Warum Ist Die Türkei Nicht In Der Eu

Warum die Türkei (noch) nicht in der EU ist: Eine Geschichte voller Missverständnisse, Baklava und ganz viel Politik
Stell dir vor, du stehst vor einer Bäckerei, in der es nach frisch gebackenem Brot und süßen Köstlichkeiten duftet. Du willst unbedingt rein, denn du hast gehört, dass es dort die besten Baklava der Stadt gibt. Diese Bäckerei ist die Europäische Union. Und die Türkei? Die steht schon ganz lange draußen vor der Tür, schaut sehnsüchtig rein und klopft immer wieder zaghaft an. Aber irgendwie… kommt sie nicht rein.
Warum eigentlich nicht? Das ist eine komplizierte Frage, die sich nicht in ein paar Sätzen beantworten lässt. Es ist wie bei einer komplizierten Familienangelegenheit, bei der viele verschiedene Meinungen, alte Geschichten und neue Befürchtungen eine Rolle spielen. Aber keine Sorge, wir versuchen, es so einfach wie möglich zu erklären.
Die lange, lange Schlange vor der Tür
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Die Türkei hat schon vor Ewigkeiten angeklopft, genauer gesagt, 1987. Das ist fast so lange her wie das Ende von "Dallas"! Seitdem steht sie in der Schlange, die sich vor der EU-Tür gebildet hat. Aber die Schlange ist lang und es gibt viele andere Länder, die auch gern mitnaschen würden. Einige sind schon reingekommen, andere warten immer noch.
Ein bisschen wie ein holpriger Roadtrip

Man könnte die Beziehung zwischen der Türkei und der EU mit einem holprigen Roadtrip vergleichen. Am Anfang waren alle noch euphorisch, sangen lauthals im Auto und freuten sich auf das Ziel. Aber je länger die Fahrt dauerte, desto mehr Streit gab es. Über die Route (soll man durch die Berge oder lieber am Meer entlang?), über die Musik (türkische Popmusik oder doch lieber deutsche Schlager?) und über die Frage, wer eigentlich ans Steuer darf.
Die Sache mit den Regeln und Gewohnheiten
Ein großes Problem sind die Regeln. Die EU hat nämlich ganz genaue Vorstellungen, wie ein Land auszusehen hat, bevor es rein darf. Zum Beispiel müssen die Gesetze fair sein, die Menschenrechte geschützt werden und die Wirtschaft muss stabil sein. Die Türkei hat in den letzten Jahren zwar Fortschritte gemacht, aber es gibt immer noch Bereiche, in denen die EU kritisiert. Denke an das Zurechtlegen von Tischsitten vor dem Essen. Manche Tischsitten der Türkei passen einfach nicht zu den der EU.

Ein bisschen Politik muss sein… leider
Und dann ist da noch die Politik. Die EU ist ja nicht einfach nur eine Wirtschaftsgemeinschaft, sondern auch eine politische. Und hier gibt es viele unterschiedliche Meinungen. Einige Länder in der EU sind skeptisch gegenüber der Türkei, weil sie Angst haben, dass das Land zu groß und zu anders sei. Andere befürchten, dass die Türkei nicht wirklich an den Werten der EU interessiert ist, wie zum Beispiel Demokratie und Rechtsstaatlichkeit.
Missverständnisse und Kulturunterschiede

Manchmal liegt es aber auch einfach an Missverständnissen und Kulturunterschieden. Was in der Türkei ganz normal ist, kann in Deutschland oder Frankreich für Stirnrunzeln sorgen. Und umgekehrt. Es ist wie bei einem Gespräch zwischen einem Bayern und einem Friesen: Beide sprechen Deutsch, aber verstehen sich trotzdem nicht immer auf Anhieb.
"Manchmal reden wir aneinander vorbei", seufzt ein türkischer Diplomat im Gespräch mit einem Brüsseler Kollegen.
Und was passiert jetzt?
Tja, das ist die große Frage. Im Moment sind die Beitrittsverhandlungen auf Eis gelegt. Das heißt aber nicht, dass die Tür für immer verschlossen ist. Es ist eher so, als ob die Türkei und die EU eine Pause eingelegt haben, um sich zu überlegen, ob sie wirklich zusammenpassen. Vielleicht raufen sie sich irgendwann wieder zusammen, vielleicht auch nicht. "Die Hoffnung stirbt zuletzt", sagt ein türkischer Sprichwort.

Die Baklava-Frage bleibt offen
Und so steht die Türkei weiterhin vor der EU-Tür, die Baklava-Träume im Kopf. Ob sie jemals reinkommt, weiß niemand so genau. Aber eines ist sicher: Die Geschichte zwischen der Türkei und der EU ist noch lange nicht zu Ende geschrieben. Und vielleicht, ganz vielleicht, gibt es ja irgendwann doch noch ein Happy End. Mit viel Baklava für alle!
Vergessen wir nicht, dass die Beziehung zwischen der Türkei und Europa eine lange und komplexe Geschichte ist, die weit über die EU hinausgeht. Die kulturellen und wirtschaftlichen Verbindungen sind stark und wichtig, und sie werden hoffentlich auch in Zukunft bestehen bleiben. Und wer weiß, vielleicht gibt es ja in ferner Zukunft doch noch ein großes, gemeinsames Baklava-Fest!
