Wegen Rückenschmerzen Krankgeschrieben Was Darf Ich Machen

Au weia, der Rücken! Es zwickt, es zieht, und der Arzt hat gnädigerweise das gelbe Wundermittel gezückt: die Krankschreibung. Plötzlich steht man da, mitten im Tag, mit einem Stapel ungelesener Bücher, einem Netflix-Abo, das verstaubt, und der Frage aller Fragen: Was darf ich eigentlich machen, wenn ich wegen Rückenschmerzen krankgeschrieben bin?
Der Dschungel der Erlaubnisse
Gleich vorweg: Es gibt keine allgemeingültige Liste mit "Erlaubt" und "Verboten". Jeder Rücken ist anders, jede Diagnose individuell. Was für den einen heilsam ist, kann den anderen ins Krankenhaus befördern. Der gesunde Menschenverstand ist hier dein bester Freund (und natürlich dein Arzt!).
Stell dir vor, du bist Markus. Markus arbeitet normalerweise im Büro, acht Stunden am Tag, krumm vor dem Computer. Seine Krankschreibung ist also eine Art "Befreiungsschlag" für seine Wirbelsäule. Markus darf jetzt all das tun, was dem Rücken guttut: leichte Spaziergänge im Park, sanfte Yoga-Übungen, vielleicht sogar ein entspannendes Bad. Hauptsache, er vermeidet langes Sitzen und schweres Heben.
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Anders sieht es bei Sabine aus. Sabine arbeitet als Fliesenlegerin. Für sie ist die Krankschreibung ein absolutes Ruhesignal. Sabine darf auf keinen Fall auf die Baustelle, keine Fliesen schleppen, nicht mal den Mörtel anrühren. Für Sabine heißt es: Bettruhe, Schmerzmittel und hoffen, dass der Rücken bald wieder mitspielt.
Die Sache mit dem Job
Ganz wichtig: Alles, was deine Genesung verzögert oder gar verschlimmert, ist tabu. Das bedeutet in den meisten Fällen: Job ist erstmal gestrichen. Dein Arbeitgeber erwartet natürlich nicht, dass du heimlich im Keller am neuen Firmenlogo tüftelst, während du offiziell wegen Rückenschmerzen krankgeschrieben bist. Das wäre nicht nur unfair, sondern auch kontraproduktiv.

Allerdings: Wenn dein Arzt dir ausdrücklich erlaubt, leichte Bürotätigkeiten im Homeoffice zu erledigen, weil du dadurch psychisch stabil bleibst, dann ist das unter Umständen möglich. Aber nur, wenn es wirklich nicht deinen Rücken belastet und dein Arbeitgeber einverstanden ist. Am besten sprichst du das vorher mit deinem Arzt und deinem Chef ab.
Netflix und Chill? Mit Vorsicht!
Klar, die Versuchung ist groß, sich mit einer Tüte Chips und der Lieblingsserie auf dem Sofa zu verschanzen. Aber Vorsicht! Langes, unbewegliches Sitzen ist Gift für den Rücken. Besser: Immer wieder aufstehen, sich strecken, ein paar Schritte gehen. Oder die Serie gleich im Liegen auf dem Bauch schauen (aber auch hier gilt: nicht stundenlang!).

Apropos Sofa: Achte auf eine gute Matratze und ein bequemes Kissen. Dein Schlafplatz sollte deinen Rücken optimal unterstützen. Und wenn du schon dabei bist: Gönn dir eine entspannende Massage. Aber bitte nicht von Tante Erna, sondern von einem ausgebildeten Physiotherapeuten.
Das schlechte Gewissen und die Nachbarn
Viele Kranke haben ein schlechtes Gewissen. "Darf ich das überhaupt?", fragen sie sich, während sie mit dem Hund Gassi gehen oder im Garten Unkraut jäten. Die Antwort ist: Ja, du darfst! Solange es deiner Genesung dient und deinen Rücken nicht überlastet. Ignoriere die komischen Blicke der Nachbarn, die dich vermeintlich beim "Blaumachen" erwischen. Du weißt, was für dich am besten ist.

Die goldene Regel: Hör auf deinen Körper!
Der beste Ratgeber bei Rückenschmerzen und Krankschreibung ist dein eigener Körper. Er wird dir ganz genau sagen, was ihm guttut und was nicht. Wenn du nach einer Stunde Staubsaugen das Gefühl hast, dein Rücken bricht gleich zusammen, dann lass es lieber bleiben. Und wenn du nach einem Spaziergang an der frischen Luft spürst, dass es deinem Rücken gutgetan hat, dann geh ruhig wieder raus.
Die Krankschreibung ist keine Strafe, sondern eine Chance. Eine Chance, sich um seinen Rücken zu kümmern, zu entspannen und neue Kraft zu tanken. Nutze diese Zeit, um auf dich selbst zu achten und deinem Körper etwas Gutes zu tun. Und vergiss nicht: Lachen ist die beste Medizin – auch gegen Rückenschmerzen! (Aber bitte nicht, wenn es wehtut!)
Und falls du dich fragst, ob du mit Rückenschmerzen krankgeschrieben in den Urlaub fahren darfst: Das kommt darauf an. Sprich mit deinem Arzt. Wenn der Urlaub deiner Genesung dient (zum Beispiel ein entspannender Aufenthalt am Meer), dann spricht in der Regel nichts dagegen. Aber Vorsicht vor anstrengenden Aktivitäten wie Bergsteigen oder Wildwasserrafting! Dein Rücken wird es dir danken.
