Aaaah, Migräne! Das Wort allein lässt schon die Haare zu Berge stehen, oder? Aber mal ehrlich, wie fühlt sich das Biest denn nun wirklich an? Ich meine, wir reden hier nicht von einem kleinen Kopfweh, das man mit einer Aspirin und einem Nickerchen wegkriegt. Nein, meine Freunde, Migräne ist eine ganz andere Liga. Bereit für eine kleine, humorvolle Entdeckungsreise durch die Tiefen des Migräne-Wahnsinns?
Der Angriff der inneren Disko
Stell dir vor, dein Kopf ist eine kleine, friedliche WG. Alles ist ruhig, die Mitbewohner (deine Gehirnzellen) chillen entspannt. Und plötzlich… BAM! Eine Innere-Disko-mit-Stroboskop-Effekt schmeißt eine Party, die sich gewaschen hat. Lichtblitze tanzen vor deinen Augen, manchmal in Zickzacklinien, manchmal wie kleine funkelnde Sterne. Das ist die berühmt-berüchtigte Aura, die Vorhut des Grauens. Manch einer sieht auch einfach nur verschwommen, als hätte er die Brille vergessen – aber keine Sorge, du bist nicht blind, es ist nur die Migräne, die dir einen Streich spielt.
“Oh, Aura, meine alte Freundin. Schön, dich wiederzusehen… NICHT!”, würde ich in diesem Moment am liebsten schreien.
Nach der Disko geht’s erst richtig los. Der Schmerz. Nicht irgendein Schmerz, sondern ein pochender, hämmernder, pulsierender Schmerz, der sich anfühlt, als hätte jemand einen Presslufthammer in deinem Kopf versteckt und ihn auf volle Stufe gestellt. Und das Ganze meistens nur auf einer Seite! Es ist, als würde dein Gehirn einen Tango tanzen, aber einen sehr, sehr schmerzhaften Tango.
Und weißt du was das Schlimmste ist? Jede Bewegung, jedes Geräusch, jedes Licht verstärkt diesen Schmerz noch. Atmen wird zur Herausforderung, weil du Angst hast, dass es das Pochen noch schlimmer macht. Du liegst im Dunkeln, wie ein Vampir, der das Sonnenlicht meidet. Aber im Gegensatz zum Vampir hast du kein cooles Cape, sondern nur eine Wärmflasche und den dringenden Wunsch, dass dieser Albtraum endlich aufhört.
Wie unterscheiden sich Kopfschmerzen und Migräne?
Übelkeit, der ungebetene Gast
Als ob das alles noch nicht genug wäre, kommt auch noch die Übelkeit dazu. Und ich rede hier nicht von leichter Übelkeit, sondern von der Art Übelkeit, die dir das Gefühl gibt, du hättest eine Achterbahnfahrt auf dem Rummelplatz gewonnen… und das 10 Mal hintereinander. Essen? Trinken? Vergiss es! Allein der Gedanke daran, etwas zu dir zu nehmen, lässt dich schon wieder wanken.
"Liebe Migräne, könntest du bitte wenigstens so nett sein und mir ein bisschen Ingwertee erlauben? Ich verspreche, ich werde dich in Ruhe lassen, sobald du weg bist!"
Wie schon erwähnt, sind Licht und Geräusche während eines Migräneanfalls deine absoluten Feinde. Ein leises Flüstern klingt wie ein Presslufthammer, ein sanftes Dämmerlicht wie eine gleißende Neonröhre. Du möchtest am liebsten in einem schalldichten Raum mit verbundenen Augen und Ohren verschwinden. Die Welt da draußen ist einfach zu laut, zu hell, zu anstrengend.
Der Tag danach: Der Kater des Grauens
Wenn der Anfall endlich vorbei ist, denkst du, du hättest es überstanden. Falsch gedacht! Der Tag danach ist oft von Müdigkeit, Erschöpfung und einer allgemeinen "Ich-will-nur-meine-Ruhe"-Stimmung geprägt. Es ist wie ein Kater nach der schlimmsten Party deines Lebens, nur ohne den Spaß vorher. Du fühlst dich ausgelaugt und leer, als hätte jemand den Stecker gezogen. Aber hey, immerhin ist der Schmerz weg (meistens). Und das ist doch schon mal was, oder?
Migräne | praktischArzt
Also, das nächste Mal, wenn jemand sagt: "Ich hab nur ein bisschen Kopfweh", dann denk an die Innere-Disko-mit-Presslufthammer-und-Achterbahnfahrt und hab ein bisschen mehr Verständnis. Denn Migräne ist mehr als nur Kopfweh – es ist ein ganz besonderes (und unerwünschtes) Erlebnis.
Und jetzt, liebe Freunde, verschwinde ich wieder in meinem dunklen Zimmer und hoffe, dass die Migräne mich in Ruhe lässt. Bis zum nächsten Mal!