher tun?
- Achte auf eine gesunde Ernährung: Vermeide Fast Food, zuckerhaltige Getränke und stark verarbeitete Lebensmittel. Iss viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukte.
- Bewege dich regelmäßig: Treibe Sport oder mache andere körperliche Aktivitäten, die dir Spaß machen.
- Vermeide Übergewicht: Achte auf dein Gewicht und versuche, ein gesundes Gewicht zu halten.
- Reduziere Stress: Finde Möglichkeiten, Stress abzubauen, z.B. durch Sport, Entspannungsübungen oder Gespräche mit Freunden und Familie.
- Rauche nicht: Rauchen ist schädlich für deine Gesundheit und erhöht den Blutdruck.
- Konsumiere Alkohol nur in Maßen: Alkohol kann den Blutdruck erhöhen.
Sprich mit deinen Eltern oder deinem Arzt, wenn du Bedenken bezüglich deines Blutdrucks hast. Sie können dir helfen, deinen Blutdruck zu kontrollieren und deine Gesundheit zu schützen.

Zusammenfassung und Ausblick
Der diastolische Blutdruck ist ein wichtiger Indikator für deine Herzgesundheit. Ein dauerhaft zu hoher diastolischer Blutdruck kann ernsthafte gesundheitliche Folgen haben. Deshalb ist es wichtig, den Blutdruck regelmäßig zu messen und Maßnahmen zu ergreifen, um ihn zu senken, wenn er zu hoch ist.
Du kannst selbst viel tun, um deinen Blutdruck zu senken, z.B. durch eine gesunde Ernährung, regelmäßige Bewegung, Gewichtsabnahme und Stressabbau. Wenn diese Maßnahmen nicht ausreichen, kann dein Arzt oder deine Ärztin dir Medikamente verschreiben.
Denk daran: Deine Gesundheit liegt in deinen Händen! Informiere dich, achte auf deinen Körper und sprich mit deinem Arzt oder deiner Ärztin, wenn du Fragen oder Bedenken hast.
Es ist nie zu früh oder zu spät, um etwas für deine Gesundheit zu tun!
