Was Kann Man Heute Noch Machen

Was kann man heute noch machen? Echt mal. Ich frag mich das jeden verdammten Sonntag. Gefühlt ist alles schon erfunden. Jede Aktivität wurde ausgequetscht wie eine Zitrone. Und die Ergebnisse sind oft…naja. Sagen wir mal: Ausbaufähig.
Klar, es gibt die Klassiker. Spaziergang im Park. Super. Wenn's nicht gerade regnet. Oder von lärmenden Kindergruppen belagert wird. Oder von Rentnern, die mit ihren Dackeln schneller unterwegs sind als ich. Dann doch lieber Sofa.
Kino? Hatte ich letzte Woche. Und die Woche davor. Und die Woche davor davor. Ich kenne jede Popcornsorte beim Namen. Und die Preise erst! Da kann man sich ja gleich eine goldene Kinokarte kaufen. Unnötig.
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Netflix & Chill – Die unterschätzte Kunst
Unpopuläre Meinung: Netflix & Chill ist total unterschätzt. Ernsthaft. Manchmal ist das die perfekte Dosis Eskapismus. Vor allem, wenn draußen die Welt unterzugehen scheint. Oder man einfach keine Lust auf Menschen hat. Ja, ich gebe es zu. Ich bin ein Couch-Potato-Profi. Und stolz drauf!
Aber Achtung! Netflix & Chill ist nicht gleich Netflix & Chill. Es braucht Planung. Snack-Inventur. Decken-Auswahl. Und die wichtigste Frage: Was gucken wir? Eine Dokumentation über seltene Käferarten? Eher nicht. Ein spannender Thriller? Vielleicht. Aber Hauptsache: Es lenkt ab.

Und wenn die Augen zufallen? Perfekt. Dann war's wenigstens entspannend. Und man hat keine wertvolle Zeit mit unnötigen Aktivitäten verschwendet. Win-Win.
Kochen – Oder der Versuch
Okay, okay. Ich weiß. Man soll ja auch mal was "Produktives" machen. Kochen zum Beispiel. Aber Hand aufs Herz: Wer von uns kocht wirklich gerne jeden Tag? Ich nicht. Bei mir endet das meistens in verbrannten Nudeln und genervtem Fluchen.

Trotzdem. Manchmal überkommt es mich. Der Drang, ein Meisterkoch zu sein. Dann blättere ich in Kochbüchern. Suche mir ein Rezept aus, das aussieht, als könnte es sogar ich hinbekommen. Kaufe die Zutaten. Und scheitere kläglich. Am Ende bestelle ich dann doch Pizza. Und bin froh, dass es Lieferdienste gibt. Gott sei Dank für Pizza-Dienstleistungen!
Die Macht der Langeweile
Vielleicht ist die Antwort auf die Frage "Was kann man heute noch machen?" ja auch ganz anders. Vielleicht ist die Antwort: Nichts. Einfach mal nichts tun. Die Langeweile zulassen. Klingt komisch? Ist aber so.
Denn aus der Langeweile entstehen oft die besten Ideen. Die kreativsten Gedanken. Und die unerwartetsten Einfälle. Manchmal braucht man einfach nur eine Pause vom ständigen Input. Vom ewigen Hamsterrad des Alltags. Um wieder klar zu sehen.

Also. Leg das Handy weg. Schalte den Fernseher aus. Und starre einfach mal Löcher in die Luft. Wer weiß, was dabei rauskommt. Vielleicht die nächste große Erfindung. Oder einfach nur ein entspannter Nachmittag. Beides gut.
Ein Hoch auf die Bequemlichkeit
Ich plädiere für mehr Bequemlichkeit im Leben. Mehr Faulheit. Mehr "Ich-hab-keine-Lust". Denn das Leben ist kurz. Und warum sollte man es mit Aktivitäten verbringen, die einem keinen Spaß machen?

Wenn ich also gefragt werde: "Was kann man heute noch machen?" Dann antworte ich vielleicht: "Nichts. Und das ist gut so." Denn manchmal ist das Beste, was man tun kann, eben gar nichts zu tun. Außer vielleicht ein Nickerchen. Oder zwei.
Und wer das doof findet? Dem sei gesagt: Dann geh doch spazieren! Aber beschwer dich nicht, wenn es regnet und die Dackel schneller sind. Ich bleibe hier. Auf der Couch. Mit Netflix. Und vielleicht einer Pizza. Unpopuläre Meinung: Das Leben ist schön.
Verurteilt mich ruhig. Ich stehe dazu. Ich liebe meine Couch. Und ich liebe es, nichts zu tun. In diesem Sinne: Schönen Sonntag noch! Und lasst es euch gut gehen – egal womit.
