Where Did You Sleep Last Night Werbung

Hand aufs Herz: Wer kennt das nicht? Dieses eine Lied, dieser eine Jingle, der sich wie Kaugummi unter den Schuh klebt und einfach nicht mehr loslässt. Man murmelt ihn vor sich hin, pfeift ihn beim Zähneputzen und plötzlich tanzen sogar die Hamster im Laufrad nach seiner Melodie. Ja, ich rede von Werbung. Und genauer gesagt, von dieser einen Werbung, die uns alle schon mal heimgesucht hat: "Where Did You Sleep Last Night?"
Ihr denkt jetzt wahrscheinlich: "Hä? Was soll daran denn so besonders sein?" Nun, es ist nicht unbedingt das Lied selbst (ein traditioneller amerikanischer Folksong, übrigens!), sondern die Art und Weise, wie es in der Werbung eingesetzt wurde. Plötzlich wurde dieser melancholische Song, der von Untreue und verlorener Liebe erzählt, zum Ohrwurm für...naja, meistens irgendwelche Produkte. Stellen Sie sich vor: Sie kaufen Klopapier und im Kopf spielt gleichzeitig eine herzzerreißende Ballade. Absurd? Definitiv. Aber auch verdammt effektiv!
Ich erinnere mich an eine Zeit, da konnte ich "Where Did You Sleep Last Night?" einfach nicht mehr hören. Es war überall! Im Radio, im Fernsehen, sogar der Eiswagen schien eine Dubstep-Version davon zu spielen. (Okay, das ist vielleicht übertrieben, aber ihr wisst, was ich meine!). Es war wie eine musikalische Invasion, und ich war ihr wehrlos ausgeliefert. Mein Gehirn war quasi ein "Where Did You Sleep Last Night?"-Gedächtnis-Chip.
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Der Psychoterror der Ohrwürmer
Ohrwürmer sind wie kleine, musikalische Gehirnwürmer. Sie nisten sich ein und weigern sich, auszuziehen. Manchmal sind sie harmlos, wie ein putziger kleiner Mitbewohner, der ab und zu mal ein bisschen Krach macht. Aber manchmal verwandeln sie sich in einen lautstarken Hardrocker, der die ganze Nacht Schlagzeug übt. Und "Where Did You Sleep Last Night?" konnte definitiv zum Hardrocker mutieren.
Kennt ihr das, wenn ihr versucht, euch an etwas Wichtiges zu erinnern, aber euer Gehirn blockiert und stattdessen nur diesen einen verdammten Werbesong abspielt? "Wie hieß noch mal der Schauspieler in dem Film? Ach ja, 'Where did you sleep last night, where did you sleep last night...' Nein! Denk nach!" Es ist zum Verzweifeln!

Die Ironie des Ganzen
Das Ironische an der Sache ist ja, dass der Song eigentlich eine traurige Geschichte erzählt. Aber die Werbung hat ihn so entstellt, dass er fast schon lächerlich wirkt. Stellen Sie sich vor, Kurt Cobain würde aus seinem Grab steigen und sehen, wie seine Interpretation des Songs für den Verkauf von... sagen wir mal, Hundefutter, missbraucht wird. Ich glaube, er würde sich entweder totlachen oder seine Gitarre wieder auspacken und eine Protestnote spielen.
Trotz allem muss man der Werbeindustrie zugutehalten, dass sie verstanden hat, wie man einen Song unvergesslich macht. Sie haben das Potenzial des Songs erkannt und ihn auf eine Art und Weise eingesetzt, die zwar manchmal nervig, aber eben auch extrem einprägsam ist. Und mal ehrlich: Wer von uns hat sich nicht schon mal dabei ertappt, wie er diesen Song vor sich hin murmelt, ohne überhaupt zu wissen, warum?

Was lernen wir daraus?
Die Lektion, die wir aus dem "Where Did You Sleep Last Night?"-Werbephänomen lernen können, ist vielleicht, dass Werbung allgegenwärtig ist. Sie beeinflusst uns, ob wir wollen oder nicht. Und manchmal, ganz heimlich, fangen wir sogar an, sie zu mögen (oder zumindest zu akzeptieren). Denn seien wir ehrlich: Ein bisschen Ohrwurm-Psychoterror gehört doch irgendwie zum Leben dazu, oder?
Und wenn ihr jetzt wieder "Where Did You Sleep Last Night?" im Kopf habt, dann tut mir das leid. Aber hey, ihr seid nicht allein!
