Wie Feiert Man Weihnachten In Russland

Weihnachten in Russland? Stell dir vor, du packst Weihnachten, wie du es kennst, in den Kühlschrank und holst es erst Januar wieder raus. Klingt komisch? Ist aber so! Das liegt am julianischen Kalender, den die russisch-orthodoxe Kirche benutzt. Während wir schon längst die Reste vom Weihnachtsbraten verputzt haben, fängt der Spaß in Russland erst richtig an.
Heiligabend (Sochelnik) ist am 6. Januar. Das ist sozusagen die russische Version von "Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum", nur eben mit weniger Tannenbaum und mehr... naja, Warten. Am Heiligabend wird nämlich gefastet, bis der erste Stern am Himmel erscheint. Stell dir vor, du sitzt den ganzen Tag vor einem Teller Kartoffelsalat und darfst ihn NICHT anrühren! Eine echte Geduldsprobe, sag ich dir.
Weihnachtsessen: Mehr als nur Kartoffelsalat
Sobald der Stern leuchtet, wird aufgetischt! Und was da auf den Tisch kommt, ist der Hammer. Denk an ein Buffet, das so opulent ist, dass selbst König Midas neidisch werden würde. Kutja, ein Getreidebrei mit Honig und Nüssen, darf natürlich nicht fehlen. Aber das ist nur der Anfang. Es gibt Fisch in allen Variationen, Salate, eingelegtes Gemüse… kurz gesagt: Alles, was das Herz begehrt (und die Hose spannt!).
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Die russische Weihnachtstafel ist ein Fest für die Sinne. Es ist wie ein Familienessen, nur potenziert mit der Anzahl der Gerichte und der Lautstärke der Gespräche. Und natürlich mit der Menge an Wodka, die fließt. Aber pssst, das hab ich nicht gesagt!
Nach dem Essen geht's oft in die Kirche zur Weihnachtsmesse. Das ist dann eher was für die spirituelleren unter uns. Aber auch wenn du nicht der größte Kirchenfan bist, ist es ein beeindruckendes Erlebnis. Denk an Kerzen, Weihrauch und Gesänge, die dich in eine andere Welt versetzen.

Weihnachtszeit = Partyzeit
Und dann beginnt die eigentliche Party! Vom 7. bis zum 19. Januar wird gefeiert, was das Zeug hält. Es ist eine Zeit der Besinnlichkeit, ja, aber auch eine Zeit des ausgelassenen Feierns. Besuch bei Freunden und Familie steht auf dem Programm, genauso wie Schlittenfahren, Eislaufen und natürlich jede Menge Essen und Trinken. Im Grunde ist es wie Weihnachten, nur eben länger und mit mehr Schnee (hoffentlich!).
Ded Moroz, der russische Weihnachtsmann, und seine Enkelin Snegurotschka dürfen natürlich auch nicht fehlen. Sie bringen Geschenke und verbreiten gute Laune. Stell dir Ded Moroz als eine Mischung aus Weihnachtsmann und gut gelauntem Bären vor. Und Snegurotschka ist einfach zuckersüß.

Die russische Weihnacht ist also ein bisschen anders als unsere. Aber genau das macht sie so besonders. Es ist eine Zeit der Traditionen, der Familie und des Feierns. Und ganz ehrlich: Wer sagt schon Nein zu zwei Weihnachtsfesten im Jahr?
Fazit: Weihnachten mit russischem Twist
Also, wenn du mal die Chance hast, Weihnachten in Russland zu verbringen, lass sie dir nicht entgehen! Du wirst es nicht bereuen. Es ist zwar anders, als du es kennst, aber vielleicht gerade deshalb so unvergesslich. Und wer weiß, vielleicht entdeckst du ja sogar eine neue Lieblingsweihnachtstradition. Prost, oder wie die Russen sagen würden: S Nosym Godom! (Frohes Neues Jahr! – das wird nämlich auch noch groß gefeiert zwischen Weihnachten und dem alten Neujahr am 13. Januar!).
Denk dran: Die russische Weihnacht ist wie ein Überraschungsei – nur ohne das Plastikspielzeug, dafür aber mit viel mehr Wodka und guten Gesprächen.
