Weiss Oder Weiß Von Wissen

Also, Leute, stellt euch vor, ich sitze hier im Café, Cappuccino dampft vor mir, und nebenan diskutieren zwei über… naja, über Weiß. Nicht die Farbe an sich, sondern die magische Frage: schreibt man das nun mit "ß" oder mit "ss"? Eine Frage, die schon Generationen von Deutschlernern in den Wahnsinn getrieben hat, und ehrlich gesagt, mich auch schon das ein oder andere Mal.
Es geht um "weiß" oder "weiss". Und was zum Teufel ist eigentlich dieses "Wissen" dabei?
Weiß: Die Farbe der Verwirrung
Fangen wir mal mit der Farbe an. "Weiß", also das Weiß, das wir auf Wände pinseln, auf Blätter malen oder in Milch finden, schreibt man… Trommelwirbel… mit ß! Jawohl, dieses seltsame, leicht schnurrbart-ähnliche Ding, das wir Deutschen so lieben (und die Schweizer zum Glück losgeworden sind).
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Warum? Weil die Regel (oh, diese Regeln!) sagt: Nach einem langen Vokal oder einem Doppellaut (wie "ei" in "Weiß") kommt ein ß, wenn der Laut stimmlos ist. Das ist natürlich superlogisch, oder? Nicht wirklich, aber hey, wir lieben es kompliziert.
Merkt euch einfach: Wenn ihr was streicht, das hell werden soll, dann ist es mit ß.

Weiss: Ein Fall für die Geschichtsbücher (und die Schweiz)
Okay, und was ist dann dieses "weiss" mit ss? Nun, das war früher mal die übliche Schreibweise. Bevor die Rechtschreibreform kam und alles… naja, reformiert hat. Jetzt ist "weiss" im Allgemeinen falsch, außer… genau, in der Schweiz und in Liechtenstein. Die sagen sich: "Wir behalten das ss, und ihr könnt euer ß behalten!" Fair enough.
Also, wenn ihr in der Schweiz seid und jemanden fragt: "Ist diese Wand weiss?", dann ist das vollkommen korrekt. Aber wehe, ihr schreibt das in Deutschland! Dann werdet ihr von Deutschlehrern gejagt… okay, vielleicht nicht gejagt, aber ihr bekommt zumindest einen roten Strich unter das Wort.

Wissen: Die Macht ist mit dir!
Und jetzt kommt "Wissen" ins Spiel. "Wissen", das Nomen, also die Kenntnis, die wir uns aneignen, schreibt man immer mit ss. Egal ob in Deutschland, Österreich oder der Schweiz.
Warum? Weil hier der Vokal vor dem "ss" kurz ist. "Wi-ssen". Kurz, knackig, ss!

Es gibt auch das Verb "wissen", also "ich weiß, du weißt, er/sie/es weiß…" Das ist knifflig. "Ich weiß" schreibt man mit ß (weil es von "weiß" kommt, der Farbe!), aber "ich wusste" schreibt man mit ss (weil der Vokal kurz ist). Verwirrend? Absolut! Aber das ist ja der Spaß daran.
Merkhilfen für den Weiß-Wissen-Wahnsinn
Braucht ihr eine Eselsbrücke? Klar, helfe ich gerne!

- Weiß (Farbe): Denkt an ein weißes Schaf mit einem ß-förmigen Schwanz.
- Wissen (Kenntnis): Denkt an zwei "s", die nebeneinander stehen und fleißig lernen.
- Weiss (Schweiz): Denkt an Schweizer Käse mit vielen Löchern, die wie zwei "s" aussehen. (Okay, der ist vielleicht etwas weit hergeholt, aber hey, Hauptsache, es bleibt hängen!)
Fazit: Kein Grund zur Panik (oder doch?)
Also, Leute, lasst euch nicht von "weiß", "weiss" und "Wissen" in den Wahnsinn treiben. Die deutsche Sprache ist kompliziert, ja, aber auch unglaublich faszinierend. Und selbst Muttersprachler machen Fehler. Ich schwöre!
Wenn ihr unsicher seid, schaut im Wörterbuch nach oder fragt einen Freund (am besten einen Deutschlehrer… oder jemanden aus der Schweiz). Und wenn alles andere fehlschlägt, dann lacht einfach darüber. Denn am Ende des Tages ist es nur… ein Buchstabe (oder zwei).
Jetzt muss ich aber los, mein Cappuccino wird kalt. Und ich muss noch rausfinden, ob ich "Espresso" jetzt mit einem oder zwei "s" schreibe… Hilfe!
